DAV-Arbeitsgemeinschaft Sportrecht appelliert an den DOSB

Der 59. Anwaltstag am 01-03. Mai 2008 in Berlin steht dieses Jahr unter dem Motto: „Die Anwaltschaft – auf der Seite der Freiheit“. Dies hat die DAV-Arbeitsgemeinschaft Sportrecht zum Anlaß genommen, ihre wachsende Sorge zu der „Krise der olympischen Spiele“ zu äußern.

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Sportrecht im DAV vom 15.04.2008 im Wortlaut:

Mit Sorge haben die in der Arbeitsgemeinschaft Sportrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) organisierten Sportrechtsanwälte die in diesen Tagen offenkundig gewordene „Krise der olympischen Bewegung“ (so IOC-Präsident Jacques Rogge) und die sich daraus ergebenden Probleme insbesondere für die Olympia-Teilnehmer zur Kenntnis genommen. Die Sportrechtsanwälte appellieren an den Deutschen Olympischen Sportbund und das Internationale Olympische Komitee, den Sportlern und Sportlerinnen unmissverständliche Regeln an die Hand zu geben, damit sie ihre Meinung frei äußern können. Diese Regeln dürfen sich nicht an chinesischen Maßstäben, sondern an denen der Freiheit und der Menschenrechte orientieren.

Einerseits sieht der DAV keinen Sinn in einem Boykott der Spiele in Peking – es war ja bekannt, dass China eine kommunistische Diktatur ist -. „Andererseits darf die Rücksichtnahme auf das Gastgeberland China nicht zu Einschränkungen des Menschenrechts auf freie Meinungsäußerung führen, ebenso wenig zu Behinderungen in der freien Berichterstattung über die Olympischen Spiele in Peking“, so Rechtsanwalt Paul-Werner Beckmann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Sportrecht des DAV.

Die Sportlerinnen und Sportler, die sich jahrelang auf die Olympischen Spiele vorbereitet haben und für die diese in erster Linie veranstaltet werden, benötigen unmissverständliche und klare Regeln. Die Regel 51 der IOC-Charta, die politische, religiöse, rassische Demonstrationen und Propaganda untersagt, muss auch an den Rechten der Athletinnen und Athleten ausgelegt werden. Die Sportlerinnen und Sportler dürfen nicht schon im Vorfeld mit Repressalien, wie der Entziehung der Akkreditierung oder der Aberkennung einer Medaille bedroht werden. Insofern appelliert die DAV-Arbeitsgemeinschaft Sportrecht an den Deutschen Olympischen Sportbund und das Internationale Olympische Komitee, den Sportlern Handreichungen zu geben, wie sie ihre Meinung frei äußern können.

Der DAV stellt seinen Anwaltstag im Mai in Berlin unter das Motto „Die Anwaltschaft – auf der Seite der Freiheit“. Diese Aussage gilt auch und gerade für die Olympischen Spiele in Peking.>

Quelle: DeutscherAnwaltVerein

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