Hockey: Freisprüche trotz positiver Dopingproben

Einer Olympiateilnahme der spanischen Hockey-Nationalmannschaft in Peking war bereits gesichert, als im April diesen Jahres während des olympischen Hockey-Qualifikationsturniers in Baku (Aserbaidschan) zwei spanische Nationalspielerinnen nach einer Dopingkontrolle positiv auf reines Ecstasy getestet werden. Dem Olympiasieger von Barcelona 1992 drohte der Ausschluss von weiteren Spielen. Das Land des Organisators des Qualifikationsturnier  – Aserbaidschan – wäre dafür in Peking nachgerückt. Bereits beim Abendessen vor dem letzten Gruppenspiel kam es zu einen seltsamen Vorfall: der Großteil der spanischen Hockeydelegation klagte über Unwohlsein. Im Nachhinein wurde über den Verlust der Orientierung und Halluzianationen berichtet.

Der spanische Hockey-Verband (RFEH) zweifelte nicht an seinen Athletinnen und vermutete einen Anschlag. Einen solchen erfolgreich nachzuweisen, stößt jedoch an äußerst schwierige Hürden und gelingt selten.

„Strafen dürfen (…) nur aufgehoben oder abgemildert werden, wenn es sich um sogenannte „Specified Substances“ handelt – oder wenn der Athlet den schwierigen Beweis erbringt, dass er die Substanz unverschuldet und auch nicht fahrlässig aufgenommen hat“, so Hans Geyer, Dopingforscher.

In den benannten Fällen ist eine erfolgreiche Beweisführung gelungen. Am 18. Juli 2008 gab die zuständige Kommission des internationalen Hockey-Verbandes (IHF) bekannt, die beiden Atheletinnen trotz positiver Dopingproben eines Dopingvergehens freigesprochen zu haben.

Mitteilung der IHF im Wortlaut:

The International Hockey Federation (FIH) advises as follows the outcome of the hearing of the FIH Judicial Commission regarding the anti-doping tests of two Spanish players which took place during the Women’s World Hockey Olympic Qualifier in Baku, Azerbaijan, in April 2008:

  • Player Gloria Comerma – tested on 18 April 2008
    The FIH Judicial Commission found that there was an anti-doping rule violation but that she established that there was no fault or negligence on her part so there is no requirement to impose a sanction.
  • Second Spanish player – tested on 20 April 2008
    The FIH Judicial Commission found that no anti-doping rule violation has been committed.

Following the decision of the FIH Judicial Commission, the FIH considers the cases as closed and no other communication will be made.

Quellen:

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