Beiträge getaggt mit Leichtathletik

Gütetermin zwischen W. Goldmann und DLV gescheitert

Die Gütverhandlung vor dem Arbeitsgericht Darmstadt zwischen Werner Goldmann und dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) (Az. 12 Ca 601/08)  wegen Weiterbeschäftigung  ist gescheitert. Der Rechtsanwalt von Goldmann, Dr. Reinhardt Kuznik, lehnte eine Abfindung ab.

Werner Goldmann, dessen letzter Vertrag Ende 2008 auslief, klagt auf Weiterbeschäftigung durch den DLV. Fraglich ist, ob durch die fünf  jeweils befristete Arbeitsverträge (bzw. acht laut anderer Quelle) überhaupt noch ein Zeitvertragsarbeitsverhältnis besteht oder mittlerweile nicht schon ein unbefristetes Arbeitsverhältnis vorliegt. Dazu meinte der Vorsitzende Richter Sebastian Langefeld, daß eine Befristung von Arbeitsverhältnissen im Sport durchaus üblich sei. Er erklärte daher, daß beim Kammertermin am 9. April vor dem Arbeitsgericht Darmstadt von einer Abfindung bis hin zur Weiterbeschäftigung alles möglich sei. Nach Aussage des DLV-Anwalts, Dr. Georg Engelbrecht, wird sich das Gericht auch mit der Zerstörung des Vertrauenverhältnisses zum Arbeitgeber auseinandersetzen müssen.

Seit Beginn des Jahres sorgt der Fall des ehemaligen Leichtahtletikbundestrainers für sportpolitische Diskussionen. Während Dr. Peter Danckert (Vorsitzender des Sportausschusses im Deutschen Bundestag), Werner E. Klatten (Vorsitzender der Stiftung Deutsche Sporthilfe) und deutsche Athleten eine Generalamnesie für dopingbelastete Trainer fordern, lehnt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) diese ab. Lesen Sie dazu auch die Antwort des DOSB auf den Offenen Brief zum Fall Goldmann hier.

Quellen:

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7 russische Athletinnen: IAAF ruft CAS an

Die International Athletics Federation (IAAF) hat beim Court of Arbitration for Sports (CAS) Rechtsmittel gegen die sieben Entscheidungen der Russian Athletic Federation (ARAF) vom 20. Oktober 2008 eingelegt.

Die ARAF hatte mit den Entscheidungen sieben russische Leichtathletinnen wegen Verstöße gegen die Anti-Doping-Regeln der IAAF (32.2 (b) und 32.2 (e)) rückwirkend vom April bzw. Mai 2007 (Zeitpunkt der Probenahme) für zwei Jahre gesperrt. Damit wären die Sportlerinnen im August 2009 für die WM in Berlin wieder startberechtigt.

Dabei handelt es sich um folgenden Sportlerinnen:

Svetlana Cherkasova – 800m
Yulia Fomenko – 1500m
Gulfiya Khanafeyeva – Hammerwerfen
Darya Pishchlnikova – Diskusswerfen
Yelena Soboleva – 800m / 1500m
Tatyana Tomashova – 1500m
Olga Yegorova – 1500m / 5000m

Der Internationale Leichtathletik-Verband IAAF ist der Ansicht, das in allen Fällen in Übereinstimmung mit den IAAF-Regeln, der Beginn der Sperre nicht vor dem Zeitpunkt der vorläufigen Suspendierung von den Wettkämpfen liegen kann. Außerdem vertritt die IAAF die Meinung, daß die Verstöße der betroffenen Sportlerinnen mit einer Sperre von mehr als zwei Jahren sanktioniert  werden müsse. Sie beantragt daher eine Sperre von vier Jahren ab dem Zeitpunkt des Schiedsspruches des CAS unter Anrechnung der bereits suspendierten Zeit. „Es ist inakzeptabel, dass diese Athletinnen, die sich eines ernsthaften Vergehens schuldig gemacht haben, nur eine Sperre von effektiv neun oder zehn Monaten bekommen und im Sommer 2009 schon wieder startberechtigt sein sollen“, so IAAF-Präsident Lamine Diack.

Quellen:

Hinweis: Auf der offiziellen Verbandsseite des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) finden Sie die einschlägigen Anti-Doping-Regelwerke auch in deutscher Übersetzung. (hier)

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USADA: Trevor Graham lebenslang gesperrt

Die U.S. Anti-Doping Agency (USADA) gab gestern in einer Pressemitteilung bekannt, gegen den früheren Leichtathletik-Trainer Trevor Graham eine lebenslange Sperre verhängt zu haben. Die ausgesprochene Sperre trat am 15. Juli 2008 in Kraft. Neben dem Trainingsverbot umfaßt die Sperre auch den Ausschluß von allen Leichtathletik-Veranstaltungen, die von dem United States Olympic Committee (USOC), USA Track & Field (USATF), the International Association of Athletics Federations (IAAF) und/oder jedem Verband, der mit der USADA im Anti-Doping-Kampf zusammenarbeitet, organisiert wird.

Auszug der Pressemitteilung des USADA vom 15.07.2008 im Wortlaut:

COLORADO SPRINGS, CO – July 15, 2008 – USADA announced today that it has imposed a lifetime period of ineligibility against former Track & Field coach Trevor Graham. The ban prohibits Graham from coaching or participating in any capacity in any competition or activity authorized or organized by the United States Olympic Committee (USOC), USA Track & Field (USATF), the International Association of Athletics Federations (IAAF) and/or any other signatory to the World Anti-Doping Code or any signatory’s member organization. (…)

Graham, der in der Vergangenheit Stars wie u.a. Marion Jones, Antonio Pettigrew oder Tim Montgomery trainierte, wurde am 29. Mai 2008 von einem US-Gericht in San Francisco des Meineids für schuldig befunden. Das Urteil soll am 05. September 2008 bekannt gegeben werden.

Der gebürtige Jamaikaner hatte im Jahr 2003 im Rahmen der Aufklärungen des BALCO-Skandals (mehr dazu hier) gegenüber Untersuchungsbehörden uneidlich falsch ausgesagt, niemals illegale Substanzen vom bekannten mexikanischen Doping-Dealer Heredia gekauft und den Händler selbst nur einmal, 1996, telefonisch kontaktiert zu haben (FAZ-NET vom 21. Mai 2008). Während des BALCO-Prozesses bestätigte jedoch Heredia Geschäftsbeziehungen mit Graham.

„Er wollte das Doping für einige seiner Athleten, die damals in seinem Camp waren.“

Trevor Graham ist der zweite Trainer, gegen den die USADA eine lebenslange Sperre verhängt.

Quellen und weitere Informationen:

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Ein Kommentar

Dieter Kollark bezieht Stellung zu Vorwürfen

In einem Exklusiv-Interview mit dem Reutlinger General-Anzeiger (GEA) hat sich Leichtathletik-Trainer Dieter Kollark erstmals zu den jüngsten Doping- und Stasi-Vorwürfen (lesen Sie hier) geäußert.

Auszüge aus dem Interview im Wortlaut:

GEA: Herr Kollark, Sie sind während des Trainingslagers mit Ihren Athletinnen Franka Dietzsch und Petra Lammert in Portugal mit Dopingvorwürfen zu DDR-Zeiten konfrontiert worden. Wie stehen Sie dazu?

Dieter Kollark: Die Entwicklung in der letzten Woche war schon ein Fläche-Bombardement. Diese Vorgänge sind eine Störung der Olympia-Vorbereitungen meiner Athletinnen. Man trifft damit nicht mich, sondern die Sportler. Es gibt eventuell Personen, die Franka Dietzsch als letzte Ikone des DDR-Sports und letzte DDR-Athletin in der Nationalmannschaft wohl in Frage stellen wollen.

Wie stehen Sie inhaltlich zu den Anschuldigungen?

Kollark: Alle meine Sportler, die im Zusammenhang mit der Befragung aller DDR-Sportler von der Staatsanwaltschaft befragt wurden, haben ausgesagt, von mir keine Dopingmittel bekommen zu haben. Dieser Vorgang ist also seit Jahren abgeschlossen. (…)

Quelle und vollständiges Interview: GEA

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Marion Jones muss Silbermedaille an Ekaterina Thanou abgeben

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hat entschieden und bekanntgegeben, dass die US Sprinterin Marion Jones nach sieben Jahren ihr 100-Meter-Silber aus der Leichtatletik-WM von 2001 an die umstrittene griechische Sprinterin Ekaterina Thanou abgeben muß.

Marion Jones, die derzeitig wegen Falschaussage vor Gericht eine sechsmonatige Haftstrafe verbüsst, wurden nach ihren Doping-Geständnis rückwirkend alle Erfolge bis ins Jahr 2000 aberkannt. Thanou ihrerseits wurde im Jahr 2004 für zwei Jahre gesperrt, weil sie sich vor den Olympischen Spielen in Athen zusammen mit dem Sprinter Kostas Kenteris einer Dopingkontrolle entzogen hatte.

IAAF-Sprecher Nick Davis äußerte sich dazu mit den Worten:

„Rechtlich gesehen hatten wir keine andere Wahl. Es gab keinen Beweis für Dopingvergehen von Thanou in der fraglichen Zeit.“

Das Internationale Olympische Komitee (IOC), das die Entscheidung über eine Neuvergabe der fünf Sydney-Olympiasiege von Marion Jones im Dezember vergangenen Jahres vertragt hatte, wird nun darüber befinden müssen, ob Thanou nachträglich auch das 100-m-Gold von Olympia 2000 erhält.

Quelle: Focus Online

Weitere Informationen: FAZ-Net

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DLV sperrt Nico Bayer

Der Disziplinarausschuss des Deutschen Leichtathletik Verbands (DLV) sperrte mit Beschluss vom 17. März 2008 den Athleten Nico Bayer für zwei Jahre.

Der Dreispringer wurde des Verstoßes gegen Dopingbestimmungen überführt. Am 13. Januar diesen Jahres wurde im Rahmen der Hessischen Hallen-Meisterschaften bei einer Wettkampfkontrolle eine Urinprobe des Athleten entnommen. Diese wies das Vorhandensein von Amphetamine nach.

Nach der Verbotsliste der World Anti-Doping Agency (WADA) 2008 gehört das Aufputschmittel Amphetamine zu den im Wettkampf verbotenen Substanzen.

Während der mündlichen Anhörung hatte Nico Bayer den Verstoß gegen die Dopingbestimmungen eingeräumt. Er ist nun bis zum 24. Februar 2010 gesperrt.

Quelle: Deutscher Leichtathletik Verband

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