Beiträge getaggt mit Jan Ullrich

Ullrichs Befragung im Wortlaut

Hamburg – Der einstige Radsport-Star Jan Ullrich nahm am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf erstmals überhaupt vor der Justiz Stellung zu Dopinganschuldigungen gegen seine Person. In den Prozessen zuvor in Bonn und Hamburg war er nicht persönlich erschienen. Nachfolgend eine Dokumentation von Ullrichs Antworten an den Vorsitzenden Richter des Zivilsenats, Bernhard-Rudolf Schüßler, sowie Rechtsanwalt Knut Marel als Vertreter von Günther Dahms. (…)

Ullrich: „Ich habe mich in diesem Zeitraum keiner unerlaubten Mittel bedient und auch keiner Methoden, die in den Regeln der Verbände verboten sind. Ich habe damit nicht annähernd was im Sinn gehabt.“

Die Befragung des Gerichts im Wortlaut finden Sie auf spiegel.de

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StA Bonn stellt Ermittlungsverfahren gegen Jan Ullrich gem. § 153 a Abs. 1 StPO ein

Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Bonn im Wortlaut:
Ermittlungen im Zusammenhang mit Dopingvorwürfen gegen den Profiradrennfahrer Jan Ullrich

Die Staatsanwaltschaft Bonn hat mit Zustimmung der 7. Großen Strafkammer des Landgerichts Bonn das Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des Betruges u.a. gegen den Beschuldigten Jan Ullrich gemäß § 153 a Abs.1 StPO eingestellt.

Die im Verfahren geprüften Betrugsvorwürfe umfassten den Komplex zum Nachteil der Firma T-Mobile, darüber hinaus auch gegen den Beschuldigten erhobene Vorwürfe im Zusammenhang mit einer Zivilklage Ullrichs gegen den Besitzer des ehemaligen Rennstalls „Team Coast“. (…)

(…) Maßgeblich für die Sachbehandlung nach § 153a StPO waren danach folgende Erwägungen:
1. Aufgrund der Ermittlungsergebnisse und der dadurch begründeten Zurückhaltung von Radsportteams, ihn für die Zukunft zu verpflichten, war der Beschuldigte gezwungen, seine Radsportkarriere endgültig zu beenden. Neben dem Verlust des bisherigen überwiegenden Lebensinhaltes hatte und hat der Beschuldigte damit gravierende finanzielle Einbußen hinzunehmen und zudem durch das Ermittlungsverfahren eine Vielzahl von außerhalb des normalen Rahmens eines Strafverfahrens liegende erhebliche Beeinträchtigungen erlitten.
Die im Ermittlungsverfahren festgestellten Tatsachen haben namentlich dazu geführt, dass der Beschuldigte seit 2006 einen hohen Ansehensverlust in der Bevölkerung hinzunehmen hatte und sein einstmals herausragender Ruf als Sportler weitgehend geschädigt ist.
Die kriminelle Energie des Beschuldigten Ullrich ist bei einer Gesamtschau letztlich als eher gering zu bewerten, da nach den Erkenntnissen aus Parallelverfahren und sonstigen Geschehnissen während des Ermittlungsverfahrens (Geständnisse zahlreicher anderer Radsportler) davon auszugehen ist, dass Doping im Radsport im Tatzeitraum in starkem Maße verbreitet, dies dem Beschuldigten bekannt und insoweit die Hemmschwelle zur Anwendung verbotener leistungssteigernder Mittel im Wettkampf herabgesetzt war. (…)

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Werner Franke lehnt außergerichtliche Einigung mit Jan Ullrich ab

Medienberichten zufolge sollen Jan Ullrichs Rechtsanwälte dem Molekularbiologen und Experten für Dopingfragen, Prof. Dr. Werner Franke, eine außergerichtliche Einigung angeboten haben. Dieser wolle sich jedoch „so nicht einigen“ und den Prozeß vor dem Landgericht Hamburg fortsetzen. Er hatte Jan Ullrich bezichtigt, den umstrittenen spanischen Mediziner Eufemiano Fuentes für die Anschaffung illegaler Substanzen bezahlt zu haben.

Im Hinblick auf eine mögliche Einstellung des Strafverfahrens durch die Bonner Staatsanwaltschaft sagte Pr. Dr. Franke:

„Ich hoffe nicht, dass in einem allgemeinen Eintopf von Einstellungsruhe dieses Verfahren mitverkocht wird.“

Quelle und vollständiger Artikel dazu: Welt Online

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Jan Ullrich: Stellungnahme der StA am Montag

Die Bonner Staatsanwaltschaft, die gegen Jan Ullrich wegen Betruges zu Lasten seines ehemaligen Sponsors T-Mobile und wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz ermittelt, wird erst am kommenden Montag eine Stellungnahme abgeben. In der vergangenen Woche hatten verschiedene Medien über eine mögliche Einigung dahingehend berichtet, daß das laufende Verfahren gegen Zahlung einer Geldsumme möglicherweise eingestellt werde.

„Am Montag werden wir sagen, wie wir das Verfahren beenden werden“, sagte der zuständige Staatsanwalt Fred Apostel.

Weiter erklärte der Staatsanwalt:

„Die Möglichkeit einer Einigung besteht weiterhin.

Quelle: Kurzmeldungen auf ZDF sport.de

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Einstellung im Ullrich-Strafverfahren nach § 153a StPO wahrscheinlich

Kurzmeldung ZDF. Sport im Wortlaut:

Die Ermittlungen gegen den ehemaligen Radprofi Jan Ullrich wegen „Dopings zum Nachteil seines einstigen Bonner Rennstalls“ Telekom/T-Mobile dürften noch in dieser Woche zu den Akten gelegt werden. „Wir nähern uns dem Ende“, sagte der Bonner Oberstaatsanwalt Friedrich Apostel. Er gehe von einem kurzfristigen Abschluss des Verfahrens aus. Als wahrscheinlich gilt die Einstellung nach Paragraf 153a der Strafprozessordnung mit Zahlung einer Geldbuße. „Darauf kann es hinauslaufen“, sagte Apostel. Der in der Schweiz lebende Ullrich hat bis heute jedes Doping bestritten.

Quelle: Kurzmeldungen ZDF sport.de

UPDATE: Weitere Artikel zum Thema:

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Jan Ullrich gibt Unterlagen und elektronische Daten frei

Dem St. Galler Tagesblatt zufolge hat der unter Dopingverdacht stehende Radprofi Jan Ullrich der Aushändigung von Unterlagen und Daten an die deutschen Ermittler zugestimmt.

Der leitende Staatsanwalt des Kantons Thurgau, Hans-Ruedi Graf, erklärte auf Anfrage, der ehemalige Radrennfahrer habe vor kurzen zugestimmt, daß das meiste den Deutschen Ermittlern ausgehändigt werden darf. Die Übergabe der elektronischen Datenträger und der Ordner, die bei einer Durchsuchung im September 2006 in Ullrichs Villa im schweizerischem Scherzigen sichergestellt wurden, soll nächste Woche stattfinden.

Die deutschen Behörden erwarten die Unterlagen bereits seit längerer Zeit und erhoffen sich Aufschluß darüber verschaffen zu können, ob der Tour-de-France-Sieger 1997 Dopingmittel nahm. Der ehemalige Radprofi war mehrmals mit den Ermittlungen um den spanischen Mediziner Eufemiano Fuentes in Verbindung gebracht worden. Allerdings bestreitet Jan Ullrich bis heute, mit verbotenen Substanzen seine Leistung gesteigert und damit betrogen zu haben.

Der deutsche Radrennprofi hatte in der Vergangenheit um Rechtshilfe in der Schweiz nachgesucht, um die Aushändigung der Daten und Unterlagen an die deutschen Behörden zu verhindern. Ullrich war sogar bis zum Bundesstrafgericht in Bellinzona gezogen. Es kam allerdings nie zu einem Urteil.

Mit der Freigabe würde die Bonner Staatsanwalt den begehrten und umfangreichen Einblick in die Daten und Unterlagen erhalten. Ausgenommen worden sind wohl ein Ordner, der auf Wunsch von Ullrich zurückgehalten und zurückübergeben worden ist und eine DNA-Probe, die bereits vernichtet worden war, als Ullrich zwischenzeitlich eine neue Probe in Deutschland abgab.

Warum der plötzliche Sinneswandel eintrat, bleibt bislang noch ungeklärt.

Quelle: St. Galler Tagesblatt

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