TuS Koblenz kündigt an sich zu wehren

Der Geschäftsführer der TuS Koblenz, Wolfgang Loos kündigte gegen die Entscheidung der Deutschen Fußball Liga (DFL) vorzugehen. Die Geschäftsführung der DFL hatte gestern bekanntgegeben den Zweitligisten mit acht Punkten Abzug zum Saisonende und einer Geldstrafe in Höhe von 200.000 Euro wegen Verstöße gegen die Richtlinien des Lizenzierungsverfahrens zu sanktionieren. (siehe dazu auch „TuS Koblenz wird mit 8 Punkten… „ )

„Wir haben acht Tage Zeit, dagegen Beschwerde einzulegen. Man kann davon ausgehen, dass wir diesen Schritt gehen werden“.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. TuS Koblenz kann nun Beschwerde gegen die Entscheidung der DFL einlegen. Der Fußball-Club hat bereits den Rechtsanwalt Christoph Schickhardt mit der Wahrung der Interessen beauftragt. Dieser äußerte gegenüber de „Rhein-Zeitung“ Erfolgschancen für eine Beschwerde.

„Diese Entscheidung lässt jedes vernünftige Maß vermissen. Sie ist nicht haltbar und wird keinen Bestand haben“.

Sollte die DFL der Beschwerde nicht abhelfen, hätte der Club noch die Möglichkeit in der zweiten Instanz den Vorstand des Ligaverbandes anzurufen.

Währenddessen wäre TuS Koblenz jedoch in der virtuellen Tabelle aus dem sicheren Mittelfeld vom 8. auf den 14. Platz abgerutscht und wäre fünf Spieltage vor dem Ende der Saison nur noch drei Punkte von den Abstiegspositionen entfernt.

Die drastische Strafe stößt insbesondere bei den Betroffenen des Clubs selbst nach der Lektüre der 16-seitigen Urteilsbegründung auf Unverständnis. Der für die Lizenzierung zuständige DFL-Geschäftsführer Christian Müller erklärte dagegen:

„Aufgabe der DFL ist es unter anderem, mit Hilfe des Lizenzierungsverfahrens die Grundlage für einen fairen und spannenden Wettbewerb zu sichern. Es ist daher im Sinne der Gemeinschaft der 36 Profi-Klubs nicht hinnehmbar, wenn dieses europaweit als vorbildlich angesehene System durch Täuschung ad absurdum geführt wird“.

Sollte die Entscheidung rechtskräftig werden, wäre diese eine der bislang härtesten Sanktionen die im deutschen Profifußball verhängt worden ist. Bislang wurden wegen Verstöße gegen Auflagen der DFL oder des DFB acht – mit TuS Koblenz neun – Punktabzüge ausgesprochen.

Bei Verstößen gegen die Richtlinien des Lizenzierungsverfahrens kann der dafür zuständige Lizenzierungs-Ausschuß der DFL vier verschiedene sog. Vertragsstrafen verhängen. Dazu zählen eine Geldstrafe, der Punktabzug, der Entzug der Lizenz für die laufenden Saison oder die Verweigerung der Lizenz für die kommende Saison.

Quellen:

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