Kritik an Chinas Tibet-Politik führt zum Ausschluß aus den Olympischen Spielen

Der Druck auf das Internationale Olympische Komitee (IOC) durch die laute Kritik der Öffentlichkeit und verschiedener Menschenrechtsorganisationen wird immer stärker. Nun reihen sich auch aktive Sportler dazu.

So kündigte beispielsweise gestern die Bonner Degenfechterin Imke Duplizer an, aus Protest nicht an den Feierlickeiten der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking teilzunehmen.

„Nur so können wir ein Zeichen setzen, wenn der deutsche Delegationsleiter allein mit der Fahne einmarschieren würde“.

In einem weiteren Interview gegenüber der „Berliner Runde“des TV-Senders Phoenix beklagte die Ahtletin den mangelnden Dialog in der Boykott-Diskussion mit den Sportlern selbst. Sie seien im Ergebnis diejenigen,

„(…) die irgendwo da einlaufen müssen und die dafür ihre Nase hinhalten müssen“.

Ein Mitglied des IOC, Walther Tröger droht nun den Athleten mit dem Ausschluß aus den Olympischen Spielen, sollten sie während der Spiele offen gegen Chinas Tibet-Politik protestieren. So äußerte Tröger in einem Interview gegenüber der „Frankfurter Neuen Presse“:

„Wer in gekennzeichneten Bereichen gegen das Verbot unzulässiger Propaganda verstößt, kann unverzüglich ausgeschlossen werden“

In der Politik stößten diese Äußerungen teilweise auf Ablehnung. Claudia Roth, die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, nannte den Einschüchterungsversuch Trögers, „inakzeptabel“.

Quellen:

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