adidas kündigt Ausrüstervertrag mit DSV fristlos

Der Sportartikelhersteller adidas aus Herzogenaurach hat im Anzugstreit die Konsequenzen gezogen und den bis 2009 laufenden Ausrüstervertrag mit dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) fristlos gekündigt.

Der seit 2004 bestehende Vertrag soll ein Volumen im hohen sechsstelligen Bereich gehabt haben. Er enthielt auch eine beidseitige Option auf Verlängerung.

In diesem Jahr war es mehrfach zu Streitigkeiten um die Wettkampfanzüge zwischen dem DSV, seinen Athleten und dem Verbands-Ausrüster adidas gekommen. Am Wochenende war der Konflikt eskaliert, als die Topathleten Helge Meeuw und Thomas Rupprath bei der Kurzbahn-EM in Rijeka aus Protest mit altmodischen Badehosen an den Start gegangen waren. Vor diesem Ereignis hatte der Europameister Paul Biedermann angekündigt, bei der WM 2009 in Rom nicht im adidas Wettkampfanzug zu starten. (mehr dazu hier)

So erklärte Sprecher Oliver Brüggen aus dem Hause adidas nach den jüngsten Ereignissen, daß eine Basis für eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr gegeben sei. “ Ungeachtet dessen wird sich adidas weiter im Schwimmsport engagieren.“ Ob die Kündigung auch eine juristische Auseinandersetzung nach sich ziehen wird, ist derzeit noch unklar. Auf beiden Seiten hüllt man sich mit Hinweis auf die laufenden Entwicklungen in Schweigen.

Nach den inflationären Rekorden bei den Schwimmwettkämpfen in diesem Jahr (105 Weltrekorde und 136 Europarekorde) prägt eine Dauerdiskussion das Thema „High-Tech-Anzüge“. Eine einheitliche Regelung für Wettkampfanzüge und deren Beschaffenheit bzw. Material gibt es derzeit nicht. Dies führte zu einer regelrechten Materialschlacht der Ausrüstungsfirmen, die im Februar mit der Vorstellung des LZR Racer aus dem Hause Speedo ihren Lauf nahm. Daher haben Trainer aus 15 Ländern, darunter auch Deutschland, den Schwimm-Weltverband FINA in einer gemeinsamen Resolution aufgefordert, bis zur WM 2009 in Rom hierfür klare Regeln zu schaffen. Es könnte unter Umständen auch zu einem Verbot der Neopren-Anzüge kommen.

Quellen:

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