Freiburger Staatsanwaltschaft weitet Ermittlungen im Radsport aus

Der Fall um die Doping-Praktiken in der Freiburger Universitätsklinik scheint neuen Aufwind zu erhalten. Die Staatsanwaltschaft Freiburg wird nach den jüngsten Geschehnissen die Doping-Ermittlungen ausweiten.

Patrik Sinkewitz, der vom Sportgericht des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) im November 2007 wegen Testosteron-Dopings zu einer Einjahressperre bis zum 17. Juli 2008 und einer Geldstrafe in Höhe von 40.000 Euro verurteilt worden war, hat das Urteil in vollem Umfang anerkannt. Das Präsidium des BDR verzichtete daraufhin auf weitere Rechtswege, so daß der Profi ab dem 18.07.2008 wieder an den Start gehen kann.

Nachdem Sinkewitz sich bislang nur selbst belastet hat, sind nun nach Angaben von Wolfgang Maier, dem Sprecher der Freiburger Staatsanwaltschaft, während einer erneuten Vernehmung Sinkewitzs weitere Namen von Radrennfahrer genannt worden. Zum Zwecke einer weiteren Aufklärung sollen daher im Laufe der nächsten Woche die ehemalige Freundin von Sinkewitz und weitere Radrennfahrer vernommen werden, so Maier.

Die «Süddeutsche Zeitung» hatte berichtet,

„dass die damaligen T-Mobile-Fahrer Klöden und Kessler auch beim «Blutdoping- Abstecher ins Klinikum Freiburg» dabei gewesen sein sollen.“ (Süddeutsche.de)

Eine Bestätigung oder Dementierung der in der Presse genannten Namen erfolgte nicht durch Wolfgang Maier. Auch der Rechtsbeistand von Patrik Sinkewitz, Dr. Michael Lehner, lehnte jeglichen Kommentar dazu ab. In einer Pressemitteilung, die gestern auf seiner offiziellen Website veröffentlicht wurde, erklärte Andreas Klöden:

„mit Unverständnis habe ich die Berichte über Vorwürfe zur Kenntnis genommen, die Patrik Sinkewitz gegen mich angeblich erhoben haben soll.

Zu dem von den Medien am Wochenende diskutierten Thema hatte ich mich bereits mehrfach geäußert und kann dem nichts hinzufügen. Ich habe meine Rechtsanwälte aber gebeten, den Sachverhalt aufzuklären und die zur Wahrung meiner Persönlichkeitsrechte erforderlichen Schritte zu ergreifen.“ (Andreas Klöden Official Website)

Der Sprecher der Freiburger Staatsanwaltschaft hofft nun auf eine endgültige Aufklärung des Falles.

Quellen und weitere Informationen zu dem Beitrag:

Süddeutsche.de 1, 2

sport.ARD.de

Focus Online

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