Kreisklasse: Geldstrafen, Sperren, Freisprüche, Punktabzüge

Die Spruchkammer des Fußballkreises Mannheim hat am 06. November 2008 unter der Leitung von Dr. Andreas Pitz (Beisitzer: Bernd Maier und Günter Friedrichs) über den Abbruch des A-Klassenspiels TSV MA-Schönau gegen MFC Phönix am 26. Oktober 2008 (mehr hier) verhandelt. Nach einer fünfstündigen Verhandlung einer einer einstündigen Sitzungsunterbrechung wurde folgende Entscheidung bekanntgegeben:

Für die Verletzung der Platzdisziplin, Verfehlungen von Zuschauern und dem Verschulden eines Spielabbruchs wurde der TSV MA-Schönau zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.500 Euro verurteilt. Die Partie gegen den MFC Phönix Mannheim wird mit 3:0 Toren für die Gäste als gewonnen gewertet. Zusätzlich werden den Gastgebern neun Punkte in der laufenden Saison 2008/09 abgezogen sowie einmal eine Platzaufsicht durch den Kreis auferlegt.

Ein Spieler wird wegen Tätlichkeit und Beleidigung gegen den Schiedsrichter sowie Verschulden des Abbruchs mit einer Sperre von einem Jahr bis 26. Oktober 2009 und einer Geldstrafe von 300 Euro belegt. Ein weiterer TSV-Akteur, der zuvor die rote Karte sah, muss einen Monat bis 26. November 2008 pausieren. Für acht Fußballer gab es einen Freispruch, denn die Rechtsinstanz konnte von der Begehung einer strafbaren Handlung nicht voll überzeigt werden und dann gilt das Prinzip „zu Gunsten des Angeklagten“, so Dr. Pitz.

Die erwähnten Sperren, Strafen und Punktabzüge sind rechtsverbindlich, da der beklagte Verein einen Rechtsmittelverzicht erklärte.

Die Verfahren gegen zwei weitere Spieler des TSV MA-Schönau wurden abgetrennt und müssen noch entschieden werden, da wegen der erhobenen Vorwürfe (Angriffe gegen den Schiedsrichter) noch weiter zu ermitteln ist. Die Vorsperren gegen dieses Duo bleiben allerdings bestehen, sodass Schönau aus der Partie gegen Phönix Mannheim momentan vier gesperrte Spieler besitzt.

Meldung Badischer Fußballverband e.V. vom 07. November 2008

In einer auf der Homepage des TSV Schönau veröffentlichten Pressemitteilung kündigte Peter Dinges (1. Vorsitzender) folgendes an:

„Der TSV Schönau sowie die von einer Sperre betroffenen Spieler werden gegen den Schiedsrichter mit aller Vehemenz sowohl zivil- als auch strafrechtlich vorgehen. Der bislang erlittene Imageschaden ist immens. Vom finanziellen Schaden ganz zu Schweigen. In einem Verfahren der ordentlichen Gerichtsbarkeit wird sich dann zeigen, ob die bisherigen Ausführungen des Schiedsrichters sich bewahrheiten.“ [mehr]

Seiner Ansicht nach sei die Spruchkammer trotz der widersprüchlichen Aussagen während der Zeugenvernehmung des Schiedsrichters und dieser trotz eines entsprechenden Antrags „noch nicht einmal unter Ausschluß der Öffentlichkeite seine angeblichen zahlreichen Blutergüssen zeigen zu wollte“ weitesgehend den Aussagen des Schiedsrichters gefolgt.

Außerdem stellte er klar, daß „eine Hetzjagd durch die gesamte Schönauer Mannschaft nicht stattgefunden hat“.

Quellen:


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