„Kevin Kuranyi von seinen vertraglichen Pflichten…bis aus weiteres befreit…“

Während das gestrige Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Norwegen an Spannung und Toren zu wünschen übrig ließ,  lief das Internet dagegen auf Hochtouren. Die Transfergerüchte um den ehemaligen Nationalspieler Kevin Kuranyi waren noch nicht ganz verblasst, als auf der Homepage des FC Schalke 04 für rund 15 Minuten folgende „Eilmeldung“ zu lesen war:

„In einer außerplanmässigen Sondersitzung der Vereinsführung wurde heute entschieden, dass Kevin Kuranyi von seinen vertraglichen Pflichten gegenüber Schalke 04 bis auf weiteres befreit wird. Nach medienwirksamen und für den Verein untragbaren Äußerungen von Kevin gegen die Mannschaft war eine Freigabe unausweichlich. Seitens der Vereinsführung und engen Vertrauen Kevins wurden alle Bemühungen unternommen um einer Fortsetzung bei Schalke nicht im Wege zu stehen. Alle sogearteten Versuche sind gescheitert.

Um die Mannschaft vor einem weiteren Imageverlust zu schützen, und die Stimmung im Verein nicht länger zu belasten, wird Kevin jetzt bedingungslos aus seinem Vertrag entlassen. Über die weiteren Pläne von Kevin und eine Ablöse von einem neuen Verein ist uns noch nichts bekannt. Kevin wird sich dazu aber noch gesondert an die Presse wenden. Uns verlässt ein ausgezeichneter Spieler der ein grosses Loch im Kader unserer Mannschaft hinterlässt, trotzdem schauen wir hoffnungsvoll in die Zukunft und freuen uns auf neue Herausforderungen und neue Gesichter im Verein.“

Die Meldung breitete sich unter den Anhängern des runden Lederballes wie ein Lauffeuer aus. Kurz danach war die Homepage der Königsblauen, die offenbar Opfer eines Hackerangriffs geworden war, nicht mehr zugänglich.

Eine offizielle  Erklärung des Vereins stellte kurz danach fest, daß es sich im eine Falschinformation gehandelt hatte.

UPDATE (17.40 Uhr):

Offizielle Mitteilung des FC Schalke 04:

(…) Die völlig frei erfundene „Eilmeldung“ war voller orthografischer Fehler und stilistischer Unzulänglichkeiten. Sie verbreitete sich dennoch für kurze Zeit völlig ungeprüft über andere Medien. Gegen die „Hacker“, die den Straftatbestand der Computersabotage durch diese Manipulation erfüllt haben, wird der FC Schalke 04 nun mit allen juristischen Mitteln vorgehen.

(…) Der Verein stellt heute Strafantrag gegen Unbekannt. Das Strafgesetz, dass diese Art von Manipulation unter Strafe stellt (§ 303 b StGB), lautet: „Wer eine Datenverarbeitung, die für einen anderen von wesentlicher Bedeutung ist, dadurch erheblich stört, dass er Daten in der Absicht, einem anderen Nachteil zuzufügen, eingibt oder übermittelt …, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Gemäß Abs. 2 dieser Vorschrift ist mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe zu rechnen, wenn es sich um eine Datenverarbeitung handelt, „die für einen fremden Betrieb, ein fremdes Unternehmen oder eine Behörde von wesentlicher Bedeutung ist“. [mehr]

Quellen:

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  1. #1 von Rockafella am Februar 12, 2009 - 11:49 am

    LOLOLOL!!!

  1. §§ Jur-Blog.de §§

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