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FEI-Tribunal: Keine Suspendierung von Dr. Haring und Marco Kutscher

Lausanne/SUI (fn-press) Dr. Hanfried Haring (Sassenberg), Bureau-Mitglied der internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI), und Springreiter Marco Kutscher (Riesenbeck) sind nicht suspendiert.

Das entschied heute das FEI-Tribunal, das keine rechtliche Basis sah, den ehemaligen Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und den deutschen Olympiareiter Kutscher von allen internationalen Aktivitäten vorläufig auszuschließen. Die FEI hatte einen solchen Antrag auf Suspendierung am 28. Mai an das FEI-Tribunal gestellt. Ziel war es, Dr. Hanfried Haring, Marco Kutscher und Tierarzt Dr. Björn Nolting (Weilerswist) vorläufig zu suspendieren, solange bis die in den Vorfällen von Hongkong ermittelnde FEI-Ethik-Kommission eine Entscheidung getroffen hat. „Wir sind zufrieden, dass es nicht zu einer Suspendierung gekommen ist. Das Tribunal ist damit der Argumentation der deutschen FN gefolgt, die keine ausreichende rechtliche Grundlage für eine vorläufige Suspendierung gesehen hat“, sagte FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach. Während der Antrag auf vorläufige Suspendierung von Dr. Hanfried Haring und Marco Kutscher abgewiesen wurde, steht eine Entscheidung zu Dr. Björn Nolting noch aus, der bislang vom Tribunal noch nicht angehört wurde.

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung hatte die FEI am 3. Mai über die Vorfälle in der deutschen Mannschaft bei den Olympischen Spielen informiert. Aufgrund dieser Informationen richtete die FEI eine Ethik-Kommission ein, die sich seitdem mit den geschilderten Vorfällen in Hongkong befasst.

Quelle: www.pferd-aktuell.de

Die Pressemitteilung der FEI zur Entscheidung finden Sie hier.

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Fall Ahlmann: „FN geht in die Berufung“

Nachdem das Tribunal der Fédération Equestre Internationale (FEI) den deutschen Springreiter Christian Ahlmann mit der Entscheidung vom 22. Oktober 2008 für vier Monate gesperrt hat (hier), gab die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) am Donnerstag bekannt, dagegen vor dem Court of Arbitration for Sports (CAS) Rechtsmittel einzulegen.

„Vier Monate Sperre sind milde“, sagte der Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), Dr. Hanfried Haring, nach Prüfung der Urteilsbegründung. „Das Strafmaß ist vor allem im Vergleich zu den Bestimmungen des WADA-Codes, der den FEI-Regelungen insbesondere im Strafmaß als Vorbild dienen sollte, nicht ausreichend“, so Haring weiter. Die FN wird daher weitere Schritte einleiten:

Die FN wird beim Court of Arbitration for Sport (CAS), dem Weltsportschiedsgericht, gegen das Urteil Berufung einlegen, da der Dopingvorwurf durch die Begründung des FEI-Tribunals für die FN nicht ausgeräumt ist. Das CAS-Urteil wird von der FN anerkannt.

Die FN wird den Springreiter für die kommenden zwei Jahre nicht mehr in einer deutschen Mannschaft aufstellen. Dies gilt für Nationenpreise, wie auch für Welt- und Europameisterschaften.

Desweiteren bleibt Ahlmann aus dem Bundeskader ausgeschlossen.

Die FN wird ferner in Zusammenarbeit mit den Turnierveranstaltern nach Wegen suchen, die Ergebnisse der Verbandsgerichtsbarkeit effektiv umzusetzen, ohne durch juristische Maßnahmen daran gehindert zu werden. „Veranstalter und Verband werden in enger Zusammenarbeit den juristisch vorgegebenen Handlungsspielraum ausschöpfen“, erklärte Haring. „Gleichzeitig werden wir die FEI-Generalversammlung im November nutzen, um die Umsetzung der in Deutschland bereits angelaufenen Maßnahmen zur Dopingprävention und -bekämpfung auch auf internationaler Ebene soweit wie möglich durchzusetzen.“

Das Tribunal der FEI hatte die im Wettkampf verbotene Substanz Capsaicin, auf die Ahlmanns Pferd Cöster positiv getestet worden war, als „Medikation der Klasse A“ und nicht als Doping-Mittel eingestuft. Daher fiel die Sanktion geringer aus, als bei einem Verstoß gegen die Anti-Doping Bestimmungen. Die Substanz kann als schmerzlinderndes Mittel und auch zur Hypersensibilisierung eingesetzt werden und ist sowohl auf der „Equine Prohibited List“ in der Klasse „Medication A“ als auch auf der Doping-Liste zu finden.

Quelle: pferd-aktuell.de

Weitere Informationen zum Fall Ahlmann: zdf.de

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FEI: Ahlmann vier Monate gesperrt

Das Sportgericht der Fédération Equestre Internationale (FEI) hat den Olympiateilnehmer Christian Ahlmann  für vier Monate (120 Tage) gesperrt. Die Zeit der vorläufigen Sperre (Zeitpunkt: 21.08.2008) wird auf die Sperre angerechnet und endet am 18. Dezember 2008. Sowohl Reiter als auch Pferd werden von den gesamten Olympischen Spielen disqualifiziert.

Dies gab die FEI gestern in einer Mitteilung bekannt.

Bei den Olympischen Sommerspielen in Peking war Ahlmanns Pferd Cöster positiv auf Capsaicin getestet worden. (mehr dazu hier)

Die FEI stufte die im Wettkampf verbotene Substanz Capsaicin in diesem Fall als „Medikation der Klasse A“ ein und nicht als Doping-Mittel. Die Sanktion richtet sich nach Art. 146.1 General Regulations (GR) und nach Art. 2.1.1 The Equine Anti-Doping and Medication Control Rules (EADMCR).

Ob Ahlmann innerhalb der dreißigtägigen Frist gegen die Sanktion Rechtsmittel beim Court of Arbitration for Sports (CAS) einlegen wird oder diese akzeptiert ist noch unklar. „Ich muss erst noch in Ruhe die Urteilsbegründung durchlesen“, sagte der 33.-jährige Springreiter.

Quellen:

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Deutsche Reiterliche Vereinigung verlangt Richtigstellung von Ahlmann

Mitteilung der Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) vom 25. September 2008 im Wortlaut:

Warendorf (fn-press). Am heutigen Donnerstag hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) über eine von ihr beauftragte Anwaltskanzlei dem Springreiter Christian Ahlmann (Marl), dessen Pferd Cöster bei den Olympischen Reiterspielen in Hongkong eine positive Medikationskontrolle auf die verbotene Substanz Capsaicin abgeliefert hatte (mehr dazu hier), dazu aufgefordert, eidesstattlich zu erklären, die in seinem einstweiligen Verfügungsantrag an das Landgericht Dortmund enthaltenen unzutreffenden Behauptungen nicht länger aufrechtzuerhalten. Ahlmann hatte sich in dem Antrag gegen die gegen ihn von der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (Fédération Equestre Internationale, FEI) verhängte einstweilige Suspendierung gewandt.

Insbesondere richtet sich die Aufforderung der FN gegen die von Ahlmann im Verfügungsantrag aufgestellte Behauptung, dass das Mittel „Equi-Block“ in einem Pflegepack enthalten gewesen sei, das dem Leiter der deutschen Equipe zur Prüfung zur Verfügung gestellt worden sei. Es erfolgten keine Monierung ob des Inhalts, obwohl das Mittel „Equi-Block“ im Pflege-Pack enthalten gewesen sei.

Hierzu stellt die FN fest: Richtig ist, dass nach Ankunft „Cösters“ am 17. Juli in der Quarantäne in Warendorf die Pflegerin des Pferdes dem Mannschaftstierarzt Dr. Björn Nolting eine Tüte mit Mitteln überreicht hat, die dieser mit nach Hongkong genommen hat. In dieser Tüte hat sich das Präparat „Equi-Block“ nicht befunden.

Quelle: pferd-aktuell.de

Lesen Sie dazu auch „Neue Wendung“ (derwesten.de) vom 16.09.2008

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Peking 2008: Vier Dopingfälle beim Reitsport

OLYMPIA 2008

Ludmilla Blonska, Olympia-Silbermedaille im Siebenkampf in Peking, wurde positiv auf die anabole Substanz Methyltestosteron getestet. Die Öffnung der B-Probe bestätigte dieses Ergebnis (mehr dazu hier). Nur einen Tag nach dieser Nachricht bestimmt der Reitport die negativen Schlagzeilen in der Presse.

Nachdem das Pferd Cöster des deutschen Springreiters Christian Ahlmann am 17. August positiv auf die verbotene Substanz Capsaicin getestet wurde und sowohl Reiter als auch Roß mit sofortiger Wirkung von den olympischen Wettkämpfen vorläufig suspendiert worden sind, verzeichnet der olympische Reitsport nun drei weitere positive Test-Ergebnisse. Bei der Pferden von Bernardo Alves (Brasilien), Denis Lynch (Irland) und Tony Andre (Norwegen) wurde dieselbe verbotene Substanz gefunden. Auch diese Reiter wurden durch den Internationalen Reitsportverband, Fédération  Equestre Internationale (FEI), von den heute stattfindenden Wettkämpfen vorläufig suspendiert. Damit kam die neue Regelung der FEI zur Anwendung, die vorsieht Athleten bereits nach einer positiven A-Probe von den Wettkämpfen zu suspendieren.

Die Substanz Capsaicin, ein Extrakt der Chillischote, löst eine durchblutungssteigernde Wirkung  in schmerzenden oder verhärteten Muskeln aus und lindert damit Verspannungen und Schmerzen. Diese Substanz kann man beispielsweise in Wärmepflaster finden. Eine weitere Einsatzmöglichkeit ist die Anbringung als Creme an den Vorderbeinen oberhalb des Hufes, um die Haut des Tieres zu reizen, was das Anschlagen an die Stangen schmerzhaft macht, so die Erklärung des deutschen Mannschafts-Tierarztes Björn Nolting.

Die Resultate der B-Proben stehen noch aus. Eine Öffnung der Proben ist für diesen Freitag  um 10 Uhr im „Hong Kong Analytical Laboratory“ angesetzt. Sollte sich das Ergebnis der A-Probe bestätigen, könnte die Mannschaft aus Norwegen ihre bereits gewonnene Bronzemedaille an die Schweiz verlieren. Der 33-jährige Springreiter Christian Ahlmann, Doppel-Europameister von 2003, reiste bereis diesen Donnerstag nach Deutschland ab.

Pressemitteilung der FEI vom 21. August 2008 im Wortlaut:

DOPING CASES

The following combinations will not be competing in the Jumping individual final competition held tonight (Thursday, 21 August). They have been provisionally suspended by the FEI further to doping/medication control tests that indicated the presence of capsaicin in each horse.

Rider Horse

Bernardo Alves (BRA) Chupa Chup
Christian Ahlmann (GER) Cöster
Denis Lynch (IRL) Latinus
Tony Andre Hansen (NOR) Camiro

Capsaicin is classified as a« doping » prohibited substance given its hypersensitizing properties, and as a « medication class A » prohibited substance for its pain relieving properties.

As previously communicated, the FEI provisionally suspends all competitors who test positive in doping or positive medication cases at the Olympic Games in the interests of the integrity of the sport. (…) [mehr]

Quellen:

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