Beiträge getaggt mit Nationale Anti Doping Agentur Deutschland

Zusammenarbeit zwischen BKA, Staatsanwaltschaft München und NADA

Die Zusammenarbeit zwischen dem Bundeskriminalamt (BKA), der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) und der Staatsanwaltschaft München I in der Dopingbekämpfung soll in Zukunft intensiviert werden.

Bei einem Treffen am 19. Mai in Bonn stimmten Vertreter der drei Institutionen die Arbeitsfelder ab, in denen eine Intensivierung der Kooperation erfolgen kann. Außerdem wurde beschlossen, die Treffen regelmäßig zu wiederholen und ggf. andere internationale und nationale Organisationen hinzuziehen.

Im Februar des vergangenen Jahres hatte der Freistaat Bayern die bundesweit erste Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Straftaten im Zusammenhang mit Doping eingerichtet.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) begrüßte die engere Zusammenarbeit der Institutionen. DOSB-Generaldirektor Michael Vesper: „Wir begrüßen die angekündigte enge Kooperation im Kampf gegen Doping. Damit wird die Umsetzung des kürzlich verschärften Arzneimittelgesetzes gefördert. Das ist ein wichtiger und notwendiger Schritt im Kampf gegen Doping. Wir hoffen, dass nunmehr auch noch andere Länder dem Beispiel Bayerns folgen und Schwerpunktstaatsanwaltschaften einrichten werden“.

Quellen:

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Fall Busch heute vor dem Ad-hoc-Schiedsgericht

Der Fall Florian Busch birgt viel Musik in sich. Was zunächst wie ein „dummer Jungenstreich“ wirkte, erfuhr plötzlich eine Detonation, deren Auswirkungen selbst in Kanada zu spüren waren. Nicht nur dem Nationalspieler dürfte zwischendurch die Übersicht über den Stand der Dinge schwer gefallen sein. Auch Freunde des Eishockeys oder des Sports schüttelten bei dem Tauziehen um die Sanktion verwirrt den Kopf.

Laut Deutscher Eishockey-Bund (DEB) lag in der (Ver-)Weigerung Buschs keine verweigerte Probenahme, sondern vielmehr ein „absolutes Fehlverhalten/Dummheit“ des Spielers. Die verpaßte Dopingkontrolle wurde daher mit einer öffentlichen Verwarnung, 5000 Euro Geldstrafe und 56 Stunden gemeinnütziger Arbeit sanktioniert. Die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) sah im Verhalten des Spielers keine verpaßte, sondern vielmehr eine verweigerte Kontrolle und damit den Tatbestand des Art. 2.3 NADAC verwirklicht (mehr dazu unter Lücke im NADA-Code?). Sie forderte eine Sperre Buschs. Beim DEB ließ man sich jedoch nicht davon beirren; immerhin stand auch die WM in Halifax (Kanada) unmittelbar bevor. Das Bundesministerium des Inneren (BMI), die International Ice Hockey Federation (IIHF) und die World Anti-Doping Agency (WADA) wurden auf den Plan geholt. Eine vorläufige Einigung zwischen DEB und NADA folgte im Mai diesen Jahres auf Vermittlung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) hin (mehr hier).

Heute -mehr als acht Monate nach der Probenahme- setzt sich in Frankfurt/Main unter Vorsitz des Rechtsanwalts Stephan Netzle aus der Schweiz das ad-hoc-Schiedsgericht des DOSB zusammen, um abschließend eine Entscheidung in der Causa Busch zu treffen. Die sich gegenübersitzenden Parteien: der DEB und die WADA. Der Schiedsspruch wird von den Parteien anerkannt und umgesetzt werden.

Eine Sperre Buschs als Ergebnis dürfte nicht unwahrscheinlich sein. Ebenso kommt eine Vertagung wegen offener Fragen in Betracht…

Quelle: morgenpost.de (25. November 2008)

Videobeitrag: sport.zdf.de

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NADA und Antidoping Schweiz vereinbaren enge Zusammenarbeit

Die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) und die in diesem Jahr (01. Juli 2008 Anm. d. Red.) neu gegründete Antidoping Schweiz arbeiten künftig enger zusammen. Dies haben beide Agenturen anlässlich des Besuches einer Schweizer Delegation in Bonn vereinbart.

„Wir freuen uns auf den intensiven Austausch von Erfahrungen, Personen und Materialien“, sagte der NADA-Vorsitzende Armin Baumert bei der Unterzeichnung der Vereinbarung. „Der Einsatz für einen sauberen Sport und faire Wettbewerbsbedingungen für alle Athletinnen und Athleten kann nur erfolgreich sein, wenn er an Grenzen nicht haltmacht.“

Corinne Schmidhauser, Stiftungsratspräsidentin von Antidoping Schweiz: „Beide Seiten profitieren von dieser Zusammenarbeit, nicht zuletzt durch die effektive Nutzung von Ressourcen. Gemeinsam bringen wir den Anti-Doping-Kampf voran.“

Die deutsche NADA übernahm schon 2007 eine von den Schweizern entwickelte Broschüre zum Gendoping und gab sie für Deutschland neu heraus. Auch bei der Umsetzung des neuen WADA-Codes in das jeweilige nationale Regelwerk arbeiteten die beiden Agenturen eng zusammen und stimmten sich untereinander ab.

In Zukunft wollen beide Seiten bei der Prävention, bei Rechtsfragen, bei Dopingkontrollen – etwa der wechselseitigen Anerkennung von medizinischen Ausnahmegenehmigungen – und Forschungsprojekten noch enger kooperieren. Sie wollen dazu Informationen und auch Fachpersonal austauschen.

Mitteilung der NADA vom 30.10.2008 im Wortlaut.

Quelle: nada-bonn.de

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Neuer NADA-Code 2009 online

Die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) hat heute den neuen und überarbeiteten Nationalen Anti Doping Code (NADC) 2009 vorgelegt. Der NADC 2009 ist die zwingende Umsetzung auf nationaler Ebene des ebenfalls neuen World Anti-Doping Codes (WADC), der am 01.01.2009, in Kraft treten wird.

Der NADC 2009 richtet sich grundsätzlich an alle Sporttreibende und in den Sport Involvierte,
insbesondere an
– alle nationalen Sportfachverbände, Landessportbünde und andere Anti-Doping-
Organisationen, die ihn durch eine vertragliche Vereinbarung mit der NADA anerkannt
haben,
– alle Athletinnen und Athleten, die Mitglied eines nationalen Sportfachverbandes sind oder
als Mitglied eines Teams mit deutscher Lizenz am Sportbetrieb in Deutschland teilnehmen
oder mittelbar auf jede andere mögliche Art und Weise (Regelanerkennungsverträge,
Lizenzen o.ä.) dem Regelwerk des jeweiligen nationalen Sportfachverbandes unterliegen,
– alle Athletinnen und Athleten, die an Wettkämpfen teilnehmen,
– AthletenbetreuerInnen und andere Personen, die Athletinnen und Athleten im weitesten
Sinne unterstützen oder mit ihnen zusammenarbeiten.

Der NADC 2009 und die entprechenden Anhänge können auf der Homepage unter www.nada-bonn.de (TOP DOWNLOADS) in Word- oder PFD-Format abgerufen werden.

Quelle: nada-bonn.de

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