Klage auf Zulassung von Hosenwerbung stattgegeben

<Das Landgericht Hannover hat der Klage auf Zulassung von Hosenwerbung stattgegeben. Das Gericht hat entschieden, dass dem Kläger SVA Hosenwerbung nicht generell untersagt werden darf, weil es sich hierbei um einen unzulässigen Eingriff in die Freiheit der wirtschaftlichen Betätigung des Vereins handelt.
Der NFV hat die Möglichkeit, Berufung einzulegen. Tut er das nicht, muss er seine Vorschriften bezüglich der Spielkleidung entsprechend ändern. In der Endkonsequenz müssten dann auch der DFB und alle anderen Landesverbände ihre Bestimmungen entsprechend ändern. Das heißt, Hosenwerbung würde grundsätzlich im gesamten deutschen Fußball erlaubt sein.>

Quelle: SV Arminia Hannover News vom 08.04.2008


Seit Juli 2003 spielte der Oberligist SV Arminia Hannover (SVA) mit dem Schriftzug „Kanzlerstadt“ auf der Rückseite der Trikothose.

Das Verbandssportgericht (VSG) unter der Leitung von Dieter Döpfert (Bad Bevensen) erklärte die Hosenwerbung für unzulässig. Im Jahr 2005 wies das Oberste Verbandssportgericht (OVG) die Berufung des SVA gegen das Urteil des Verbandssportgerichts zurück und untersagte damit dem SVA letztinstanzlich, mit Hosenwerbung zu spielen.

Sowohl das VSG als auch das OVG werteten den Schriftzug als Werbung. Diese Art Werbung ist jedoch -entgegen den Auflagen der FIFA für Trikotwerbung- beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) als auch beim Niedersächsichen Fußballverband (NFV) nicht erlaubt (siehe DFB-Regelung „Allgemeinverbindliche Vorschriften über die Beschaffenheit und Ausgestaltung der Spielkleidung“ (§6 (1)).

Damit war der Instanzenweg auf Sportgerichtsebene ausgeschöpft. SV Arminia Hannvoer zog vor das Landgericht Frankfurt a.M., ein ordentliches Gericht. Aus formalen Gründen wies die 6. Kammer des LG Frankfurt a.M. die Klage des SVA wegen fehlenden Rechtsschutzbedürfnisses ab (siehe dazu Presseinformation des LG Frankfurt a.M. vom 09.11.2005). Über die Zulässigkeit der Hosenwerbung oder ein Verbot hat das LG Frankfurt nicht entschieden.

Daher klagte der SVA vor dem Landgericht Hannover gegen den NFV.

Es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen das Urteil des LG Hannovers für das Sponsoringbusiness mitsichbringt und wie weitreichend diese greifen.

Quellen:

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