Tour de France 2008: Doping

Gestern bestätigte die französische Anti-Doping Agentur (AFLD), daß auch die B-Probe des spanischen Radrennfahrers Moisés Dueñas Nevado positiv ist.

Dueñas Nevado war im Juli während der diesjährigen Tour de France positiv auf Erythropoetin (EPO) gestestet worden. [mehr dazu hier]

Quelle: n24.de

Die Disziplinarkommission des französischen Radsportverbandes hat den Radrennfahrer Jimmy Casper vom Verdacht des Dopingmißbrauchs freigesprochen.
Der Radrennprofi war während der Tour de France 2008 positiv auf Glukokortikoide getestet worden und von seinem Rennstall Agritubel suspendiert worden.

Zusammen mit seinem Rechtsanwalt erklärte Casper nun, daß der Dopingvorwurf auf eine am 29. Mai ausgelaufene Ausnahmegenehmigung für ein Asthmamittel zurückzuführen sei, die vor der Tour nicht verlängert wurde. Da der Athlet an Asthma leidet, hatte er für die vergangenen zwölf Jahre eine solche Ausnahmegenehmigung.

Quelle: Radsport-new.com

Der Tour de France scheinen jedoch noch weitere Doping-Fälle zu drohen. Pierre Bordry, Präsident der französischen Anti-Doping-Agentur (AFLD), erklärte, daß es weitere „verdächtige Anzeichen für die Verwendung von EPO der dritten Generation“ gegeben habe. Namen wurden zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine genannt. In den nächsten zwei Wochen sollen im Labor Chatenay-Malabry bei den Betroffenen Radrennfahrer weitere Tests auf das Blutdoping-Präparat Cera durchgeführt werden.

Quelle: rad-net.de

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  1. #1 von Richard Friedel am März 23, 2009 - 7:52 am

    Das Problem mit Asthmamedikamenten im Sport lässt sich als übertriebene Medikalisierung definieren und sklavische Übernahme ärztlichen Denkens in einem anderen Kontext.

    Ärzte verstehen Asthmaforschung als Medikamentenforschung. Atemtechniken zur Kräftigung der Atmung wie in den Kampfkünsten werden nicht beachtet. Diese besondere Sichtweise darf man nicht aus den Augen verlieren.

    Die Frage ob die Forschung so durch Ärzte eingegrenzt werden soll und ob die Asthmatiker das auch so wollen, d. h. ob sie nicht lieber die Entwicklung einer heilenden, nicht nur symptomatisch wirkenden Atemtechnik sehen würden, ist zwar für den Sport nicht irrelevant, sollte aber das Schicksal bedeutender Wettbewerbe wie der Tour der France nicht bestimmen.

    Ein Grund für die Befreiung des Sports von Fragen der Asthmaforschung ist, dass die Medikamentenforschung sich ausschließlich auf die Entwicklung von Symptomatika konzentriert, die ein Leben lang eingenommen werden müssen. Das stellt den Nutzen dieser bestimmten Richtung der Forschung für Asthmatiker in Frage.

    Gerechter wäre es m. E. als das kleinere Übel, Asthmamittel im Sport generell zu verbieten. Auf jeden Fall wäre so etwas wie die Tour de France ohne Asthmamittel zu überlegen. Richard Friedel

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