Eintracht Frankfurt und 1. FC Nürnberg drohen nach Ausschreitungen empfindliche Strafen

Nach den gestrigen Vorfällen in der Commerzbank-Arena beim Bundesliga-Spiel der Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Nürnberg drohen beiden Teams empfindliche Strafen.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird sich ab morgen mit den Ausschreitungen und deren Folgen für den Veranstalter und die Gäste wegen einer möglichen unzureichenden Aufsichtspflicht auseinandersetzen müssen. Sowohl den Franken als auch der Eintracht Frankfurt drohen hohe Geldstrafen bis hin zu Platzsperren oder ein Punktabzug. Für die Ermittlungen des DFB-Kontrollausschusses seien dem DFB-Vertreter Rainer Koch zufolge die Ausführungen des Schiedsrichters im Zusatzbericht und die Angaben der zuständigen Sicherheitsbehörden und -experten bedeutend. Der für Rechtsfragen zuständige DFB-Vizepräsident erklärte:

„Es ist klar, dass die Vorfälle unter zwei Aspekten zu beurteilen sind. Im Mittelpunkt steht natürlich die Haftung des Nürnberger Bundesligisten für seine Anhänger und deren Ausschreitungen. Eine weitere Frage ist, wie die aus dem Club-Block geworfenen Feuerwerkskörper ins Stadion gelangen konnten und ob damit Frankfurt die Platzaufsicht eventuell vernachlässigt hat.“

Aus Sicht des FCN-Coaches Thomas von Heesen hätte ein endgültiger Abbruch der Partie fatale Folgen haben können.

„Dann wäre hier das totale Chaos ausgebrochen“.

Wie es den Fans gelang, Böller und insbesondere Leuchtraketen unbemerkt durch die Einlasskontrolle hindurch in die Commerzbank-Arena zu bringen, ist bislang nicht geklärt. Auch bei Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen herrscht Unklarheit und wenig Verständnis:

„Wir können uns von der Verantwortung als Veranstalter nicht freisprechen. Wir müssen unsere Sicherheitsvorkehrungen weiter überprüfen, damit wir keine italienischen Verhältnisse bekommen.“

Erst kürzlich hatte der DFB die Richtlinien für Stadionverbote gelockert.

Quellen und weitere Informationen:

Siehe dazu auch die Stellungnahme von Dr. Rainer Koch

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  1. #1 von Harald Hess am April 8, 2008 - 3:41 pm

    Hallo Zusammen !

    Es wird im Artikel so eindeutig von „Club-Fans“ gesprochen,gemeint sind auch die selben Fans die knapp vor einem Jahr den DFB Pokalsieg ohne Zwischenfälle in Berlin und am Hauptmarkt Nürnberg gefeiert haben.Die Selben Leute die auch nach so vielen Spielen die „in die Hose gegangen sind“ ohne Pfeifen und Buhen hinter der Mannschaft stehen,die auch im Europapoal Gast und Gastgeber für viele spannende Spiele ohne Zwischenfälle waren.Dann sollen diese Leute plötzlich bei einem durchaus wichtigen Spiel das eigentlich gut für den FCN gelaufen ist Randale anzetteln und Menschen gefährden.Wer logisch nachdenkt darf die Fans des 1.FCN nicht in den Topf der Unruhestiftenden Randgruppe pressen nur um Sündenböcke zu suchen,denn die Frage bleibt immer wie es dazu kommen konnte und wer soll bestraft werden.
    Es ist in Deutschland einfacher die D-Mark abzuschaffen Benzin und Lebensmittelkosten maßlos anzuheben und über Nichtrauchergesetze zu bestimmen als das ich bei einen Stadionbesuch sicher sein kann nicht verletzt zu werden.Überall muß ich mich registrieren und ausweisen,selbst am Zigarettenautomat ( was absolut Richtig für den Jugendschutz ist !!)ich möchte nicht wissen welche Daten auf meinen Krankenkassenchip gespeichert sind und wieso wird der Besucher eines Fußballspiels nicht mit Hilfe eines Chips oder „Fancard“ festgehalten,denn so ist man nicht mehr Anonym und derjenige der Stadionverbot hat bleibt auch draussen !
    Hört sich nach harten Methoden und Datenschutz an aber das wird genauso bei vielen Videotheken und Onlinehändlern jahrelang praktiziert !
    Somit bleibt mir nur den Verantwortlichen von beiden Seiten zu Danken das nicht mehr Passiert ist !
    Vielleicht sollte man nicht verzweifelt den Schuldigen suchen und Schuldfragen hin und her schieben sondern einmal die Ganze Sache als Anstoß für Zukünftige Sicherheitsverbesserungen bei Veranstaltungen jeder Art nehmen.Denn am Ende bleibt dann doch der Ordner der die Stadiongäste kontrolliert auf der Anklagebank sitzen und keiner fragt nach Überwachungskameras in Stadien,Kontrollen an Bahnhöfen,oder verschärften Eingangskontrolle.Denn der oder Die Täter belächeln jetzt die ganze Sache und werden nie zur Rechenschaft gezogen.

    mfg Harald Hess ( Nichtraucher ! )

  2. #2 von aXel Brodehl am April 8, 2008 - 4:58 pm

    Hallo allerseits,

    mich wundert es nicht, daß Feuerwerkskörper ins Frankfurter Stadion gelangt sind. Beim Spiel Eintracht Frankfurt – Werder Bremen passierte ich die Ordner mit vollem Rucksack. Ich hatte ihn zwar geöffnet, aber aufgrund eines darin verstauten Pullovers konnte man nicht richtig hineinsehen. Der Rucksack wurde keines Blickes gewürdigt oder gar mal in die Hand genommen. Da hätte ich von Glasflaschen und Dosen über kleinere Raketen bis hin zu Waffen alles drin transportieren können! Ganz anders als z.B. in Stuttgart, wo mir sogar zwei Ersatzbatterien abgenommen wurden.

    Grüße aus dem Rheinland,
    aXel Brodehl

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