Fumic Brüder: „Kein Doping-Vergehen…“

Wie bereits im Vorfeld berichtet („Es droht das Aus… „), wurden Lado und Manuel Fumic wegen wiederholter Verstöße gegen die Meldeauflagen der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) vom Bundessportgericht des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) verwarnt und für drei Monate gesperrt. Die Sperre ist noch nicht rechtskräftig. Der Radsportverband teilte heute mit, daß die beiden Sportler fristgerecht Revision gegen die jeweiligen Urteile des Bundessportgerichts beim Bundesrechtsausschuss des BDR eingelegt haben. Durch die Einlegung der Revision wird die Sperre bis zur rechtskräftigen Entscheidung ausgesetzt.

In einer umfangreichen Pressemitteilung äußerten sich nun auch die beiden Brüder u.a. zu den Darstellungen in den Medien.

Auszüge aus der Pressemitteilung von Lado und Manuel Fumic vom 28.04.2008 im Wortlaut:

Die Darstellung des Bundes deutscher Radfahrer, der für die Lizenzierung von Profi-Radfahrern in Form eines Monopolverbandes zuständig ist, ist in vielen Teilen falsch. Unter dem Begriff eines Dopingvergehens wird aus der Sicht des Durchschnittspublikums weltweit verstanden, dass ein Sportler gedopt hat, d.h. verbotene Substanzen zur Leistungssteigerung eingenommen hat oder die nötigen Tests verweigert oder schuldhaft vereitelt hat.

Dies ist nachweislich bei Lado und Manuel Fumic nicht der Fall. Auf gezielte Nachfrage klärt der Radsportverband dies auch auf, lässt aber die missverständliche Darstellung eines angeblichen Dopingvergehens trotzdem öffentlich im Raum stehen.

Aus diesem Grund, und um nicht einen zusätzlichen Ruf- und Imageschaden als Sportler hinnehmen zu müssen, klären die Brüder den Sachverhalt auf. (…)

(…) „Wir unterstützen den Kampf gegen Doping in unserem konkreten Handeln seit je her und lehnen jegliche Manipulation an und in unserem Sport entschieden ab, wie wir auch das unbedingte Erfordernis anerkennen, dass Kontrollen zur Wahrung der Chancengleichheit im Wettkampf unabdingbar notwendig sind. Die Beachtung rechtsstaatlicher Grundprinzipien und die Wahrung der Verhältnismäßigkeit der Mittel sollte hierbei jedoch eingehalten werden. Die Kontrollen sollten einer gewissen Diskretion in der konkreten Durchführung unterliegen, die auch selbständigen Sportlern in ihrer Lebensführung gerecht wird. Alle Sportler grundsätzlich unter Generalverdacht zu stellen und für Jedermann sonst völlig außer jeder Diskussion stehende Rechte zu ignorieren ist jedoch nicht der richtige Weg zum sauberen Sport. Dies ist nicht das Modell, das einer jungen Generation zum Verständnis von einer menschenfreundlichen und lebenswerten Gesellschaft vorgelebt werden sollte“, so beide Radprofis, die gerade mitten in der Olympia-Qualifikation für Peking stehen.

Seit Monaten suchen die beiden Brüder das Gespräch mit dem Bund deutscher Radfahrer und der NADA, um Verbesserungen bei den Abläufen einzubringen, in einem Klima der aktuellen Dopinghysterie leider ohne Erfolg. Zur Klärung des Sachverhaltes muß nun der ordentliche Gerichtsweg eingeschlagen werden.

Vollständige Pressemitteilung: Offizielle Website der Fumic Brothers

Weitere Quellen: Bund Deutscher Radfahrer News

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