Archiv für die Kategorie Reitsport

Stiftung Deutsche Sporthilfe setzt Förderung für Reiter aus

Pressemeldung der Stiftung Deutsche Sporthilfe vom 08. Juni 2009 im Wortlaut:

Mit einem Schreiben vom 4. Juni an alle geförderten A- und B-Kader-Mitglieder der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (DOKR) teilte die Stiftung Deutsche Sporthilfe mit, dass sie mit sofortiger Wirkung die Förderung für die betroffenen Athleten des DOKR bis auf weiteres anhält. „Wie uns das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei schriftlich mitteilte, wurden mit sofortiger Wirkung die A-, B- und B2-Kader der Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit aufgelöst, um alle Mitglieder dieser Nationalkader zunächst einer Prüfung der DOSB-Kommission zu unterziehen“, beginnt der gemeinsam von Dr. Michael Ilgner, geschäftsführender Vorstand, und Gerd Klein, Beauftragter des Vorstands, unterzeichnete Sporthilfe-Brief an die 24 betroffenen Athleten.

Die Sporthilfe hält sich dabei strikt an ihre Satzungsvorgaben und Förderrichtlinien. „Förderleistungen durch die Deutsche Sporthilfe setzen eine Kaderzugehörigkeit voraus, zudem unterstützt die Sporthilfe ausdrücklich den eindeutigen Weg des DOKR. Der Beschluss Ihres Verbandes hat daher auch ein Aussetzen der derzeitigen Sporthilfe-Förderung zur Folge, diese ruht somit mit sofortiger Wirkung“, heißt es in dem Brief wörtlich.

Um mögliche Härtefälle zu vermeiden, bietet die Sporthilfe den geförderten Athleten an, sich an sie zu wenden. [mehr]

Quelle und vollständige Pressemitteilung: www.sporthilfe.de

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FEI-Tribunal: Keine Suspendierung von Dr. Haring und Marco Kutscher

Lausanne/SUI (fn-press) Dr. Hanfried Haring (Sassenberg), Bureau-Mitglied der internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI), und Springreiter Marco Kutscher (Riesenbeck) sind nicht suspendiert.

Das entschied heute das FEI-Tribunal, das keine rechtliche Basis sah, den ehemaligen Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und den deutschen Olympiareiter Kutscher von allen internationalen Aktivitäten vorläufig auszuschließen. Die FEI hatte einen solchen Antrag auf Suspendierung am 28. Mai an das FEI-Tribunal gestellt. Ziel war es, Dr. Hanfried Haring, Marco Kutscher und Tierarzt Dr. Björn Nolting (Weilerswist) vorläufig zu suspendieren, solange bis die in den Vorfällen von Hongkong ermittelnde FEI-Ethik-Kommission eine Entscheidung getroffen hat. „Wir sind zufrieden, dass es nicht zu einer Suspendierung gekommen ist. Das Tribunal ist damit der Argumentation der deutschen FN gefolgt, die keine ausreichende rechtliche Grundlage für eine vorläufige Suspendierung gesehen hat“, sagte FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach. Während der Antrag auf vorläufige Suspendierung von Dr. Hanfried Haring und Marco Kutscher abgewiesen wurde, steht eine Entscheidung zu Dr. Björn Nolting noch aus, der bislang vom Tribunal noch nicht angehört wurde.

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung hatte die FEI am 3. Mai über die Vorfälle in der deutschen Mannschaft bei den Olympischen Spielen informiert. Aufgrund dieser Informationen richtete die FEI eine Ethik-Kommission ein, die sich seitdem mit den geschilderten Vorfällen in Hongkong befasst.

Quelle: www.pferd-aktuell.de

Die Pressemitteilung der FEI zur Entscheidung finden Sie hier.

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Reitsport: Spitzenkader der olympischen Disziplinen aufgelöst

Gremien der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) haben mit drastischen Maßnahmen auf die anhaltende Doping-Debatte im Reitsport und Ludger Beerbaums jüngsten Äußerungen reagiert.

Mit sofortiger Wirkung lösten FN-Präsidium und DOKR-Vorstand auf einer außerordentlichen Sitzung in Warendorf die Kader der olympischen Disziplinen (Springen, Dressur, Vielseitigkeit) auf. Außerdem wird Ludger Beerbaum bis auf Weiteres nicht mehr für die deutsche Nationenpreismannschaft aufgestellt. Beerbaum hatte gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung eingeräumt: „Im Lauf der Jahre habe ich mich darin eingerichtet, auszuschöpfen, was geht.“ Und: „In der Vergangenheit hatte ich die Haltung: Erlaubt ist, was nicht gefunden wird. Das ist heute nicht mehr aufrechtzuerhalten.“ (mehr dazu hier und hier)

Beerbaum reagierte auf die Kaderauflösung mit Verständnis, während er sich über seine Suspendierung etwas verägert zeigte. „Ich sehe viel Positives an der Entscheidung. Endlich werden alle Beteiligten von einer unabhängigen Kommission befragt und beurteilt.“

Sowohl Reiter als auch Verbandsfunktionäre sollen nun von einer unabhängigen Kommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) untersucht werden. Die DOSB-Kommission werde den Auftrag erhalten, die Situation zu analysieren und dem Verband anschließend Empfehlungen für ein weiteres Vorgehen zu geben. FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau begründete die Maßnahme auf einer Pressekonferenz mit den Worten: „Mit der Auflösung der Kader möchten wir einen wichtigen Schritt Richtung Glaubwürdigkeit unternehmen. Bevor ein Reiter wieder in den Kader aufgenommen werden kann, muss er sich der Sonderkommission stellen und sich zu seiner Einstellung sowie seinem Verhalten als Spitzenreiter äußern“.

Quellen:

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Ein Kommentar

Ehemalige Weltcup-Reiterin wegen Tierquälerei verurteilt

Das Landgericht in Kiel hat heute überraschend das Urteil gegen die wegen Tierquälerei angezeigte ehemalige Weltcup-Reiterin Christine W. gesprochen. Ein Jahr und neun Monate auf Bewährung erhielt die Dressurreiterin, außerdem wurde ein dreijähriges Tierhaltungsverbot ausgesprochen. Ebenso lange ist der 60-Jährigen der berufsmäßige Umgang mit Pferden verboten. Einzige Ausnahme: Handeln darf die Weltcupfinalistin auch weiterhin. Des weiteren muss sie 150 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten. Wie diese genau aussehen sollen, hat das Gericht noch nicht mitgeteilt. Im Anschluss an die Urteilsverkündung akzeptierte die Angeklagte das Urteil, das somit rechtskräftig ist. Am frühen Nachmittag hatte sie die Taten gestanden. [mehr]

Quelle: st-georg.de

Die Stellungnahme der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) zu dem Urteil des LG Kiel finden Sie hier.

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TAS/CAS: FN legt Berufung ein

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat am Montag beim Court of Arbitration for Sport (CAS) Berufung gegen die Entscheidung des Tribunal der Fédération Equestre Internationale (FEI) vom 22. Oktober 2008 eingelegt.

Das Tribunal der FEI hatte den deutschen Springreiter Christian Ahlmann (Pferd: Cöster) aufgrund eines Verstoßes gegen Medikationsvorschriften (Substanz Capsaicin) während der Olympischen Sommerspiele in Peking mit einer Sperre von vier Monaten ab dem 21. August 2008 belegt.

Nach Ansicht der FN handelt es sich bei Ahlmanns Vergehen um ein Verstoß gegen Doping- und nicht um einen Verstoß gegen Medikationsvorschriften. Die FN begehrt daher eine Sperre von mindestens acht Monaten.

Quelle: Pressemitteilung vom 18.11. 2008 (tas-cas.com)

Weitere Informationen: focus.de

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Das Pferd als „Leistungssportler“

Ein Überblick

Ende Oktober bekundete die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) nach Gesprächen mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) die Absicht, bis 2009 ein Kontrollsystem auch für den Reitsport einzurichten (mehr dazu hier). Damit käme die NADA auch dem Hilferuf von Seiten der 27 deutschen Turnierveranstalter nach.

In den letzten Wochen schienen die Diskussionen um das Thema Doping bzw. Medikation im Pferdesport nicht abreißen zu wollen. So schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung „Radsport und Reitsport haben mehr gemeinsam als den Anfangsbuchstaben und die Tatsache, daß man in beiden Disziplinen aus dem Sattel fliegen kann.“ Den Anstoß für den derzeitigen Aktionismus dürften die Medikationsfälle während der Olympischen Sommerspielen in Peking und die darauf folgenden Urteile, Einsprüche und Sperren gegeben haben. Am Dienstag legte die FN gegen die Entscheidung des Internationalen Reit-Verbandes ein FEI vom 22. Oktober Berufung beim Court of Arbitration for Sport (CAS) ein. Weitere aktuelle Medienberichte über Tierquälerei, wie beispielsweise der Artikel des Magazins „Der Spiegel“ unter dem Titel „Spritzen und Schweigen“ , schürten das brisante Thema weiter.

Bislang testete die FN bei Wettkämpfen die Tiere selbst. Die NADA, die für die Organisation und Durchführung von Dopingkontrollen bei Menschen außerhalb von Wettkämpfen (sog. Trainingskontrollen) zuständige Institution hier in Deutschland, führte die Kontrollen bei den Spitzenreitern durch.

Die Erweiterung auf ein umfassendes (Trainings-)Kontrollsystem auch für Pferde bringt neben dem Fortschritt im Anti-Doping-Kampf aber auch juristische und organisatorische Probleme mit sich, deren Lösungsfindung Zeit benötigen wird. Daher wird eine Einrichtung des Kontrollsystems nicht wie gewünscht bis März 2009 realisierbar sein. Zu bedenken ist auch, dass die NADA sich bei der Einrichtung eines solchen Systems als Vorreiter auf „Neuland“ begibt und daher hierbei nicht auf Erfahrungswerte anderer Anti-Doping-Agenturen zurückgreifen, weil auch im Ausland keine Zusammenarbeit mit dem Reitsport existiert.

Aus juristischer Sicht dürfte die Neuerstellung oder Überarbeitung des bestehenden Regelwerks eine interessante Aufgabe darstellen. Das jetzige Regelwerk unterscheidet pharmazeutische Substanzen nach verbotener Medikation A und B sowie Doping. Vielfach wird von einer nicht transparanten Rechtslage und einem unklaren Regelwerk gesprochen.

Auch die Forderung der Turnierveranstalter, daß ein Reiter für sein Pferd verantwortlich sein soll, bedarf einer näheren Konkretisierung. Die Turnierveranstalter schreiben in ihrem Forderungungskatalog (hier) unter „Medikation / Doping“ Ziffer 1 folgendes: Die Verantwortung für das Pferd liegt ausschließlich beim Reiter. Wie weit soll jedoch diese Verantwortung reichen, wenn man bedenkt, daß Ross und Reiter z.B. schon allein während der Anreisezeit zu einem Wettkampf getrennt sind? Ist der Reiter auch dafür verantwortlich, was während der nächtlichen Ruhe in dem Stall passiert, in dem das Pferd während der Wettkämpfe untergebracht ist?

Aus organisatorischer und finanzieller Hinsicht sind ebenfalls noch offene Fragen zu klären, wie z.B. die Übernahme der dafür veranschlagten Kosten.

Armin Baumert, Vorstandsvorsitzender der NADA, spricht angesichts der Anzahl der Turniere (3500 deutsche Turniere) und der Pferde, die jählich an Turnieren teilnehmen, von einer Begrenzung des Testpools auf den Spitzensport. „3000 Turnierpferde können wir nicht schaffen“. Eine Definition des Spitzensports muß jedoch noch vorgenommen werden.

Weiter gibt Baumert zu Bedenken, daß bisher Tierärzte die Proben im Reitsport durchgeführt haben,„deshalb kommen unsere Kontrolleure dafür nicht in Betracht“.

Die Analysen der Proben könnten anschließend im Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule Köln durchgeführt werden. Bereits in den 80er Jahren gab es Vereinbarungen auf Dopingtests mit der Direktion für Vollblutzucht, dem Verband der Traber und auch mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. In einem Interview mit sport.ard erläutert der Institutsleiter Prof. Dr. Wilhelm Schänzer Dopingmittel und -methoden im Pferdesport. Ebenso geht Schänzer auf den Sinn und Inhalt eines geforderten Medikationsbuches ein.

Quellen und weitere Informationen:

  • sueddeutsche.de vom 03.11.2008
  • faz-net.de vom 28.10.2008
  • rp-online.de vom 06.11.2008
  • sport.ard
  • FOCUS-Interview „Pferde springen nicht von allein“ von Axel Wolfsgruber (17.11.2008)
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung „Alarm in Parcours“ von Evi Simeoni (18.11.200)

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NADA: Kontrollsystem für den Pferdesport

Wie die Deutsche Presse Agentur (dpa) am Donnerstag mitteilte, will die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) bis März 2009 ein Kontrollsystem für den Pferdersport in Deutschland einrichten.

Armin Baumert, Vorstandsvorsitzender der NADA, sagte im Gespräch mit der dpa: „Wir sollten den Ehrgeiz haben. Und wenn ich optimistisch bin, schaffen wir es auch“.

Anfang der Woche sind Gespräche mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) geführt worden in den vereinbart worden sein soll, daß die NADA zusätzlich zu den Kontrollen der Reiter in Zukunft auch unangemeldete Trainingskontrollen bei Pferden übernehmen werde. Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden der NADA werden die Kosten dafür zunächst mit 200 000 Euro veranschlagt.

Noch vor Weihnachten sollen erste Gespräche über die Schaffung eines effektiven Kontrollsysmtems mit Experten und Tierärzte geführt werden. Denkbar wäre auch die Übernahme der Kontrollen durch das Unternehmen PWC, das die Trainingskontrollen im Auftrag der NADA im Humansport abwickelt. Armin Baumert gab zu Bedenken, daß die Kontrollen von 3000 Turnierpferde nicht übernommen werden kann. Auch aus ökonomischen Gründen soll daher eine Eingrenzung der in den Testpool aufzunehmenden Pferde vorgenommen werden.

Quelle: krankenkassen.de

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