Beiträge getaggt mit Strafrecht

TV-TIPP: Sport Inside – Wer ist der nächste?

Vor zwei Jahrzenten war Stefano Borgonovo in Italien ein Fußballstar. Heute ist der 44-Jährige unheilbar krank. Er leidet am Lou-Gehrig-Syndrom, einer seltenen Nervenkrankheit, die in zwei bis fünf Jahren zum Tod führt. Borgonovos Körper verfällt bei vollem Bewusstsein. Am Leben gehalten wird er nur noch durch die Pflege seiner Frau und durch Maschinen. Er sitzt im Rollstuhl und kann nicht mehr sprechen. Dennoch hat er eine Stiftung gegründet. Viele seiner ehemaligen Mitspieler haben nun Angst, ebenfalls zu erkranken – eine begründete Angst.

Die Universitätsklinik in Turin hat eine alarmierende Entdeckung gemacht: Übermäßig viele ehemalige Spieler der italienischen Serie A sind am Lou-Gehrig-Syndrom erkrankt und bereits gestorben. Aber warum? Hinweise deuten auf einen Zusammenhang mit Medikamentenmissbrauch und Doping hin. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. [mehr]

Heute abend in der Sendung Sport Inside (Autor des Beitrags: Vincenzo Dello Donne).

Wann:  Montag, 15. Dezember 2008, 23.00 – 23.30 Uhr; Dienstag, 16. Dezember 2008, 09.20 – 09.50 Uhr (Wdh.)

Wo: WDR

Quelle: www.wdr.de

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Ehemalige Weltcup-Reiterin wegen Tierquälerei verurteilt

Das Landgericht in Kiel hat heute überraschend das Urteil gegen die wegen Tierquälerei angezeigte ehemalige Weltcup-Reiterin Christine W. gesprochen. Ein Jahr und neun Monate auf Bewährung erhielt die Dressurreiterin, außerdem wurde ein dreijähriges Tierhaltungsverbot ausgesprochen. Ebenso lange ist der 60-Jährigen der berufsmäßige Umgang mit Pferden verboten. Einzige Ausnahme: Handeln darf die Weltcupfinalistin auch weiterhin. Des weiteren muss sie 150 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten. Wie diese genau aussehen sollen, hat das Gericht noch nicht mitgeteilt. Im Anschluss an die Urteilsverkündung akzeptierte die Angeklagte das Urteil, das somit rechtskräftig ist. Am frühen Nachmittag hatte sie die Taten gestanden. [mehr]

Quelle: st-georg.de

Die Stellungnahme der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) zu dem Urteil des LG Kiel finden Sie hier.

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Kreisklasse: Tätlicher Übergriff auf den Unparteiischen

Bei der Kreisklassenpartie zwischen dem TSV Schönau und dem MFC Mannheimer Phönix 02 schlugen mehrere Spieler nach einem Platzverweis auf den Unparteiischen ein. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung (§ 224 StGB).

Nachdem der Schiedsrichter einen TSV-Spieler mit einer roten vom Platz verwiesen hatte, gingen mehrere Spieler auf ihn los. Es soll zu regelrechten „Jagdszenen“ gekommen sein. Ein Sprecher kommetierte anschließend den Einsatz von zwölf Beamtem auf dem Spielfeld: Um Ruhe hereinzubekommen, haben wir eine Polizei-Mannschaft ins Feld geschickt“. Das Spiel in der Kreisklasse A wurde umgehend abgebrochen.

Die Polizei bestätigte am Dienstag, daß der 23-jährige Schiedsrichter bei der Attacke Prellungen und Blutergüsse erlitten habe. Derzeit werde gegen zwei 29 und 33 Jahre alte Spieler des TSV Schönau wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Der Badische Fußballverband e.V. (BFV) zeigte sich über die Vorfälle in Mannheim empört und zog Konsequenzen:

In Abrede mit dem Fußballkreis Mannheim wird der Spielbetrieb der Herren am bevorstehenden Wochenende 31.Oktober/1./2. November von der Kreisliga Mannheim abwärts über die A-, B- und C-Klasse bis zu den Privatmannschaften gänzlich ruhen. Alle Punktespiele an den besagten Tagen wurden abgesetzt und werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. „Wir wollen damit allen Aktiven, egal ob Spieler, Trainer, Vereinsfunktionär oder Zuschauer eine Denkpause verschaffen, dass dieser Personenkreis sich eingehend damit auseinandersetzen kann, ob der Fußball in dieser Form weiter auf übelste Art und Weise in den Schmutz gezogen wird“, erklären Ronny Zimmermann und Rolf Beyer unisono, [mehr]

Gerade gestern berichteten die Medien über einen weiteren Angriff eines Fußballspielers auf einen Unparteiischen während der Partie Sotschi 04 und Olympia Wolgograd. Konstantin Kowalenko streckte den Referee mit einem gezielten Faustschlag ins Gesicht nieder. (hier)

Quellen:

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Ermittlungsverfahren gegen Tim Wiese eingestellt

Das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hamburg gegen den Torhüter des Bundesligisten SV Werder Bremen, Tim Wiese, wegen versuchten Totschlags ist laut Medienberichten am 04. September eingestellt worden.

07. Mai 2008. Es läuft der 32. Spieltag der Bundesliga-Saison 2007/2008. Auf dem grünen Rasen kämpfen der Hamburger SV und SV Werder Bremem um weitere wichtige Punkte in der Tabelle (Endstand 0:1). In der 48. Spielminute startet Ivica Olic bei einem Konter halbinks frei am Strafraum durch. Tim Wiese setzt zur Abwehr an und stürmt mit zunächst angewinkeltem Bein aus dem Tor. Dabei trifft Wiese den gegnerischen Stürmer Olic an der linken Schulter. Selbst der Meister Bruce Lee hätte beim anschließenden Tritt anerkennend die Augenbrauen hochgezogen (siehe Bilder in faz-net und tz-online).  Schiedsrichter Wagner zeigt Wiese dafür die gelbe Karte. Nach dem Spiel spricht Franz Beckenbauer öffentlich von einem Mordversuch.

Eine „männliche Person“ stellte daraufhin bei der Staatsanwaltschaft Hamburg Strafanzeige gegen Tim Wiese. Die Polizei verhörte Wiese und befragte Olic, der durch das Foul eine Prellung davongetragen hatte, zu dem Vorfall. Der Stürmer soll sich aber gegen eine weitere Verfolgung ausgesprochen haben. Gegenüber „Sport Bild“ bestätigte der Torhüter, daß die Polizei aufgrund einer Anzeige gegen ihn wegen versuchten Totschlags ermittle.

Wie der Hamburger Staatsanwalt Wilhelm Möllers nun bestätigte, ist das Ermittlungsverfahren (Aktenzeichen 2410JS521/08) gegen Tim Wiese wegen versuchten Totschlags am 04. September eingestellt worden. Das „Kung Fu-Foul“ gegen den Stürmer des HSV wird aller Voraussicht nach keine juristischen Konsequenzen für Wiese nach sich ziehen.

Quellen:

Zum Thema Sport und deliktische Haftung nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch möchte ich auch auf den Artikel unter der Überschift „Kampfsport Fußball“ (Erschienen bei „Tip“ am 10.09.2008) bei den Kollegen Finkenzeller & Kollegen hinweisen.

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