DTU stellt das Verfahren gegen Triathlet Lothar Leder ein

<Die Antidopingkommission der Deutschen Triathlon Union hat entschieden, das Verfahren nach Art. 24 Antidopingordnung gegen den Athleten Lothar Leder einzustellen. Nach eingehender Untersuchung und aufgrund mehrerer Gutachten konnte der Nachweis der Einnahme von verbotenen Substanzen oder die Anwendung verbotener Maßnahmen nicht geführt werden.>

Quelle: Deutsche Triathlon Unio e.V.

Lothar Leder hatte sich im Vorfeld des Ironman Germany in Frankfurt am 1. Juli 2007 freiwillig einer Dopingkontrolle unterzogen. Die Blutwerte wiesen Auffälligkeiten auf, die einen Manipulationsverdacht nahelegten. Unter anderem war der Wert der Retikulozyten, der frischen Blutkörperchen, ungewöhnlich niedrig. Der Veranstalter des Ironman Germany Kurt Denk und der Rennarzt Klaus Pöttgen aus Darmstadt veröffentlichten diese Werte und äußerten auf dieser Grundlage den Verdacht des vermeintlichen Blutdopings. Die Deutsche Triathlon Unio e.V. (DTU) leitete ein Ermittlungsverfahren gegen Leder ein. Neun Monate nach der Veröffentlichung der Werte hat nun die DTU das Verfahren gegen Lothar Leder eingestellt. (s.o. die offizielle Mitteilung)

Der DTU-Präsiden Rainer Düro erklärte:

„Unsere Anti-Doping-Kommission hat den Fall sehr sorgfältig geprüft“.

Die aus dem In- und Ausland eingeholten Gutachten hätten einen Manipulationsverdacht nicht gänzlich ausräumen können, dennoch konnte der Nachweis der Einnahme von verbotenen Substanzen oder die Anwendung verbotener Maßnahmen nicht erbracht werden. Weder Artikel 24 der Antidoping-Ordnung des Verbandes, noch die Richtlinien der Nationationalen Anti-Doping Agentur (NADA) oder der World Anti-Doping Agency WADA) daher eine rechtliche Handhabe für eine Bestrafung.

Der Darmstädter Athlet, der die Veranstaltung in Frankfurt gewann, wies immer jeglichen Manipulationsverdacht zurück. Die auffälligen Werte führte er unter anderem auf einen Herpes zurück. Leder bestätigte gegenüber der dpa., daß juristische Schritte gegen Denk und dessen Sport & Event GmbH „XDream“ eingeleitet wurden und die entsprechenden Verfahren noch laufen. Bereits im August vergangenen Jahres hatte er vor dem Landgericht Frankfurter eine einstweilige Verfügung gegen den Veranstalter erwirkt, die diesem untersagt, Behauptungen aufzustellen, die Leder in Zusammenhang mit Doping rückten. (mehr dazu:„Erfolg vor Gericht für Triathlet Leder“)

Während des schwebenden Verfahrens wurde der Triathlet weder gesperrt noch erteilte man ihm ein Startverbot. Verständlicherweise zeigte er sich nach der Bekanntgabe der Einstellung des Verfahrens erleichtert.

„Ich hatte vorher nie mit Anwälten zu tun. Das hat schon sehr belastet. Jetzt kann ich endlich meine Saison planen“.

Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft auf Hawaii ist nun das Ziel für die bereits laufende Saison.

„Ich war bereits 13 Mal auf Hawaii und will in Zukunft noch einige Mal dort hin.“

Quelle und vollständiger Artikel: FAZ-Net

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