DEB und NADA über Sanktion uneinig

Das „DEB Missed Test Policy Gremium“ des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. (DEB) hat heute abschließend getagt und den 23-jährigen Deutschen Eishockey Nationalspieler und Spieler der Eisbären Berlin, Florian Busch, wegen seiner am 06. März verweigerten Dopingkontrolle zu folgenden Sanktionen verurteilt:

    1. Offizielle öffentliche Verwarnung mit der Konsequenz, daß bei einem weiteren Verstoß eine Mindestsperre von 3 Monaten ausgesprochen würde.
    2. Geldstrafe in Höhe von 5.000,00 € an eine gemeinnützige Organisation.
    3. 56 Std. gemeinnützige Tätigkeit als Trainer im Nachwuchsbereich (7 Monate à 2 Std. wöchentlich) in den Altersklassen Anfänger, Kleinstschüler und Kleinschüler.
    4. Übernahme sämtlicher Verfahrens- und Kontrollkosten.

Eine Sperre verhängte das zur Entscheidung berufene Gremium nicht, so daß der Spieler weiterhin im Play-Off-Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) spielberechtigt ist.

Der DEB gab gestern auf seiner offiziellen Website folgenden Sachverhalt bekannt:

Ein Deutscher Eishockey Nationalspieler und Spieler der Eisbären Berlin hat am 06.03.08 zunächst eine nicht im Spiel- oder Trainingsbetrieb vorgenommene Dopingkontrolle in einer eskalierenden Stresssituation verweigert, sich aber wenige Stunden später dieser Kontrolle unterzogen. Die Dopinganalyse vom Institut für Dopinganalytik und Sportbiochemie in Dresden fiel negativ aus und belegt auch, dass keinesfalls in der Zeit zwischen seiner Verweigerungshaltung und dem durchgeführten Test dopingverschleiernde Substanzen eingenommen wurden. Der Spieler bereute seine „Kurzschlussreaktion“ und hat sich für sein Fehlverhalten mündlich/schriftlich entschuldigt.

Die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) will laut Medienberichten das DEB-Urteil nicht anerkennen.

Dem NADA-Code zufolge (Art. 2.3) verstößt ein Sportler, der sich der Unterziehung einer Probenahme ohne zwingenden Grund verweigert, gegen die Anti-Doping-Bestimmungen der Nationalen Anti-Doping Agentur. Dem Athleten droht dann eine zweijährige Strafe.

Das zuständige Gremium hielt es dagegen laut dem Eishockey Magazin für „unangemessen und nicht sachgerecht, dass ein nachweislich nicht gedopter Sportler den gleichen Sanktionen unterworfen wird wie ein nachweislich gedopter Sportler“.

Quellen:

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  1. WADA wird nicht gegen Florian Busch tätig « SPORTRECHT

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