Beiträge getaggt mit Sponsoring

4. Leipziger Sportrechtstag

Wer kennt Sie nicht, die Einladungen von Amtsträgern oder Geschäftspartnern zu Sportveranstaltungen, um Kontaktpflege zu betreiben. Wissen Sie aber, wo die rechtlichen Grenzen zur Korruption liegen oder welche steuerlich (nachteiligen) Folgen solche Maßnahmen für den Gastgeber und den Eingeladenen haben können?

Das Institut für Deutsches und Internationales Sportrecht (IDIS) wird am 12./13.11.2010  den „4. Leipziger Sportrechtstag“ mit Unterstützung der Universität Leipzig im Zeitgeschichtlichen Forum durchführen.

Der in Leipzig stattfindende Sportrechtstag widmet sich diesmal schwerpunktmäßig den Finanzierungsmöglichkeiten des Sports.

Die Veranstaltung beginnt, wie schon die Jahre zuvor mit einer Podiumsdiskussion, mit dem Titel „Ausrichtung der Olympischen Spiele 2018 – Eine Chance für Deutschland“.
Im Mittelpunkt des 4. Leipziger Sportrechtstag steht am Samstag das Sportsponsoring sowie die Förderungen des Sports durch die öffentliche Hand, wobei zivilrechtliche, strafrechtliche und steuerrechtliche Besonderheiten des Sportsponsorings beleuchtet werden.

Der Vorstand des IDIS bestehend aus Dr. Rico Kauerhof D.E.A., Dr. Sven Nagel LL.M.Eur. und Mirko Zebisch führt durch das Programm mit hochkarätigen Referenten wie z.B. Prof. Dr. Gunter Gebauer oder Frau Carolin Spindler (Senior Legal Counsel, Deutsche Telekom).

Weitere Informationen und das  finden Sie hier!

Anmeldeformular_4 Leipziger_Sportrechtstag

Impressionen von Leipziger Sportrechtstag auf youtube.

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Ice Tigers: Schritte zur Sicherung des Spielbetriebs

Nachdem die Nürnberg Ice Tigers GmbH vergangene Woche die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt hat (mehr), gab sie nun bekannt,  daß ein weiterer Schritt zur Sicherung des Spielbetriebs der Sinutpret Ice Tigers getan ist.

Wie bereits berichtet, fanden am Dienstag Gespräche mit einem wichtigen Geldgeber für die Sinupret Ice Tigers statt. Dabei handelt es sich um Herrn Günther Hertel. Gegenstand der Gespräche war die Frage, ob sämtliche Zahlungsverpflichtungen aus dem Sponsorenvertrag mit der Firma Aichinger erfüllt sind.

Im Ergebnis der Besprechung hat sich Herr Günther Hertel bereit erklärt, den kurzfristigen Finanzbedarf aus privaten Mitteln zur Verfügung zu stellen. Ein Teil der Zahlung erfolgt umgehend, damit fällige Zahlungsverpflichtungen der Ice Tigers gedeckt werden können. „Die Zahlungsverpflichtungen der Fa. Aichinger sind vollständig erfüllt“, bekräftigte Hertel. „Trotzdem zahle ich aber nochmals einen Betrag aus eigener Tasche, um einen Beitrag zur Sicherung des Spielbetriebes zu leisten. Nicht zuletzt auch deshalb, damit die Dauerkarteninhaber keine Nachteile erleiden“, so Hertel. (…)

Fast zeitgleich gab die Deutsche Eishockey Liga (DEL) folgendes bekannt:

Die zur Sonderprüfung bei der Nürnberger Ice Tigers GmbH beauftragten Wirtschaftsprüfer haben festgestellt, dass die im Lizenzierungsverfahren eingereichten Planungsunterlagen, insbesondere hinsichtlich der Sponsorenerlöse, sachgerecht waren.

Quellen und weitere Informationen:

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6-Tage-Rennen abgesagt

Nach dem jüngsten Ereignissen im Radsport, ist das für Anfang nächsten Jahres vorgesehene 6-Tage-Rennen in Stuttgart abgesagt worden.

Imageverlust im Profi-Radsport – das Hofbräu 6-Tage-Rennen abgesagt

Unter dem Motto „Lange Nächte – heiße Jagden“ sollte das 26. Hofbräu 6-Tage-Rennen eigentlich vom 15. bis 20. Januar 2009 in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle über die Bühne gehen. Doch ein Jahr nach dem 25-jährigen Jubiläum wird dem Traditionsrennen eine Pause verordnet. „Wir haben in den vergangenen Tagen intensive Gespräche geführt und sind zum Entschluss gekommen, das 26. Hofbräu 6-Tage- Rennen angesichts der Situation im Profi-Radsport im kommenden Jahr nicht durchzuführen“, sagt Andreas Kroll, Geschäftsführer der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft. „Diese Entscheidung ist mit unserem Hauptsponsor, der Stuttgarter Hofbräu Brau AG & Co. KG unserem Aufsichtsratsvorsitzenden und der Stadt Stuttgart abgestimmt.“  [mehr]

Quelle: hofbraeu-6-tage.de

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Sponsoring: Bundeskartellamt stellt Verfahren gegen DFB ein

Das Bundeskartellamt hatte im Februar diesen Jahres ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL) wegen des Verdachts auf wettberwebsbeschränkende Absprachen im Sponsoring eingeleitet. (Lesen Sie mehr dazu hier.)

Mit Schreiben vom 18. August 2008 gab das Bundeskartellamt bekannt, das Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den DFB eingestellt zu haben. Der DFB bestätigte heute den Eingang des entsprechenden Schreibens.

DFB News vom 21. August 2008 im Wortlaut:

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bestätigt, dass das Bundeskartellamt mit Schreiben vom 18. August 2008 das im Februar dieses Jahres eingeleitete Ordnungswidrigkeitsverfahren eingestellt hat.

Das Bundeskartellamt hatte namentlich DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, Generalsekretär Wolfgang Niersbach, Schatzmeister Horst R. Schmidt und Marketingdirektor Denni Strich angeblich verbotene Absprachen im Sponsoring vorgeworfen. Mit dem Schreiben der Wettbewerbshüter sind diese Vorwürfe vom Tisch.

„Über die weitere Vorgehensweise werden wir sehr sorgfältig auf der DFB-Präsidiumssitzung am morgigen Freitag beraten. Mit Sicherheit aber wird der DFB nun nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“, sagt DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach.

Quelle: dfb.de

Weitere Informationen: spiegel.de

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Olympia-Boykott aus Sicht der Sponsoren: Moral vs. Geschäft

Umso lauter die Diskussion um einen Boykott der Olmpischen Spiele in Peking wird, umso größer wird auch der Druck auf die Sponsoren. Insgesamt 63 Sponsoren sind am Geschäft mit den fünf bunten Ringen beteiligt. Davon stammen drei Sponsoren aus Deutschland: Adidas, VW und Schenker.

Trotz der verschiedenen Proteste und Aufrufe u.a. aus der Politik stehen die deutschen Geldgeber weiterhin zu ihrem Engagement bei den Olympischen Spielen. Sie zeigen sich wenig beeindruckt von den blutigen Auseinandersetzungen in dem Land, in dem in weniger als vier Monaten (08.08.08) die Feierlichkeiten für die Olympischen Sommerspiele steigen sollen.

So äußerte sich Anna Putz, Adidas-Sprecherin gegenüber der tagesschau.de folgendermaßen:

„Wir glauben fest daran, dass ein Boykott der falsche Weg wäre, insofern werden wir an unserem Olympia-Engagement festhalten.“

Auch der VW-Sprecher sah die Lage ähnlich:

„Wir beobachten die Situation mit Sorge – aber es ist Aufgabe der Politik, die Probleme vor Ort zu lösen.“

Die „geschäftliche Sicht“ der Dinge stellt sich folgt dar:

China ist und bleibt ein wichtiger Wachstumsmarkt. Adidas strebt an, bis 2010 jährlich eine Millarde Dollar Umsatz in der Volksrepublik China zu erzielen. Außerdem solle die Anzahl der Läden, die Adidas-Produkte verkaufen, von 4.000 auf 5.000 ansteigen. Die Bestrebungen der Markterweiterung hängen unzweifelhaft auch mit dem Sponsoring der diesjährigen Olympischen Spiele zusammen.

Auch aus Sicht von VW stellt sich die Situation nicht anders dar. So teilte der VW-Sprecher Andreas Meurer mit, daß der Konzern in diesem Jahr voraussichtlich mehr als eine Million Autos allein in China verkaufen werde.

Erwähnenswert scheint in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, daß die Volksrepublik China nicht nur ein wichtiger Absatzmarkt ist, sondern auch einen nicht unbedeutenden Anteil an der Produktion der Produkte trägt.

Quelle und weitere Informationen: tagesschau.de

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Ein Kommentar

Sponsoring von Sportvereinen ist steuerpflichtig

Pressemitteilung des Bundesfinazhof Nr. 24 vom 05.03.2008 im Wortlaut:

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 7. November 2007 I R 42/06 entschieden, dass Sponsorengelder, die ein gemeinnütziger Sportverein erhält, körperschaftsteuerpflichtig sind, wenn der Verein dem Sponsor im Gegenzug das Recht einräumt, in der Vereinszeitung Werbeanzeigen zu schalten, einschlägige sponsorbezogene Themen darzustellen und bei Vereinsveranstaltungen die Vereinsmitglieder über diese Themen zu informieren. Zugleich sind die Gegenleistungen mit dem regulären und nicht dem ermäßigten Umsatzsteuersatz von nur 7 % zu versteuern.

Ein gemeinnütziger Sportverein ist grundsätzlich von der Körperschaftsteuer befreit; seine Umsätze werden ermäßigt besteuert. Mit seinen wirtschaftlichen Betätigungen unterhält der Verein aber einen Geschäftsbetrieb, dem kein Steuervorteil zusteht. Um einen solchen Geschäftsbetrieb handelt es sich nach Auffassung des BFH, wenn der Verein von dritter Seite Zuwendungen zur Förderung des Sports erhält und wenn er hierfür eine wirtschaftliche Gegenleistung erbringt.

Konkret ging es um einen Schützenverein, der durch eine Versicherung gesponsert wurde. Im Gegenzug durfte die Versicherung in der Sportschützenzeitung werben. Die Entscheidung des BFH geht in ihrer Bedeutung aber weit über diesen Einzelfall hinaus. Sie betrifft insbesondere das immer beliebter werdende sog. Verwaltungssponsoring, bei dem der Sponsor einer öffentlichen Einrichtung Geld– oder Sachleistungen zur Verfügung stellt, beispielsweise einer Schule Geld für den Bau einer Turnhalle oder der Polizei für neue Uniformen. Wechselseitig macht die öffentliche Einrichtung auf den Sponsor und dessen Förderung aufmerksam und ermöglicht dem Sponsor Werbemaßnahmen.

siehe auch Urteil vom 7. November 2007 I R 42/06 (unter Pressemitteilungen/Aktenzeichen/I R 42/06)

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