Beiträge getaggt mit Anti-Doping-Richtlinien

NADA-Justitiarin über das „Nichtvorhandensein von Kenntnissen“

Seit 2006 ist Anja Berninger Justitiarin der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) Deutschland. In einem interessanten Gespräch mit der FAZ-Net spricht die Juristin über den Fall TSG 1899 Hoffenheim, den Geprächsbedarf mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und über die teilweise mangelnden Kenntnisse der Personen, die für den Dopingkontrollablauf in den deutschen Bundesliga-Vereinen zuständig sind.

Frau Berninger, 75.000 Euro Geldstrafe für 1899 Hoffenheim, 2.500 Euro für den Dopingbeauftragten des Vereins, weil Andreas Ibertsberger und Christoph Janker am 7. Februar nach dem Spiel gegen Mönchengladbach rund zehn Minuten nach den Gladbacher Spielern zur Dopingprobe erschienen. Ist das Urteil angemessen?

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Das Urteil ist konsequent. Es war richtig, kein Verfahren gegen die Spieler einzuleiten, sondern gegen den Verein und das Betreuungspersonal. Das haben auch die Aussagen in der Verhandlung bestätigt. Das Urteil nehmen wir so zur Kenntnis, es bewegt sich im Bereich des Möglichen und ist sicherlich auch korrekt begründet. (…)

Gehört zu den neuen Erkenntnissen auch, dass die Antidoping-Richtlinien im Fußball gelegentlich leger ausgelegt werden?

Ich war ein wenig überrascht über die Kenntnisse über Anti-Doping-Bestimmungen und Verfahrensbestimmungen. . .

. . . die fehlenden Kenntnisse, meinen Sie.

Richtig, das Nichtvorhandensein von Kenntnissen. Darüber gibt es Gesprächsbedarf mit dem DFB. Die Personen, die für den Dopingkontrollablauf in den Vereinen und beim DFB zuständig sind, müssen über diese Kenntnisse verfügen.

Quelle und vollständiges Gespräch: www.faz-net.de

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DFB-Sportgericht: 75.000 Euro Geldstrafe für 1899 Hoffenheim

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) unter Vorsitz von Hans E. Lorenz hat den Bundesligisten 1899 Hoffenheim zu einer Geldstrafe von 75.000 Euro wegen des Verstoßes gegen die Anti-Doping-Richtlinien des DFB verurteilt. Darüber hinaus wurde der Hoffenheimer Dopingbeauftragte Peter Geigle mit einer Geldstrafe von 2500 Euro belegt. Bereits vor den Plädoyers des DFB-Kontrollausschuss-Vorsitzenden Dr. Anton Nachreiner und der Hoffenheimer Anwälte hatte Borussia Mönchengladbach seinen Einspruch gegen die Wertung des Bundesliga-Heimspiels gegen Hoffenheim (1:1) am 7. Februar 2009 zurückgezogen. (…)

Hans E. Lorenz nannte als Gründe für die Bestrafung von Hoffenheim: „Die Beweisaufnahme hat ergeben, dass in diesem konkreten Fall kein klassisches Dopingvergehen – wie zum Beispiel Sportbetrug, Einnahme verbotener Stoffe zur Leistungssteigerung, Anwendung einer verbotenen Behandlungsmethode oder die Weigerung, sich einer Kontrolle zu unterziehen – vorliegt. Vielmehr handelt es sich um einen fahrlässig begangenen Verstoß gegen die Anti-Doping-Richtlinien des DFB, der auf einen Fehler des Hoffenheimer Dopingbeauftragten zurückzuführen ist. Dieser Fall stellt sich nicht als schwerwiegend im Sinne des § 7 Nr. 4 der DFB-Rechts- und Verfahrensordnung dar, so dass ein Punktabzug aus tatsächlichen und rechtlichen Gründen nicht in Frage kam.“

Weiter äußerte Lorenz: „Wir wollten den Fall weder bagatellisieren noch dramatisieren, um damit die eigene Glaubwürdigkeit im Kampf gegen das Doping zu unterstreichen. Es gibt keinerlei Zweifel, dass der DFB konsequent gegen Doping vorgehen und alle Regeln einhalten wird.“ [mehr]

Quelle: www.dfb.de

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DFB: A-Probe von David Solga positiv

Mittelfeldspieler David Solga vom SV Wacker Burghausen wurde bei der Dopingkontrolle im Anschluss an das Meisterschaftsspiel der 3. Liga zwischen Burghausen und dem SSV Jahn 2000 Regensburg am 4. Oktober 2008 positiv auf das Stimulanzium Methylpseudoephedrine als Metabolit von Metamfepramon getestet. Dies ergab die Auswertung der A-Probe des 26-Jährigen, der in der Partie gegen Regensburg, die 1:0 für die Gäste endete, in der Halbzeitpause ausgewechselt worden war.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den Spieler und seinen Verein am heutigen Dienstag über die positive A-Probe informiert. Gemäß der Anti-Doping-Richtlinien haben der Vorstand des Vereins und der positiv getestete Spieler 48 Stunden Zeit, eine Zweitanalyse anhand der B-Probe zu beantragen.

Die Anti-Doping-Kommission des DFB hat den DFB-Kontrollausschuss über das Vorliegen der positiven Probe informiert.

DFB-News vom 04. November 2008 im Wortlaut.

Quelle: dfb.de

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