Bernhard Kohl nimmt Stellung

Während einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz, nahm Bernhard Kohl zu den Doping-Vorwürfen Stellung. Der Gesamtdritte und Bergkönig der Tour de France 2008 gestand die Verwendung des Blutdopingmittels CERA ein.

(…) „Ich bitte die Öffentlichkeit, mir meinen Fehler zu verzeihen. Ich habe im entscheidenden Moment leider versagt.“

„Ich bin der Versuchung erlegen, weil der auf mir lastende Erfolgsdruck unglaublich groß gewesen ist. Ich bin nur ein Mensch und wie viele Menschen in einer Ausnahmesituation schwach geworden.“ Er wolle sich nicht rechtfertigen, sagte Kohl, „nur meine Motivation zu diesem Schritt offenlegen. Ich bin der Schuldige, ich habe gedopt, da gibt es keine Ausreden.“ [mehr]

Kohl verzichtet auf die Öffnung der B-Probe. Ein Sportgerichtsverfahren wird nun umgehend eingeleitet. Ihm droht eine zweijährige Sperre. Zu den Hintermänner äußerte sich Kohl zu diesem Zeitpunkt noch nicht: „Ich werde sie im Zuge des Sportgerichtsverfahrens und zu gegebener Zeit preisgeben“. Weiterhin erklärte er aber:

„Im Gerolsteiner-Team hat es zu meiner Zeit kein systematisches Doping gegeben, Hans (Manager Hans-Michael Holczer, Anm.) wusste von gar nichts.“

Kurz zuvor hatten sich seine Teamkollegen von Gerolsteiner in einem offenen Brief von Stefan Schumacher und ihm distanziert.

«Es ist uns ein großes Anliegen uns heute öffentlich von unseren (ehemaligen) Teamkollegen Stefan Schumacher und Bernhard Kohl zu distanzieren. Die Art und Weise wie wir getäuscht und enttäuscht wurden ist nur schwer in Worte zu fassen. (…)

In diesem Team gab es nie eine Duldung, einen Hinweis, einen Zwang oder gar Mithilfe zur unerlaubten Leistungssteigerung. (…)

Wir fordern hiermit Stefan Schumacher und Bernhard Kohl auf, vorbehaltlos die Wahrheit zu sagen (…) [mehr]

Quellen und weitere Informationen:

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  1. #1 von quickpete am Oktober 16, 2008 - 1:37 pm

    Das Geständnis von Kohl ist keine Überraschung gewesen. Ich habe das schon damals gesagt, als er in Paris als Dritter am Podium stand.
    Es geht nicht ohne, das ist doch ohnehin klar.
    Die Reaktion der „Teamkollegen“ war auch keine Überraschung. „… distanzieren uns…“ …wer’s glaubt. :-)

  2. #2 von OhSnap am Oktober 18, 2008 - 10:47 am

    Mir gings genau so wie Lance Armstrong, ich dachte mir: „Wer zum Teufel is der Kerl?“ Hab nur wenig von ihm gehört und jetzt plötzlich so eine gute Leistung, kam mir irgendwie komisch vor. Er wird seine Lehre draus ziehen, schummeln zahlt sich einfach nicht aus!

  3. #3 von Natalia Martin Rivero am Oktober 18, 2008 - 11:10 am

    Seine Lehre aus dem Ganzen wird er ziehen.
    Es stehen ihm harte Zeiten bevor und ich bin gespannt, ob er den Weg zurück in den Profi-Radsport findet.

  4. #4 von quickpete am Oktober 20, 2008 - 9:44 am

    Er soll sich besser einen anderen Job suchen.

  5. #5 von Natalia Martin Rivero am Oktober 23, 2008 - 10:21 am

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