Schlußstrich unter Debatte um Schwimm-Anzüge

Pressemitteilung des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) vom 20.04.2008 im Wortlaut:

In der seit Wochen herrschenden Diskussion um die Schwimm-Anzüge der deutschen Athleten hat der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) nun ein endgültiges Machtwort gesprochen. Die Führungsspitze des DSV hat sich geschlossen zum eigenen Ausrüster (adidas) bekannt, einer freien Wahl der Wettkampfanzüge für Peking eine Absage erteilt und damit einen Schlussstrich unter die Debatte der vergangenen Wochen gezogen. „Diese Entscheidung haben das Präsidium und der gesamte Hauptausschuss des Verbandes getroffen“, sagte DSV-Chefin Christa Thiel am Rande der deutschen Meisterschaften und Olympia-Qualifikation in Berlin.

Thiel sprach adidas noch einmal ausdrücklich das Vertrauen aus. „Insbesondere der Europarekord von Helge Meeuw über 100m Rücken hat doch gezeigt, dass auch in diesem Anzug sehr schnell geschwommen werden kann“, meinte Thiel. Kritiker hatten adidas zuletzt ein vermeintlich schlechtes Produkt unterstellt. Die Diskussion war vor allem aufgekommen, weil 18 der bislang 19 Weltrekorde im Olympia-Jahr im Anzug des australischen Herstellers Speedo aufgestellt wurden.

Den Vorwurf, dass der DSV Medaillenchancen bei Olympia zugunsten eines gut datierten Sponsorenvertrages opfern würde, konterte Thiel vehement. „Unter anderem mit dem Geld aus diesem Vertrag schaffen wir die Rahmenbedingungen, dass unsere Schwimmer überhaupt Medaillen in Peking ins Visier nehmen können“, meinte Thiel: „Die Feststellung darf nicht lauten: Geld statt Gold. Wir setzen das Geld ein, um Gold zu gewinnen.“

Quelle: Deutscher Schwimm-Verband e.V.

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