Beiträge getaggt mit BDR

Philip Schulz relativiert Vorwürfe gegen BDR

Offzielle Pressemitteilung vom 10. Februar 2009

 

In der ARD- Sportschau am 8. Februar und in der Sendung Sport inside im WDR am 9. Februar 2009 habe ich mich unter anderem zu der Behauptung eines mir bekannten Radsportlers über den Umgang des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) mit seiner Dopingprobe geäußert. Hierzu stelle ich Folgendes klar:

1. Einzelne meiner Äußerungen in den genannten Sendungen wurden offenbar – insbesondere in der anschließenden öffentlichen Berichterstattung – dahin gehend missverstanden, ich hätte behauptet, ein Mitarbeiter des BDR hätte mit einem gedopten Sportler mit dem Ziel der Verschleierung des Dopingvergehens zusammengearbeitet. Hierzu stelle ich klar: Dies habe ich nicht behauptet.

2. Ich habe wahrheitsgemäß berichtet, was ein anderer Radsportler mir gegenüber sowie gegenüber einem weiteren Zeugen behauptet hat. Darin ging es um die Einnahme des Hormons HCG zu Dopingzwecken durch den besagten Sportler im Sommer 2007 und um die anschließende Aufforderung des BDR, ein Attest vorzulegen.

3. Der BDR stellte mir am heutigen 10. Februar Unterlagen zu dem fraglichen Vorgang zur Verfügung. Hieraus ergibt sich unter anderem, dass der BDR auf Hinweis des zuständigen Dopinglabors dem betroffenen Athleten empfahl, die Ursache der erhöhten Konzentration an HCG zu klären und zu diesem Zwecke den Hausarzt/Urologen aufzusuchen und dem BDR umgehend die Untersuchungsergebnisse zukommen zu lassen.

4. Der von mir zitierte Radsportler ließ keinen Zweifel daran, dass er das Hormon HCG tatsächlich zu Dopingzwecken eingenommen habe und berichtete über ein anschließendes Telefonat mit einem Mitarbeiter des BDR. Ich kann – zumal angesichts des sonstigen Verhaltens des Radsportlers – nicht ausschließen, dass der Radsportler mir und anderen gegenüber in Bezug auf die angeblichen telefonischen Aussagen des Mitarbeiters des BDR ganz oder teilweise die Unwahrheit sagte oder den Inhalt des angeblichen Telefonates unter Verschweigen des begleitenden Briefwechsels unvollständig und damit falsch darstellte.

5. In meinem laufenden sportgerichtlichen Revisionsverfahren vor dem Bundesrechtsausschuss des BDR habe ich umfangreiche Aussagen über die Dopingpraktiken anderer Radsportler getroffen. Mein Ziel ist es einerseits, durch diese Aussagen die Anwendung der Kronzeugenregelung in meinem Verfahren zu ermöglichen, andererseits die zuständigen Verbände und Organisationen, insbesondere den BDR, die NADA und die WADA in ihrem Anti-Dopingkampf zu unterstützen. Zu diesem Zwecke bin ich weiterhin bereit, mit den genannten Organisationen bestmöglich zusammenzuarbeiten und mein Wissen über Dopingpraktiken im Radsport umfassend zur Verfügung zu stellen. Den BDR oder seine Mitarbeiter habe ich in diesem Zusammenhang nicht beschuldigt. Dies war und ist auch nicht meine Absicht.

Krickenbach, den 10. Februar 2009

Philip Schulz

Quelle: www.emotionexplosion.de

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BDR erstattet Strafanzeige

Berlin (dpa) – Nach den Vorwürfen des Amateur-Fahrers Philip Schulz hat der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) wie angekündigt Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen Verdachts der Beleidigung, der üblen Nachrede und der Verleumdung erstattet.

Schulz hatte in zwei Fernsehbeiträgen über Doping-Praktiken im Amateurbereich berichtet und einen Mitarbeiter der BDR-Geschäftsstelle indirekt der Mittäterschaft bezichtigt. [mehr hier] «Dieser Vorwurf ist absurd», betonte BDR-Generalsekretär Martin Wolf. «Die Geschäftsstelle des BDR setzt konsequent um, was die Anti- Doping-Regeln von WADA und NADA beinhalten.»

Schulz hatte berichtet, dass ein BDR-Mitarbeiter einem 2007 positiv auf das Hormon hCG getesteten Radsportler empfohlen haben soll, «sich ein Attest auf Hodenkrebs zu besorgen, um so einer Dopingstrafe zu entgehen». [mehr]

Quelle und vollständiger Artikel: www. sueddeutsche.de

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Jahresdopingbericht DOSB/NADA

Der interne Jahresdopingbericht, den der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) gemeinsam mit der Nationalen Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) erstmalig erstellt hat, weist einem Artikel im Berliner Tagesspiegel zufolge gravierende Mängel in den deutschen Sportverbänden bei der Dopingbekämpfung auf. Aus dem 139-seitigen Bericht soll hervorgehen, daß ein Fünftel der Fachverbände die allgemeingültigen Kriterien nicht erfüllen. Dazu zählen auch der Bund Deutscher Radfahrer, der Deutsche Eishockey-Bund und der Deutsche Motorsportbund.

Der Kurs des Anti-Doping-Kampfes des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) und des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) habe dagegen Bestnoten erhalten.

Die Stellungnahme des Deutschen Eishockey-Bundes dazu finden Sie hier.

Quelle und vollständer Artikel: www.tagesspiegel.de (20.11.2008)

Deuschlandfunk Sendung Sport Aktuell, Podcast „Erster Jahresdopingbericht 2008 weist Mängel auf“ (14.11.2008)

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Sportausschuss berät morgen über Haushaltssperre für den BDR

Am Mittwoch den 12. November 2008 wird im Sportausschusses des Deutschen Bundestages über die Empfehlung einer Sperre von Geldern für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) abgestimmt. Im Vorfeld zeichnet sich laut Medienberichten eine Ablehnung des Antrags ab.

Dr. Peter Danckert (SPD), Vorsitzender des Bundestags-Sportauschusses, erklärte, es müsse jetzt geprüft werden, ob das Bundesinnenministerium (BMI) in letzter Zeit den „laxen Umgang“ des BDR in der Dopingbekämpfung hingenommen habe.

Nach derzeitigem Stand gibt es für die sportpolitischen Sprecher der CDU/CSU und der FDP keine hinreichende Gründe die Haushaltsmittel für den BDR zu sperren.

So erklärte Detlef Parr, sportpolitscher Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion in einer Pressemitteilung vom 11. November 2008:

Die FDP-Bundestagsfraktion lehnt eine Streichung oder eine Sperrung der Haushaltsmittel für den Bund Deutscher Radfahrer ab. Die Forderungen der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen sind nicht haltbar, widersprechen dem Gebot der Verhältnismäßigkeit und dem Übermaßverbot und haben nichts mit verantwortungsvoller Politik zu tun. (…)
Der BDR bekämpft Doping auf verschiedenen Ebenen: Prävention, Kontrollen und gegebenenfalls Sanktionen bilden die drei Säulen eines Anti-Doping-Programms, das schon sehr früh versucht, den Nachwuchs zu erreichen und mit einzubeziehen.
Der Sportausschuss, die NADA (Nationale Anti-Doping-Agentur) und der BDR sollten die morgige Sitzung dafür nutzen, gemeinsam nach Lösungen zu suchen und darüber zu beraten, wie eine solche Situation wie in Siegen in Zukunft vermieden werden kann und der BDR wie auch die anderen Sportfachverbände in ihren Bemühungen um einen dopingfreien Sport weiter gestärkt werden können.

[mehr]

CDU-Politiker Klaus Riegert : „Es sind keine konkreten Versäumnisse dokumentiert, die nach harten Konsequenzen schreien.“

Der Vorsitzende des Sportausschusses fordert eine genauere Aufsicht durch das BMI. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa erklärte Dr. Danckert: „Das BMI muss verpflichtet werden, rechtzeitig Alarm zu schlagen, wenn Fachverbände wie der BDR aus finanziellen Gründen ihre Dopingkontroll-Verpflichtungen nicht erfüllen können. In solchen Fällen muss der Bund gegebenenfalls mit ergänzenden Haushaltsmitteln aushelfen.“

Der Sportausschuss wird nach Beratung in öffentlicher Sitzung eine Empfehlung für die Haushaltspolitiker abgeben, die das letzte Wort über die Aufnahme einer einfachen oder qualifizierten Sperre in den Haushaltsplan haben. Darüber wird in der sogenannten Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses entschieden, die am 20. November stattfinden soll.

Quellen und ausführlichere Informationen dazu:

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Piepoli positiv, Schumacher unter Dopingverdacht

Die ersten Ergebnisse der Nachuntersuchungen der Tour de France-Proben durch die Französiche Anti-Doping Agentur (AFLD) liegen offenbar vor.

Das Nationale Olympische Komitee Italien (CONI) gab gestern offiziell bekannt, daß der italienische Radrennprofi Leonardo Piepoli während der diesjährigen Tour de France zweimal (4. und 15. Juli) positiv auf CERA getestet worden ist. Piepoli sei diesen Freitag zu einer Anhörung geladen. Der Radprofi hatte am 14. Juli die 10. Etappe der Tour de France gewonnen. Das komplette Team Saunier Duval-Scott trat die 12. Tour-Etappe nicht mehr an, nachdem kurz zuvor Riccardo Riccò positiv getestet worden war und Piepoli den CERA-Konsum eingestanden hatte. Wenige Tage später löste der Hauptsponsor Saunier Duval sein Engagement auf.

Auch der deutsche Radsport bleibt vom Nachbeben der Nachuntersuchungen nicht unberührt. Stefan Schumacher vom Team Gerolsteiner soll ebenfall positiv auf die EPO-Variante CERA getestet worden sein. Der deutsche Profi hatte während der Tour der France 2008 zwei Mal ein Zeitfahren gewonnen und war zwischenzeitig Träger des gelben Trikots gewesen. Teamchef Hans-Michael Holczer: „Ich habe eine Bestätigung von Christian Prudhomme erhalten, dass Stefan Schumacher positiv auf CERA getestet worden ist“. Daraufhin habe er den Radrennprofi umgehend suspendiert.

Bereits am frühen Abend hatte die Online-Ausgabe der französichen Sportzeitschrift „L´Équipe“  über die positiven Befunde bei Piepoli und Schumacher berichtet. (hier)

Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) plant die Einleitung eines Verfahrens gegen Schumacher. BDR-Präsident Rudolf Scharping erklärte gegenüber der Deutschen Presseagentur dpa.: „Das Präsidium wird heute einen vorsorglichen Beschluss per Telefon herbeiführen, um das Verfahren sofort einleiten zu können, sobald die Unterlagen da sind“. Neben der „höchstmöglichen Sperre“ (Rudolf Scharping) von zwei Jahren soll auch eine Geldstrafe und Schadensersatzforderung geprüft werden. Schumacher wird von Rechtsanwalt Michael Lehner vertreten.

Die Nationale Anti-Doping Agentur Deutschland (NADA) hat von der AFLD einen entsprechenden Bericht über die Nachuntersuchungen erhalten. Äußerungen zu Vorgängen oder Personen seien aber noch nicht möglich, so Ulrike Spitz (Leitung Kommunikation) gegenüber der dpa.

Quellen:

UPDATE (07.10.2008 13:00 Uhr): Aufgrund der sich ständig aktualisierenden Nachrichten zum Thema „Doping bei Tour de France 2008“, verweise ich für weitere Informationen und Links auf dem SPORTRECHT live-ticker.

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BDR: Beschluss gegen Fumic-Brüder aufgehoben

BDR-Mitteilung vom 27.06.2008 im Wortlaut:

Urteil gegen Fumic-Brüder aufgehoben
Der Bundesrechtsausschuss des Bundes Deutscher Radfahrer hat den Beschluss des Bundessportgerichts vom 11.04.2008, in dem die beiden MTB-Fahrer Manuel Fumic und Lado Fumic mit jeweils einer Sperre von drei Monaten wegen eines zweiten Verstoßes gegen die “missed-test policy“ der NADA im Quartal I / 2008 belegt wurden, aufgehoben.

Am 11.04.2008 wurde ebenfalls durch das Bundessportgericht eine öffentliche Verwarnung wegen des ersten Verstoßes – nicht ordnungsgemäße Abgabe der so genannten „whereaboout information“- im Quartal IV / 2007 ausgesprochen.

Der Bundesrechtsausschuss kam zur Erkenntnis, dass in diesem Fall die erste Stufe der Bestrafung, den Sportler zu regelkonformen Verhalten aufzufordern und von weiteren Meldepflichtverstößen abzuhalten, keine Funktion mehr gehabt habe. Die dreimonatige Sperre war somit unabhängig der Frage nach der Berechtigung des Sachverhalts aufzuheben.

Das jeweilige Revisionsverfahren der beiden Brüder im Hinblick auf die öffentliche Verwarnung wegen der nicht ordnungsgemäßen Abgabe im Quartal IV / 2007 ist bisher noch nicht abgeschlossen.

Quelle: rad-net.de

Lesen Sie mehr dazu hier.

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Fumic Brüder: „Kein Doping-Vergehen…“

Wie bereits im Vorfeld berichtet („Es droht das Aus… „), wurden Lado und Manuel Fumic wegen wiederholter Verstöße gegen die Meldeauflagen der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) vom Bundessportgericht des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) verwarnt und für drei Monate gesperrt. Die Sperre ist noch nicht rechtskräftig. Der Radsportverband teilte heute mit, daß die beiden Sportler fristgerecht Revision gegen die jeweiligen Urteile des Bundessportgerichts beim Bundesrechtsausschuss des BDR eingelegt haben. Durch die Einlegung der Revision wird die Sperre bis zur rechtskräftigen Entscheidung ausgesetzt.

In einer umfangreichen Pressemitteilung äußerten sich nun auch die beiden Brüder u.a. zu den Darstellungen in den Medien.

Auszüge aus der Pressemitteilung von Lado und Manuel Fumic vom 28.04.2008 im Wortlaut:

Die Darstellung des Bundes deutscher Radfahrer, der für die Lizenzierung von Profi-Radfahrern in Form eines Monopolverbandes zuständig ist, ist in vielen Teilen falsch. Unter dem Begriff eines Dopingvergehens wird aus der Sicht des Durchschnittspublikums weltweit verstanden, dass ein Sportler gedopt hat, d.h. verbotene Substanzen zur Leistungssteigerung eingenommen hat oder die nötigen Tests verweigert oder schuldhaft vereitelt hat.

Dies ist nachweislich bei Lado und Manuel Fumic nicht der Fall. Auf gezielte Nachfrage klärt der Radsportverband dies auch auf, lässt aber die missverständliche Darstellung eines angeblichen Dopingvergehens trotzdem öffentlich im Raum stehen.

Aus diesem Grund, und um nicht einen zusätzlichen Ruf- und Imageschaden als Sportler hinnehmen zu müssen, klären die Brüder den Sachverhalt auf. (…)

(…) „Wir unterstützen den Kampf gegen Doping in unserem konkreten Handeln seit je her und lehnen jegliche Manipulation an und in unserem Sport entschieden ab, wie wir auch das unbedingte Erfordernis anerkennen, dass Kontrollen zur Wahrung der Chancengleichheit im Wettkampf unabdingbar notwendig sind. Die Beachtung rechtsstaatlicher Grundprinzipien und die Wahrung der Verhältnismäßigkeit der Mittel sollte hierbei jedoch eingehalten werden. Die Kontrollen sollten einer gewissen Diskretion in der konkreten Durchführung unterliegen, die auch selbständigen Sportlern in ihrer Lebensführung gerecht wird. Alle Sportler grundsätzlich unter Generalverdacht zu stellen und für Jedermann sonst völlig außer jeder Diskussion stehende Rechte zu ignorieren ist jedoch nicht der richtige Weg zum sauberen Sport. Dies ist nicht das Modell, das einer jungen Generation zum Verständnis von einer menschenfreundlichen und lebenswerten Gesellschaft vorgelebt werden sollte“, so beide Radprofis, die gerade mitten in der Olympia-Qualifikation für Peking stehen.

Seit Monaten suchen die beiden Brüder das Gespräch mit dem Bund deutscher Radfahrer und der NADA, um Verbesserungen bei den Abläufen einzubringen, in einem Klima der aktuellen Dopinghysterie leider ohne Erfolg. Zur Klärung des Sachverhaltes muß nun der ordentliche Gerichtsweg eingeschlagen werden.

Vollständige Pressemitteilung: Offizielle Website der Fumic Brothers

Weitere Quellen: Bund Deutscher Radfahrer News

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