Archiv für die Kategorie CAS

CAS bestätigt die Sperre gegen Claudia Pechstein

Der Court of Arbitration for Sport (CAS) in Lausanne bestätigte heute in einer richtungsweisenden Entscheidung die zweijährige Sperre ab dem 08.02.2009, die die International Skating Union (ISU) gegen die Eisschnelläuferin Claudia Pechtstein verhängt hatte. Damit hat der CAS den indirekten Beweis für rechtlich zulässig erachtet.

Wegen aufälliger Blutwerte hatte die ISU die Athletin am 01. Juli 2009 für zwei Jahre gesperrt. (Urteil der Disziplinarkommission der ISU vom 01.07.2009 finden Sie hier) Claudia Pechstein, die die Doping-Vorwürfe immer bestritten hat, hatte gegen diese Entscheidung beim CAS Rechtmittel eingelegt.

Am 22. und 23. Oktober 2009 verhandelte der Internationale Sportgerichtshof in Lausanne unter dem Vorsitz des Richters Herr Massimo Coccia aus Italien, wo neben den Parteien und ihren Rechtsanwälten auch zwölf Zeugen gehört wurden. In seiner Begründung stellte der CAS fest, daß Pechsteins Blutwerte aus Februar 2009 nicht normal seien und der Verlauf ihre Blutprofils durch die medizinischen Argumente, die die Athletin vorgetragen hat, nicht begründet sei.

Claudia Pechstein gab auf einer Mitteilung auf ihrer Homepage bekannt, daß ihr Rechtsanwalt nun ein Verfahren vor dem Schweizer Bundesgericht anstrengen werde.

Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft e.V. (DESG), die ebenfalls als Partei an dem Verfahren beteiligt war, hat in einer Mitteilung bereits erste Konsequenzen für Claudia Pechstein bekannt gegeben.

Die Athletin kann somit nicht in der Verbandsförderung verbleiben, die bestehende Wettkampfsperre wird aufrecht erhalten. Eine Qualifikation für die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Vancouver 2010 ist nicht möglich.

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) begrüßte, daß die Entscheidung des CAS nun Klarheit über den indirekten Beweis geschaffen hat.

„Die Entscheidung bringt für alle Beteiligten eine größere Sicherheit, welche Kriterien erfüllt sein müssen, wenn der indirekte Nachweis eines Verstoßes gegen Anti-Doping-Regelungen gelingen soll“, so der Geschäftsführer Dr. Göttrik Wewer.

Quellen:

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WADA zieht im Fall Busch vor den CAS

Medienberichten zufolge hat die World Anti-Doping Agency (WADA) angekündigt, den Fall des deutschen Eishockey-Nationalspielers Florian Busch vom Court of Arbitration for Sport (CAS) in Lausanne klären zu lassen. WADA-Sprecher Frédéric Donzé:  „Die WADA wird in den kommenden Tagen in diesem Fall den CAS anrufen“.

Das eigens für den Fall einberufene Ad-hoc-Schiedsgericht des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sah keine rechtliche Grundlage für eine Sperre des Spielers Busch, da der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) zum Zeitpunkt des Dopingvergehens Anfang März den Code der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) noch nicht in seine Satzung aufgenommen hatte. Die Klage der WADA daher wurde abgewiesen. (mehr dazu hier)

Der DEB hat nach der Entscheidung des Ad-hoc-Schiedgerichts des DOSB dennoch Konsequenzen aus den Versäumnissen ziehen müssen. Das Bundesinnenministerium (BMI) hat beschlossen, Fördermittel in höhe von 128.000 Euro einzubehalten. Wie DEB-Präsident Uwe Harnos am Rande des Länderspiels gegen die Schweiz mitteilte, hat der DEB der Strafe zugestimmt. „Wir haben unsere Rechtsmittel zurückgenommen. Dieser Entscheid ist jetzt rechtskräftig.“

Quellen und weitere Informationen:

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7 russische Athletinnen: IAAF ruft CAS an

Die International Athletics Federation (IAAF) hat beim Court of Arbitration for Sports (CAS) Rechtsmittel gegen die sieben Entscheidungen der Russian Athletic Federation (ARAF) vom 20. Oktober 2008 eingelegt.

Die ARAF hatte mit den Entscheidungen sieben russische Leichtathletinnen wegen Verstöße gegen die Anti-Doping-Regeln der IAAF (32.2 (b) und 32.2 (e)) rückwirkend vom April bzw. Mai 2007 (Zeitpunkt der Probenahme) für zwei Jahre gesperrt. Damit wären die Sportlerinnen im August 2009 für die WM in Berlin wieder startberechtigt.

Dabei handelt es sich um folgenden Sportlerinnen:

Svetlana Cherkasova – 800m
Yulia Fomenko – 1500m
Gulfiya Khanafeyeva – Hammerwerfen
Darya Pishchlnikova – Diskusswerfen
Yelena Soboleva – 800m / 1500m
Tatyana Tomashova – 1500m
Olga Yegorova – 1500m / 5000m

Der Internationale Leichtathletik-Verband IAAF ist der Ansicht, das in allen Fällen in Übereinstimmung mit den IAAF-Regeln, der Beginn der Sperre nicht vor dem Zeitpunkt der vorläufigen Suspendierung von den Wettkämpfen liegen kann. Außerdem vertritt die IAAF die Meinung, daß die Verstöße der betroffenen Sportlerinnen mit einer Sperre von mehr als zwei Jahren sanktioniert  werden müsse. Sie beantragt daher eine Sperre von vier Jahren ab dem Zeitpunkt des Schiedsspruches des CAS unter Anrechnung der bereits suspendierten Zeit. „Es ist inakzeptabel, dass diese Athletinnen, die sich eines ernsthaften Vergehens schuldig gemacht haben, nur eine Sperre von effektiv neun oder zehn Monaten bekommen und im Sommer 2009 schon wieder startberechtigt sein sollen“, so IAAF-Präsident Lamine Diack.

Quellen:

Hinweis: Auf der offiziellen Verbandsseite des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) finden Sie die einschlägigen Anti-Doping-Regelwerke auch in deutscher Übersetzung. (hier)

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TAS/CAS: 4 Jahre Sperre für Jürgen Pinter

Der Court of Arbitration for Sports (CAS) hat den Rechtsmitteln der World Anti-Doping Agency (WADA) und des International Olympic Committees (IOC) gegen die Entscheidung der International Skiing Federation (FIS) vom 22. November 2007 stattgegeben. Der Schiedsspruch betrifft den österreichischen Ski-Langläufer Jürgen Pinter.

Während der olympischen Winterspiele in Turin im Jahr 2006 war es zu einer Razzia der italienischen Polizei in den Unterkünfen des österreichischen Langläufer Mannschaft in Pragelato gekommen, bei der umfangreiches Beweismaterial (Spritzen, Blutbeutel, Nadeln, Flaschen mit Kochsalzlösung) sichergestellt wurden. Das IOC leitete gegen Jürgen Pinter und weitere österreichische Athleten Disziplinarverfahren ein und schloß diese auf Lebenszeit von allen zukünftigen Olympischen Winterspielen aus. Dies wurde im Januar 2008 durch den CAS bestätigt. Mit Entscheidung vom 22. November 2007 sprach der Doping-Ausschuss der FIS Pinter von allen Vorwürfen, die im Zusammenhang mit den Durchsuchungen der italienischen Polizei standen, frei. Gegen diese Entscheidung wendeten sich die WADA und das IOC im Dezember 2007 mit zwei unabhängig eingereichten Rechtsmitel an den CAS. Eine Anhörung der Parteien und deren entsprechenden Vertreter fand am 30. September 2008 in Lausanne statt.

Der CAS-Ausschuss unter dem Vorsitz von Professor Luigi Fumagalli (Italien) und der Schiedsrichter Herr Malcolm Holmes (Australien) und Dr. Martin Schimke (Deutschland) nahm einen Verstoß gegen Art. 2.6 FIS Anti-Doping Rules (Possession of Prohibited Substances and Methods) und gegen Art. 2.8 FIS Anti-Doping Rules (Administration or Attempted administration to any Athlete) an.

Als Folge des Schiedsspruches hat der CAS Jürgen Pinter für einen Zeitraum von 4 Jahre rückwirkend ab den 01. März 2006 gesperrt.

Quelle und vollständige Pressemitteilung vom 21. November 2008 auf www.tas-cas.com

Weitere Informationen: FIS Anti-doping rules (Stand 2009)


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TAS/CAS: FN legt Berufung ein

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat am Montag beim Court of Arbitration for Sport (CAS) Berufung gegen die Entscheidung des Tribunal der Fédération Equestre Internationale (FEI) vom 22. Oktober 2008 eingelegt.

Das Tribunal der FEI hatte den deutschen Springreiter Christian Ahlmann (Pferd: Cöster) aufgrund eines Verstoßes gegen Medikationsvorschriften (Substanz Capsaicin) während der Olympischen Sommerspiele in Peking mit einer Sperre von vier Monaten ab dem 21. August 2008 belegt.

Nach Ansicht der FN handelt es sich bei Ahlmanns Vergehen um ein Verstoß gegen Doping- und nicht um einen Verstoß gegen Medikationsvorschriften. Die FN begehrt daher eine Sperre von mindestens acht Monaten.

Quelle: Pressemitteilung vom 18.11. 2008 (tas-cas.com)

Weitere Informationen: focus.de

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TAS/CAS: Riccardo Ricco legt Berufung ein

Der Radrenn-Profi Riccardo Ricco hat beim Court of Arbitration for Sport (CAS) in Lausanne Berufung gegen die Entscheidung des Anti-Doping Tribunal des nationalen Olympischen Komitee Italiens (CONI) vom 02. Oktober 2008 eingelegt.

Nachdem der italienische Profi während der Tour de France 2008 positiv auf das EPO-Mittel CERA getestet wurde, wurde er vom CONI mit einer zwei-Jahres Sperre belegt.

Er begehrt eine Reduzierung der zwei-jährigen Sperre, weil er mit den zuständigen Behörden umfassend zusammen gearbeitet hat.

Pressemitteilung des TAS/CAS vom 17. November 2008

Quelle: tas-cas.org

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Atlético Madrid ruft CAS an

Der spanische Erstligist Club Atlético de Madrid hat -wie bereits angekündigt- Rechtsmittel gegen die Entscheidung des UEFA-Berufungssenats vom 31. Oktober 2008 beim Court of Arbitration for Sport (CAS) eingelegt.

Der Club begehrt die Aufhebung der Entscheidung des Berufungssenats (zwei UEFA-Champions-League Spiele unter Ausschluß der Öffentlichkeit und eine Geldstrafe in Höhe von 150.000 Euro) und beantragt in Anbetracht des bevorstehenden Spiels am 26. November in Madrid gegen PSV Eindhoven außerdem die Aussetzung der Saktion.

The Spanish football club Atlético de Madrid SAD, has filed an appeal with the Court of Arbitration for Sport (CAS) against the decision rendered by the UEFA Appeals Body on 31 October 2008. The Spanish club requests the annulment of the sporting sanction (two matches behind closed doors) and of the financial sanction (fine of EUR 150’000) and also requests that the sporting sanction be stayed, considering, in particular, the proximity of the next Champions League match in Madrid on 26 November 2008 against PSV Eindhoven. Further directions with respect to the arbitration procedure will be issued later by the tribunal in accordance with the Code of Sports-related Arbitration. The parties have the possibility of requesting an expedited procedure from the CAS should they want a final decision before 26 November 2008.

Mitteilung des CAS vom 04. November 2008 im Wortlaut

Quelle: tas-cas.org

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