Beiträge getaggt mit Dopingkontrolle

DFB: Verfahren gegen Hoffenheimer Spieler vorläufig eingestellt

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) stellt das gegen die Hoffenheimer Spieler Andreas Ibertsberger und Christoph Janker eingeleitete Ermittlungsverfahren mit Zustimmung des DFB-Sportgerichtes gemäß § 5 Nr. 5., Absatz 1 der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB vorläufig ein, wird jedoch Anklage gegen 1899 Hoffenheim und den Dopingbeauftragten des Vereins, Peter Geigle, beim DFB-Sportgericht erheben und eine mündliche Verhandlung beantragen.

Das Verfahren gegen Ibertsberger und Janker ist zunächst einzustellen, weil der Tatbestand der Weigerung bzw. Versäumnis einer Dopingkontrolle nach Aufforderung ihnen nicht nachgewiesen werden kann. Denn nach den bisherigen Ermittlungen des DFB-Kontrollausschusses haben die beiden Spieler nicht schuldhaft gegen § 8 Nr. 3. a) der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB und § 2 Nr. 3. und § 7. Nr. 1., Abs. 2 der Anti-Doping-Richtlinien des DFB in Verbindung mit den Artikeln 7 und 46 Nr. 1. des FIFA-Anti-Doping-Reglements verstoßen. Sollten sich nach der mündlichen Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht aber neue, bislang nicht bekannte Schuldvorwürfe gegen Ibertsberger und Janker ergeben, wird der DFB-Kontrollausschuss umgehend das Verfahren gegen die beiden Spieler wieder aufnehmen. (…)

Das Ermittlungs-Ergebnis des DFB-Kontrollausschusses stellt sich danach wie folgt dar:

Andreas Ibertsberger und Christoph Janker wurden in der Halbzeit des Bundesligaspiels am 7. Februar 2009 in Mönchengladbach ordnungsgemäß, also in Anwesenheit des Hoffenheimer Dopingbeauftragten, zur Dopingkontrolle ausgelost. Ihre Namen wurden gemäß den Vorschriften in der 75. Minute der Begegnung durch Öffnung der bis dahin versiegelten Umschläge, wiederum in Anwesenheit des Hoffenheimer Dopingbeauftragten, bekannt gegeben. Nach der von dem Assistenten des DFB-Doping-Kontrollarztes ausgefüllten Anwesenheitsliste erschienen die beiden Hoffenheimer Profis neun bzw. zehn Minuten später als die Gladbacher Spieler im Doping-Kontrollraum. Nach ihren eigenen Angaben und nach den Aussagen von Zeugen sind die beschuldigten Ibertsberger und Janker erst in der Hoffenheimer Mannschaftskabine über ihre Auslosung zur Dopingkontrolle informiert worden und nicht, wie vorgeschrieben, schon unmittelbar nach Schlusspfiff auf dem Spielfeld.

Der Hoffenheimer Dopingbeauftragte Peter Geigle hatte es versäumt, Ibertsberger und Janker unmittelbar nach Spielende über deren Auslosung zur Dopingkontrolle zu informieren. [mehr]


Quelle und vollständige Mitteilung: www.dfb.de

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DFB: A-Probe von David Solga positiv

Mittelfeldspieler David Solga vom SV Wacker Burghausen wurde bei der Dopingkontrolle im Anschluss an das Meisterschaftsspiel der 3. Liga zwischen Burghausen und dem SSV Jahn 2000 Regensburg am 4. Oktober 2008 positiv auf das Stimulanzium Methylpseudoephedrine als Metabolit von Metamfepramon getestet. Dies ergab die Auswertung der A-Probe des 26-Jährigen, der in der Partie gegen Regensburg, die 1:0 für die Gäste endete, in der Halbzeitpause ausgewechselt worden war.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den Spieler und seinen Verein am heutigen Dienstag über die positive A-Probe informiert. Gemäß der Anti-Doping-Richtlinien haben der Vorstand des Vereins und der positiv getestete Spieler 48 Stunden Zeit, eine Zweitanalyse anhand der B-Probe zu beantragen.

Die Anti-Doping-Kommission des DFB hat den DFB-Kontrollausschuss über das Vorliegen der positiven Probe informiert.

DFB-News vom 04. November 2008 im Wortlaut.

Quelle: dfb.de

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Peking 2008: Dopingbilanz

OLYMPIA 2008

Während der Kontrollperiode bei den olympischen Sommerspielen in Peking, die vom 27. Juli bis 24. August andauerte, wurden insgesamt 4770 Dopingtests durchgeführt. Verglichen mit den in Athen 2004 durchgeführten Dopingkontrollen entspricht dies einer Erhöhung um 32,5 %. Die Tests wurden in 41 Doping-Kontrollstellen durchgeführt, 34 davon befanden sich in Peking und 7 in den Co-Gastgeber Städten.

Von den 4770 durchgeführten Kontrollen waren 3801 Urintestest und 969 Bluttest. 817 Urintests wurden auf Erythropoetin (EPO) und 471 Bluttests auf Wachstumshormone analysiert.

Bislang sind 10 positive Dopingergebnisse bekannt.

Maria Isabel Moreno, Jong Su Kim, Thi Ngan Thuong Do, Fani Chalkia, Liudmyla Blonska, Igor Razoronov

Zwei der Athleten verloren ihre Medaillen.

Wie die FEI in einer Mitteilung vom 27. August 2008 bekanntgab, ergaben die Analysen der B-Proben der getesteten Pferden von Christian Ahlmann (Cöster), Bernardo Alves (Chupa Chup), Denis Lynch (Latinus) und Tony Andre Hansen (Camiro) ebenfalls ein positives Ergebnis.

Quelle: IOC (olympic.org)

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Hockey: Freisprüche trotz positiver Dopingproben

Einer Olympiateilnahme der spanischen Hockey-Nationalmannschaft in Peking war bereits gesichert, als im April diesen Jahres während des olympischen Hockey-Qualifikationsturniers in Baku (Aserbaidschan) zwei spanische Nationalspielerinnen nach einer Dopingkontrolle positiv auf reines Ecstasy getestet werden. Dem Olympiasieger von Barcelona 1992 drohte der Ausschluss von weiteren Spielen. Das Land des Organisators des Qualifikationsturnier  – Aserbaidschan – wäre dafür in Peking nachgerückt. Bereits beim Abendessen vor dem letzten Gruppenspiel kam es zu einen seltsamen Vorfall: der Großteil der spanischen Hockeydelegation klagte über Unwohlsein. Im Nachhinein wurde über den Verlust der Orientierung und Halluzianationen berichtet.

Der spanische Hockey-Verband (RFEH) zweifelte nicht an seinen Athletinnen und vermutete einen Anschlag. Einen solchen erfolgreich nachzuweisen, stößt jedoch an äußerst schwierige Hürden und gelingt selten.

„Strafen dürfen (…) nur aufgehoben oder abgemildert werden, wenn es sich um sogenannte „Specified Substances“ handelt – oder wenn der Athlet den schwierigen Beweis erbringt, dass er die Substanz unverschuldet und auch nicht fahrlässig aufgenommen hat“, so Hans Geyer, Dopingforscher.

In den benannten Fällen ist eine erfolgreiche Beweisführung gelungen. Am 18. Juli 2008 gab die zuständige Kommission des internationalen Hockey-Verbandes (IHF) bekannt, die beiden Atheletinnen trotz positiver Dopingproben eines Dopingvergehens freigesprochen zu haben.

Mitteilung der IHF im Wortlaut:

The International Hockey Federation (FIH) advises as follows the outcome of the hearing of the FIH Judicial Commission regarding the anti-doping tests of two Spanish players which took place during the Women’s World Hockey Olympic Qualifier in Baku, Azerbaijan, in April 2008:

  • Player Gloria Comerma – tested on 18 April 2008
    The FIH Judicial Commission found that there was an anti-doping rule violation but that she established that there was no fault or negligence on her part so there is no requirement to impose a sanction.
  • Second Spanish player – tested on 20 April 2008
    The FIH Judicial Commission found that no anti-doping rule violation has been committed.

Following the decision of the FIH Judicial Commission, the FIH considers the cases as closed and no other communication will be made.

Quellen:

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Einigung zwischen DEB und NADA

Auf Vermittlung des Generaldirektors des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Michael Vesper und Justitiar Holger Niese kamen gestern Vertreter des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) und der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) in Frankfurt zusammen, um eine einvernehmliche Lösung für den derzeitigen Konflikt zu finden.

Zu dem Gespräch im Frankfurter Flughafen trafen sich von Seiten des DEB Vizepräsident Uwe Harnos, Generalsekräter Franz Reindl und von Seiten der NADA Kuratoriumsvorsitzender Hans Michael Hölz, Vorstandsvorsitzendes Armin Baumert, Geschäftsführer Dr. Christoph Niessen und Justitiarin Anja Berninger sowie Christa Thiel als Sprecherin der Spitzenverbände.

In einer Mitteilung vom 16. Mai 2008 gab der DOSB folgendes Ergebnis des Gespräches bekannt:

Beide Seiten verabreden für die Zukunft eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit und verständigen sich auf folgende Maßnahmen:

1. DEB und NADA stimmen darin überein, dass Florian Busch am 06. März 2008 eine von der NADA veranlasste Dopingkontrolle verweigert hat. Das Dopingvergehen einer verweigerten Kontrolle ist laut NADA- und WADA-Code mit grundsätzlich einer Sperre von mindestens einem Jahr zu sanktionieren.

2. DEB und NADA nehmen zur Kenntnis, dass die WADA Rechtsmittel beim adhoc–Schiedsgericht des DOSB eingelegt hat. Beide Parteien werden den Spruch dieses Schiedsgerichts selbstverständlich anerkennen und umsetzen.

3. Bis zur Entscheidung des Schiedsgerichtes wird der DEB ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und jegliches Präjudiz den Eishockeyspieler Florian Busch nicht in der Nationalmannschaft einsetzen.

4. Die NADA nimmt zur Kenntnis, dass die zwischen dem DEB und der Deutschen Eishockey Liga (DEL) geschlossene Kooperationsvereinbarung möglicherweise nicht ausreicht, um Sanktionen wegen Dopingvergehen für den Spielbetrieb der DEL durchzusetzen. Der DEB sagt zu, eine Änderung der Kooperationsvereinbarung mit der DEL anzustreben, die einen Durchgriff der Sanktionierung von festgestellten Dopingvergehen auch für den Spielbetrieb der DEL erlaubt. Angestrebt wird eine Vereinbarung zwischen NADA, DEB und DEL.

5. Der DEB wird künftig alle Kader-Spieler fristgerecht für den NADA-Testpool melden. Das gilt ausdrücklich auch für solche Spieler, die im Ausland spielen.

6. Der DEB wird den NADA-Code unverzüglich in seine Regelwerke integrieren und seine Athleten zusätzlich mittels Athletenvereinbarung daran binden. Die entsprechende Satzungsänderung war für die nächste Mitgliederversammlung am 12. Juli 2008 bereits vorgesehen. Dabei soll auch die Zuständigkeit des bei der DIS eingerichteten Nationalen Sportschiedsgerichts für Dopingfragen verankert werden.

Vor dem Hintergrund dieser Vereinbarung werden DEB und NADA unverzüglich eine neue Trainingskontrollvereinbarung abschließen. Die NADA nimmt ihre Kontrolltätigkeit wieder auf.

Quelle und vollständige Mitteilung: DOSB – Spitzensport News

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WADA wird nicht gegen Florian Busch tätig

Der Eishockey-Profi der Eisbären Berlin und Nationalspieler Florian Busch darf nach Angaben der International Ice Hockey Federation (IIHF) an der WM 2008 teilnehmen. Wie die IIHF gestern auf ihrer offiziellen Hompage bekannt gab, wird die World Anti-Doping Agency (WADA) keine weiteren Schritte gegen den Spieler einleiten.

Der umstrittene Eicshockey-Spieler hatte am 06. März eine Dopingkontrolle verweigert. (Siehe dazu: „DEB und NADA …“ ). Die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) hatte das Urteil des zuständigen Disziplinarorgans des Deutschen Eishockey-Bundes nicht akzeptiert und die WADA sowie das BMI eingeschaltet. (Lesen Sie: „NADA schaltet WADA, BMI und BVA ein“ )

Der Weltverband IIHF hatte seinerseits bereits mitgeteilt, die Sanktion des DEB Gremiums zu akzeptieren.

Damit wäre Busch für die WM in Kanada freigegeben und für die Deutsche Nationalmannschaft spielberechtigt.

Beim gestrigen Auftaktspiel der Deutschen gegen Finnland in Halifax unterlag die DEB-Auswahl mit 1:5.

Mitteilung des IIHF vom 03. Mai 2008 im Wortlaut:

Team Germany forward Florian Busch has been officially cleared by the World Anti-Doping Agency (WADA) to participate at the 2008 IIHF World Championship.

Busch was initially a controversial addition to the German roster after causing a stir in the German professional league when he refused a doping control on March 6. A few hours later he changed his mind and submitted to the test, which came out negative.

The Eisbaren Berlin player was fined 5000 Euros for his initial decision to refuse the test. However, WADA has cleared Busch of any further punishment as he did not test positive for any controlled substances. WADA is the world governing body for anti-doping and has the final say in such matters.

Busch and his German teammates will open their championship on Saturday against Finland.

Quellen:

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SPD kritisiert Deutschen Eishockey-Bund

Die SPD-Bundestagsfraktion kritisierte den Deutschen Eishockey-Bund e.V. (DEB) wegen der verhängten Sanktionen gegenüber Florian Busch.

Es folgt die schriftliche Erklärung der sportpolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Dagmar Freitag vom 17.04.2008 im Wortlaut:

Zum Entschluss des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), den Profi Florian Busch nach einem verweigerten Dopingtest nur öffentlich zu verwarnen, erklärt die sportpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Dagmar Freitag:

Wozu beschließt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) im November 2006 einen „Anti-Doping-Aktionsplan“, wenn sich die Mitgliedsverbände nicht daran halten? Obwohl der besagte Aktionsplan im Dezember 2006 von der DOSB-Mitgliederversammlung in Weimar ohne Gegenstimme angenommen wurde, scheint sich der Deutsche Eishockey-Bund dem Regelwerk nicht verpflichtet zu fühlen. Existiert die „Null-Toleranz-Politik“ doch nur auf dem Papier? Florian Busch, Eishockeynationalspieler und Profi bei den Berliner Eisbären, hat einen Dopingtest verweigert – und nicht etwa verpasst. Hier liegt nämlich der Unterschied: Ein verpasster Dopingtest kann eine Verwarnung nach sich ziehen – ein verweigerter Test kann keinesfalls nachgeholt werden, bleibt ein verweigerter Test und muss eine Sperre nach sich ziehen.

Nach allem was man weiß, hat der DEB die „Notbremse“ ziehen wollen und seinen Athleten fünf Stunden später ans Röhrchen gebeten. Athlet und Verband – Hand in Hand?

Jeder, der sich mit der Wirkung von Dopingmitteln nur ein wenig auskennt, weiß, dass beim Abbau von verbotenen Substanzen fünf Stunden „die Rettung sein können“.

Wo kommen wir hin in der Dopingbekämpfung in Deutschland, wenn sich andere Verbände das Verhalten des DEB zum Vorbild nehmen? Mit „Null Toleranz“ gegenüber Doping hat das nichts aber auch gar nichts zu tun.

Die Verweigerung einer Dopingprobe ist ein klarer Verstoß gegen das Regelwerk der Nationalen Anti Doping Agentur und muss entsprechend der Regularien mit einer Sperre bestraft werden.

Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, wie wichtig es für einen glaubwürdigen Anti-Doping-Kampf ist, dass sich die Spitzenverbände dem unabhängigen nationalen Schiedsgericht unterwerfen – dann sind die Zeiten vorbei, in denen das eigene interne Süppchen gekocht werden kann.

Quelle: Pressemitteilung vom 17.04.2008 auf spdfraktion.de

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