Beiträge getaggt mit Stefan Schumacher

AFLD sperrt Stefan Schumacher für 2 Jahre

Mit Entscheidung vom 18.02.2009 hat die französiche Anti-Doping Agentur AFLD Stefan Schumacher aufgrund der gegen ihn erhobenen Dopingvorwürfe für einen Zeitraum von zwei Jahren gesperrt. Die ausgesprochene Sperre gilt für alle Rennen, die vom französischen Radsportverband in Frankreich organisiert und autorisiert werden. Das Urteil wurde von einer Kommission der AFLD unter Vorsitz ihres Präsidenten Pierre Bordry nach mündlicher Verhandlung gefällt.

Schumachers Rechtsanwalt, Dr. Lehner in einer Erklärung zum Urteil: „Wesentliche Verfahrensunterlagen sind uns vorenthalten worden. Trotz mehrfacher Anforderung wurde eine angeblich vorhandene Validitierungsdokumentation des neuen Testverfahrens nicht ausgehändigt. Es bestehen berechtigte Zweifel, dass es eine solche, für die Einführung bzw. Anwendung jedes Testverfahrens rechtlich zwingend notwendige Forschungsstudie überhaupt gibt.“

Der Radsport-Weltverband UCI hat das Urteil bislang noch nicht bestätigt. Medienberichten zufolge soll die formelle Entscheidung der AFLD noch geprüft werden. Dies könne bis Ende nächster Woche dauern.

Stefan Schumacher hat bereits Rechtsmittel gegen die Entscheidung der AFLD angekündigt: „Ich habe nicht gedopt. Und allein schon deshalb kann es für mich nur eine Reaktion auf dieses beispiellose Vorgehen und das unglaubliche Urteil geben: Ich habe meine Anwälte beauftragt gegen das im Verfahrensablauf und in der Begründung skandalöse Urteil Berufung beim zuständigen Conseil d’Etat, dem obersten französischen Verwaltungsgericht, einzulegen.“

Quellen:

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Schumacher-Anwalt Dr. Lehner gegen Vergleich

Stuttgart (dpa) – Der juristische Streit zwischen Radprofi Stefan Schumacher und seinem ehemaligen Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer geht 2009 in die nächste Runde. Schumacher-Anwalt Michael Lehner erwartet für Januar ein erstes Urteil des Arbeitsgerichts Stuttgart.

„Per Zwischenbeschluss soll dabei entschieden werden, ob für den Fall weiter das Arbeitsgericht zuständig ist“, sagte Lehner der Deutschen Presse-Agentur dpa. Anfang Oktober war eine während der Tour de France genommene A-Probe von Schumacher nachträglich positiv auf EPO getestet worden. Teamchef Holczer hatte den Nürtinger, der Doping stets bestritten hat, daraufhin fristlos entlassen.

Lehner sagte, er sei zuversichtlich, dass das Arbeitsgericht den Fall annehmen werde. „Unserer Ansicht nach hat Holczer mit Schumacher und den anderen Fahrern keine selbstständigen Verträge, sondern normale Arbeitsrechtsverträge abgeschlossen“, sagte Lehner. Deshalb müsse das Arbeitsgericht für den Fall zuständig sein. Der zuständige Richter hat Anfang Dezember bereits einen Gütevorschlag unterbreitet, zu dem beide Parteien bis Jahresende Stellung nehmen können. Während sich Holczer bislang nicht äußern wollte, erklärte Lehner den „Stuttgarter Nachrichten“: „Der Vergleich wird nicht zustande kommen. Der Fall geht weiter.“ [mehr]

Quelle: www.rad-net.de

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Stefan Schumacher: „Ich werde für mein Recht kämpfen“

Stefan Schumacher hat das wochenlange Schweigen durchbrochen. In dem Tagebuch auf seiner offiziellen Homepage äußert sich der Radrennprofi zu den A-Proben, den Vorverurteilungen, dem Verhalten seines Teamchefs und den noch offenstehenden Fragen. Außerdem kündigt er eine Strafanzeige gegen die französische Anti-Doping Agentur (AFLD) wegen Verleumdung an.

Es folgt ein Auszug:

Aber ich will an dieser Stelle nicht nur Worte sprechen lassen – sondern auch Fakten. Fakten, anhand derer sich jeder sein eigenes Bild verschaffen kann. (…)

Der Schock kam mit Verzögerung. Angeblich sollen besagte A-Proben in einer Nachuntersuchung in Paris doch ein positives Ergebnis gebracht haben. Ich frage mich: Was für A-Proben? Die waren doch schon entsiegelt und analysiert. Eine zweite A-Probe vom gleichen Tag gab es nicht. Und das Regelwerk kennt keine Nachuntersuchung einer bereits ausgewerteten und überprüften A-Probe – außer zu wissenschaftlichen Zwecken. Zumindest steht in den Statuten von Wada, UCI und BDR nichts anderes.

Und das aus gutem Grund. Wer sagt mir denn, was das für ein Blut ist? Wo kommt es her? Wie wurde es nach der Entsiegelung und der bereits vorgenommenen Auswertung gelagert? Wer hatte alles Zugriff? Angeblich wurde das Blut in Lausanne gelagert und dann nach Paris gebracht. Aber wie wurde es transportiert?  Kurzum: Ich würde gerne ein ausführliches Protokoll sehen – das ist bei der Schwere der Vorwürfe doch eine Selbstverständlichkeit. Denn so wie ich es sehe, wurden beispielsweise die internationalen Standards für sachgerechte Lagerung nicht eingehalten. (…)

Quelle und vollständige Mitteilung: www.stefan-schumacher.com

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Ein Kommentar

Jörg Jaksche:“Man setzt immer am falschen Ende an“

Gestern abend im „aktuellen Sportstudio“ sprachen Gerald Ciolek vom Team Columbia/High Road und der ehemalige Radrennprofi Jörg Jaksche aus verschiedenen Stadpunkten heraus über die Zukunft des Radsports und mögliche Lösungswege aus der derzeit fast hoffnungslos wirkenden Situation.

Übereinstimmend forderten beide Sportler eine klare Linie im Anti-Doping Kampf. Während Jaksche von Systemzwängen sprach, wies der 22-jährige Profi diese entschieden von sich. Der Sportler allein treffe die Entscheidung, ob er zu unerlaubten Mittel und Methoden greife. Stefan Schumacher oder Bernhard Kohl würde er nach den jüngsten Ereignisse fragen: „wieso man´s eigentlich immer noch begriffen hat?„.

Es wird von Heuchelei, Interessenskonflikte und strukturellen Problemen im Radsport gesprochen, die Jaksche auch darauf zurückführt, daß der Radsport immer noch ein „old boy business“ ist, bei dem viele der heutigen Verantwortlichen „bereits seit über 20 Jahren im Geschäft sind und im Dopingsystem auch mit groß geworden sind„. Unbeabsichtigt komisch in diesem Zusammen klang Jaksches Aussage: „Es kommt kein frisches Blut dazu!.

Das ca. 20 minütige Gespräch kann als Videodatei auf doping.zdf.de angesehen werden.

Quelle: doping.zdf.de

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Bernhard Kohl nimmt Stellung

Während einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz, nahm Bernhard Kohl zu den Doping-Vorwürfen Stellung. Der Gesamtdritte und Bergkönig der Tour de France 2008 gestand die Verwendung des Blutdopingmittels CERA ein.

(…) „Ich bitte die Öffentlichkeit, mir meinen Fehler zu verzeihen. Ich habe im entscheidenden Moment leider versagt.“

„Ich bin der Versuchung erlegen, weil der auf mir lastende Erfolgsdruck unglaublich groß gewesen ist. Ich bin nur ein Mensch und wie viele Menschen in einer Ausnahmesituation schwach geworden.“ Er wolle sich nicht rechtfertigen, sagte Kohl, „nur meine Motivation zu diesem Schritt offenlegen. Ich bin der Schuldige, ich habe gedopt, da gibt es keine Ausreden.“ [mehr]

Kohl verzichtet auf die Öffnung der B-Probe. Ein Sportgerichtsverfahren wird nun umgehend eingeleitet. Ihm droht eine zweijährige Sperre. Zu den Hintermänner äußerte sich Kohl zu diesem Zeitpunkt noch nicht: „Ich werde sie im Zuge des Sportgerichtsverfahrens und zu gegebener Zeit preisgeben“. Weiterhin erklärte er aber:

„Im Gerolsteiner-Team hat es zu meiner Zeit kein systematisches Doping gegeben, Hans (Manager Hans-Michael Holczer, Anm.) wusste von gar nichts.“

Kurz zuvor hatten sich seine Teamkollegen von Gerolsteiner in einem offenen Brief von Stefan Schumacher und ihm distanziert.

«Es ist uns ein großes Anliegen uns heute öffentlich von unseren (ehemaligen) Teamkollegen Stefan Schumacher und Bernhard Kohl zu distanzieren. Die Art und Weise wie wir getäuscht und enttäuscht wurden ist nur schwer in Worte zu fassen. (…)

In diesem Team gab es nie eine Duldung, einen Hinweis, einen Zwang oder gar Mithilfe zur unerlaubten Leistungssteigerung. (…)

Wir fordern hiermit Stefan Schumacher und Bernhard Kohl auf, vorbehaltlos die Wahrheit zu sagen (…) [mehr]

Quellen und weitere Informationen:

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Keine Zweifel an der Zuverlässigkeit der Tests

Der Doping-Experte Neil Robinson hat Zweifel an der Zuverlässigkeit der nachträglichen Tests zurückgewiesen, die zu den positiven Befunden bei Radprofi Stefan Schumacher geführt haben.

«Der Test nach der Tour de France ist hundertprozentig sicher. Wir haben klinische Studien durchgeführt, um sicher zu sein, dass die Ergebnisse, die wir weitergeben, hundertprozentig abgesichert sind», sagte der Experte für Blutdoping vom Analyse-Labor Lausanne der ARD-Sportschau-Redaktion. (…)

Bedenken vor juristischen Problemen im Zusammenhang mit den Befunden hat Robinson nicht: «Wir glauben nicht, dass es vor Gericht Probleme geben wird, denn wir haben Hand in Hand mit allen verantwortlichen Stellen gearbeitet. Und das Pariser Labor hat ja auch eine Analyse mit einem anderen Testverfahren gemacht.» Die Tests seien sowohl in Lausanne als auch in dem Pariser Labor Chatenay-Malabry mit unterschiedlichen Verfahren zu den gleichen Ergebnissen gekommen.

Nach Bekanntgabe der positiven Befunde der beiden A-Proben hatten sowohl Schumachers Rechtsanwalt Dr. Michael Lehner sowie sein Manager Heinz Betz an den Ergebnissen der nachträglich durchgeführten Bluttest Zweifel geäußert. (mehr dazu hier)

Quelle: rad-net.de

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S. Schuhmacher: Stellungnahmen RA Dr. Lehner und Heinz Betz

Stellungnahme Rechtsanwalt Dr. Michael Lehner im Wortlaut:

„Stefan Schumacher hat mich gebeten, ihn weiterhin zu vertreten. Dieses Mandat habe ich angenommen. Es geht aber nicht um ein Geständnis oder die Anspruchnahme der Kronzeugenregelung sondern um die Aufklärung von Vorgängen, die begründeten Zweifel an der Richtigkeit der gegen Stefan Schumacher erhobenen Vorwürfe aufkommen lassen. Entgegen einiger Verlautbarungen in den Medien waren die Blutwerte von Stefan Schumacher bei der Eingangskontrolle der Tour de France am 3. Juli und bei der Kontrolle am Ruhetag am 15. Juli nicht nur ohne jede Beanstandung sondern im absolut unauffälligen Bereich. Die unmittelbar nach beiden Dopingkontrollen analysierten A-Proben waren negativ, ohne Dopingbefund.

Unter welchen Umständen und welche Blutproben drei Monate später im Labor in Chatenay- Malabry angeblich positiv auf Cera getestet worden sein sollen, ist nach den bisher vorliegenden Unterlagen völlig unklar. So war mein Mandant auch der Letzte, der offiziell von den Vorwürfen erfuhr als ihm der Staatsanwalt bei einer Hausdurchsuchung einen an ihn persönlich gerichteten Brief der AFLD überreichte. Bereits geöffnet und ohne die deutsche Übersetzung, die der Umschlag angeblich enthalten sollte. Das alles gibt Anlass zu berechtigten Nachfragen und Zweifeln.“

Dr. Michael Lehner

Update (14.10.2008)

Stellungnahme Heinz Betz, Manager von Stefan Schumacher im Wortlaut:

«In den letzten Tagen ist sehr viel über einen angeblichen Dopingbefund bei Stefan Schumacher geschrieben worden. Um eines gleich vorwegzuschicken: Ich bin absolut gegen jede Art von Doping und Betrug im Sport. Und sollte bewiesen werden, dass Stefan gedopt hat, werde ich die Zusammenarbeit beenden.

Da dieser Fall aber berechtigte Zweifel aufwirft, stehe ich zu meinem Klienten. Die gesamte Vorgehensweise von dem angeblichen Dopingbefund bis zur Information meines Klienten wirft viele Fragen auf.

Unter anderem berichtete die AFLD laut Medienberichten davon, dass Stefan in der ersten Woche der diesjährigen Tour de France einen Brief erhalten habe, in dem er gebeten wurde, seine Blutwerte mit dem Teamarzt zu diskutieren. Stefan hat nie solch einen Brief erhalten, seine Blutwerte während der Tour waren nachweislich völlig unauffällig. Ich werde dazu beitragen, um zusammen mit Stefans Anwalt Dr. Michael Lehner, diese ungeklärten Umstände aufzuklären.

Stefan selbst ist am Boden zerstört und hat sich erst einmal zurückgezogen. Er wird sich zu gegebener Zeit zu Wort melden.»

Radsportakademie GmbH & Co.KG Management Stefan Schumacher Heinz Betz Geschäftsführer

Quelle: radsport-news.com

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