Beiträge getaggt mit Strafrecht

TV-Tipp: „Europaweites Netzwerk“ bei „sport inside“

Unter großem öffentlichen Interesse hat in dieser Woche der erste Prozess im größten Wettskandal des europäischen Fußballs begonnen. Vier Angeklagte müssen sich vor dem Bochumer Landgericht dafür verantworten, 32 Fußballspiele in Deutschland, Belgien, Slowenien, Ungarn, Kroatien und der Schweiz manipuliert zu haben. Sogar eine Partie der Europa League und ein EM-Qualifikationsspiel der U21 sind in den Fokus der Fahnder geraten. In Deutschland sollen 17 Spiele unter anderem des Fußball-Zweitligisten VfL Osnabrück und des Regionalligisten SC Verl betroffen sein.

Schiedsrichter und Spieler – so der Vorwurf – sind bestochen worden. Von Summen zwischen 50.000 und 60.000 pro Spiel ist die Rede. Die Gewinne der vermeintlichen Betrüger sollen sich auf mehrere hunderttausend Euro pro Partie belaufen haben. Den Angeklagten drohen empfindliche Strafen: Für Betrug in besonders schwerem Fall sieht das Gesetzbuch pro Fall bis zu zehn Jahre Haft vor. Doch auch der europäische Fußball wird von dem schwerwiegendsten Wettskandal seiner Geschichte massiv erschüttert.

(Autoren Benjamin Best und Fred Kowasch)

Außerdem in der Sendung: „Aspirin soll´s richten“

Wann: Montag, 11 Oktober 2010, 22.45 – 23.15 Uhr

Wo: „sport inside“ im WDR Fernsehen

Quelle und weitere Informationen zur Sendung: www.wdr.de

 

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Fußball-Fans fordern Klassenerhalt mit Waffengewalt

Mit Waffengewalt haben rund 50 Fans von den Spielern des abstiegsbedrohten argentinischen Erstligisten Club Atlético San Martín de Tucuman den Klassenerhalt gefordert. Die rabiaten Anhänger des Vorjahres-Aufsteigers stürmten am Mittwoch das Trainingsgelände des Klubs und verlangten mit vorgehaltenen von Schusswaffen drei Siege aus den letzten drei Saisonspielen des Vereins.

»Sie haben gesagt, dass wir die Konsequenzen tragen müssten, wenn wir die neun Punkte nicht holen. Sie haben uns dabei ihre Waffen gezeigt und einen Schuss in die Luft abgegeben, als sie gegangen sind«, sagte San Martins chilenischer Stürmer Cristian Canio. Der Klub steht nach einer 0:3-Niederlage am vergangenen Wochenende bei Boca Juniors Buenos Aires auf einem der beiden Abstiegsränge. Die Hardcore-Fans werfen Trainer Carlos Alberto Roldan eine zu defensive Spielweise vor und beschimpften am Mittwoch die Spieler, die ihrer Meinung nach den Klub berauben.

Die Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln bereits in der Angelegenheit. Außer Stürmer C. Canio haben die Spieler keine Angaben zu den Ereignissen machen wollen.

Quellen:

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TV-Tipp: „Sport oder versuchter Totschlag?“ bei Sport Inside

Warum deutsche Behörden nichts gegen das „Ultimate Fighting“ haben

Am 13. Juni steigt in Köln ein Kampfsportevent, das erheblich polarisiert. In der Kölnarena gibt es zum ersten Mal auf deutschem Boden „Ultimate Fighting“. Ein Spektakel, das der amerikanische Veranstalter Sport nennt. Bei der Prügelshow sind so ziemlich alle Griffe und Tritte erlaubt, auch wenn der Gegner längst am Boden liegt. Zudem geht es um ein Millionengeschäft, das jetzt auch den deutschen Markt erobern soll. Die Pay-TV Einnahmen in den USA sind gewaltig und haben das Boxen längst überholt. Der moderne Gladiatorenkampf.

Kritiker sehen in dem Kampfmix aus Boxen, Ringen, Karate und Jiu Jitsu eine Pervertierung der Grundidee des Sports. Aufeinander eindreschen bis zum Ende, da gingen sämtliche Werte des Sports verloren. Daher erstaunt es, dass eine solche Prügelshow unter dem Deckmantel des Sports in Deutschland auftreten darf. Vor Jahren noch hatte der Innenminister eine Veranstaltung verboten. Begründung: Die außerordentliche Brutalität von „Ultimate Fighting“ gefährde die Würde des Menschen. Was hat sich seit damals geändert? Warum wird es heute erlaubt? sport inside hat nachgefragt und zeigt wie brutal „Ultimate Fighting“ tatsächlich ist.

Autor: Klaus Fiedler

Wann: Montag, 25. Mai 2009, 22.45 – 23.15 Uhr

Wo: WDR Fernsehen

Quelle und weitere Informationen zur Sendung: www.wdr.de

Weitere Informationen zur aktuellen Diskussion um die „Ultimate Fighting Championship“ (UFC) finden Sie hier.

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Strafanzeige gegen Lukas Podolski

Medienberichten zufolge ging am Montag eine anonyme Strafanzeige wegen Körperverletzung gegen Lukas Podolski bei der Kölner Staatsanwaltschaft ein. In der Anzeige soll es unter anderem heißen, dass eine „solche Tat vor den Augen einer Millionenöffentlichkeit“ nicht hinnehmbar sei.

Gegenstand der Anzeige sei die Handgreiflichkeit Podolskis gegenüber seinem Teamkollegen und Kapitän Michael Ballack während des WM-Qualifikationsspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Wales in Cardiff. Der Stürmer hatte sich im Nachhinein dafür entschuldigt und einen Betrag in Höhe von 5000 Euro an die Fairplay-Stiftung des DFB überwiesen.

Der Kölner Oberstaatsanwalt Günther Feld gegenüber EXPRESS: „Wir haben den Vorgang an die Staatsanwaltschaft München II, die für das Münchner Umland zuständig ist, weitergeleitet. Eigentlich ist so etwas eine Tatortsache. Aber weil das Spiel in Cardiff stattfand, ist es nun eine Wohnortsache.“ Lukas Poldolski wohnt 40 km südlich von München in Seefeld am Starnberger See.

Die Staatsanwaltschaft München II wird nach Eingang des Vorganges prüfen, ob sie aufgrund der Strafanzeige ein Ermittlungsverfahren (§ 160 StPO) gegen den Fußballspieler einleitet oder nicht.

Quelle:

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Ein Kommentar

„Kevin Kuranyi von seinen vertraglichen Pflichten…bis aus weiteres befreit…“

Während das gestrige Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Norwegen an Spannung und Toren zu wünschen übrig ließ,  lief das Internet dagegen auf Hochtouren. Die Transfergerüchte um den ehemaligen Nationalspieler Kevin Kuranyi waren noch nicht ganz verblasst, als auf der Homepage des FC Schalke 04 für rund 15 Minuten folgende „Eilmeldung“ zu lesen war:

„In einer außerplanmässigen Sondersitzung der Vereinsführung wurde heute entschieden, dass Kevin Kuranyi von seinen vertraglichen Pflichten gegenüber Schalke 04 bis auf weiteres befreit wird. Nach medienwirksamen und für den Verein untragbaren Äußerungen von Kevin gegen die Mannschaft war eine Freigabe unausweichlich. Seitens der Vereinsführung und engen Vertrauen Kevins wurden alle Bemühungen unternommen um einer Fortsetzung bei Schalke nicht im Wege zu stehen. Alle sogearteten Versuche sind gescheitert.

Um die Mannschaft vor einem weiteren Imageverlust zu schützen, und die Stimmung im Verein nicht länger zu belasten, wird Kevin jetzt bedingungslos aus seinem Vertrag entlassen. Über die weiteren Pläne von Kevin und eine Ablöse von einem neuen Verein ist uns noch nichts bekannt. Kevin wird sich dazu aber noch gesondert an die Presse wenden. Uns verlässt ein ausgezeichneter Spieler der ein grosses Loch im Kader unserer Mannschaft hinterlässt, trotzdem schauen wir hoffnungsvoll in die Zukunft und freuen uns auf neue Herausforderungen und neue Gesichter im Verein.“

Die Meldung breitete sich unter den Anhängern des runden Lederballes wie ein Lauffeuer aus. Kurz danach war die Homepage der Königsblauen, die offenbar Opfer eines Hackerangriffs geworden war, nicht mehr zugänglich.

Eine offizielle  Erklärung des Vereins stellte kurz danach fest, daß es sich im eine Falschinformation gehandelt hatte.

UPDATE (17.40 Uhr):

Offizielle Mitteilung des FC Schalke 04:

(…) Die völlig frei erfundene „Eilmeldung“ war voller orthografischer Fehler und stilistischer Unzulänglichkeiten. Sie verbreitete sich dennoch für kurze Zeit völlig ungeprüft über andere Medien. Gegen die „Hacker“, die den Straftatbestand der Computersabotage durch diese Manipulation erfüllt haben, wird der FC Schalke 04 nun mit allen juristischen Mitteln vorgehen.

(…) Der Verein stellt heute Strafantrag gegen Unbekannt. Das Strafgesetz, dass diese Art von Manipulation unter Strafe stellt (§ 303 b StGB), lautet: „Wer eine Datenverarbeitung, die für einen anderen von wesentlicher Bedeutung ist, dadurch erheblich stört, dass er Daten in der Absicht, einem anderen Nachteil zuzufügen, eingibt oder übermittelt …, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Gemäß Abs. 2 dieser Vorschrift ist mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe zu rechnen, wenn es sich um eine Datenverarbeitung handelt, „die für einen fremden Betrieb, ein fremdes Unternehmen oder eine Behörde von wesentlicher Bedeutung ist“. [mehr]

Quellen:

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BDR erstattet Strafanzeige

Berlin (dpa) – Nach den Vorwürfen des Amateur-Fahrers Philip Schulz hat der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) wie angekündigt Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen Verdachts der Beleidigung, der üblen Nachrede und der Verleumdung erstattet.

Schulz hatte in zwei Fernsehbeiträgen über Doping-Praktiken im Amateurbereich berichtet und einen Mitarbeiter der BDR-Geschäftsstelle indirekt der Mittäterschaft bezichtigt. [mehr hier] «Dieser Vorwurf ist absurd», betonte BDR-Generalsekretär Martin Wolf. «Die Geschäftsstelle des BDR setzt konsequent um, was die Anti- Doping-Regeln von WADA und NADA beinhalten.»

Schulz hatte berichtet, dass ein BDR-Mitarbeiter einem 2007 positiv auf das Hormon hCG getesteten Radsportler empfohlen haben soll, «sich ein Attest auf Hodenkrebs zu besorgen, um so einer Dopingstrafe zu entgehen». [mehr]

Quelle und vollständiger Artikel: www. sueddeutsche.de

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„Operación Puerto“: Richter erhebt Anklage gegen 8 Beschuldigte

Im Ermittlungsverfahren der bislang größten Doping-Affäre des Radsports, hat der zuständige Richter (Juzgado de Instrucción nº 31 de Madrid) im Fall der „Operación Puerto“ gegen acht Beschuldigte Anklage erhoben.

Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um die Ärzte Eufemiano Fuentes, Yolanda Fuentes und Alfredo Córdova, den Hämatologen José Luis Merino Batres, die ehemaligen Teamchefs Manolo Saiz (Liberty), Vicente Belda, Ignacio Labarta (beide Kelme) und Alberto Léon. Ihnen wird ein Verstoß gegen die Volksgesundheit (Art. 361 Código Penal) zur Last gelegt. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, würde den Angeklagten höchstens eine zweijährige Haftstrafe drohen. Zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Taten war das Anti-Doping Gesetz in Spanien noch nicht Kraft.

Während der mündlichen Verhandlung können auch Radsportler als Zeugen geladen werden. Den Athleten würden keine strafrechtliche Strafen drohen, jedoch könnte der spanische Radsportverband (Federación Española de Ciclismo), die Union Cycliste Internationale (UCI) und die World Anti-Doping Agency (WADA) Sanktionen aussprechen.

Bereits zwei Mal war „Operación Puerto“ ad acta gelegt worden. Der Fall nach eine überraschende Wende, als ein Gericht in Madrid (Audiencia Provincial de Madrid) am 12. Januar 2009 die Entscheidung des Untersuchungsrichters Antonio Serrano vom September 2008 (mehr hier) aufhob und die Ermittlungen neu aufnahm.

Quellen:

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