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AFLD sperrt Stefan Schumacher für 2 Jahre

Mit Entscheidung vom 18.02.2009 hat die französiche Anti-Doping Agentur AFLD Stefan Schumacher aufgrund der gegen ihn erhobenen Dopingvorwürfe für einen Zeitraum von zwei Jahren gesperrt. Die ausgesprochene Sperre gilt für alle Rennen, die vom französischen Radsportverband in Frankreich organisiert und autorisiert werden. Das Urteil wurde von einer Kommission der AFLD unter Vorsitz ihres Präsidenten Pierre Bordry nach mündlicher Verhandlung gefällt.

Schumachers Rechtsanwalt, Dr. Lehner in einer Erklärung zum Urteil: „Wesentliche Verfahrensunterlagen sind uns vorenthalten worden. Trotz mehrfacher Anforderung wurde eine angeblich vorhandene Validitierungsdokumentation des neuen Testverfahrens nicht ausgehändigt. Es bestehen berechtigte Zweifel, dass es eine solche, für die Einführung bzw. Anwendung jedes Testverfahrens rechtlich zwingend notwendige Forschungsstudie überhaupt gibt.“

Der Radsport-Weltverband UCI hat das Urteil bislang noch nicht bestätigt. Medienberichten zufolge soll die formelle Entscheidung der AFLD noch geprüft werden. Dies könne bis Ende nächster Woche dauern.

Stefan Schumacher hat bereits Rechtsmittel gegen die Entscheidung der AFLD angekündigt: „Ich habe nicht gedopt. Und allein schon deshalb kann es für mich nur eine Reaktion auf dieses beispiellose Vorgehen und das unglaubliche Urteil geben: Ich habe meine Anwälte beauftragt gegen das im Verfahrensablauf und in der Begründung skandalöse Urteil Berufung beim zuständigen Conseil d’Etat, dem obersten französischen Verwaltungsgericht, einzulegen.“

Quellen:

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„Operación Puerto“: Richter erhebt Anklage gegen 8 Beschuldigte

Im Ermittlungsverfahren der bislang größten Doping-Affäre des Radsports, hat der zuständige Richter (Juzgado de Instrucción nº 31 de Madrid) im Fall der „Operación Puerto“ gegen acht Beschuldigte Anklage erhoben.

Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um die Ärzte Eufemiano Fuentes, Yolanda Fuentes und Alfredo Córdova, den Hämatologen José Luis Merino Batres, die ehemaligen Teamchefs Manolo Saiz (Liberty), Vicente Belda, Ignacio Labarta (beide Kelme) und Alberto Léon. Ihnen wird ein Verstoß gegen die Volksgesundheit (Art. 361 Código Penal) zur Last gelegt. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, würde den Angeklagten höchstens eine zweijährige Haftstrafe drohen. Zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Taten war das Anti-Doping Gesetz in Spanien noch nicht Kraft.

Während der mündlichen Verhandlung können auch Radsportler als Zeugen geladen werden. Den Athleten würden keine strafrechtliche Strafen drohen, jedoch könnte der spanische Radsportverband (Federación Española de Ciclismo), die Union Cycliste Internationale (UCI) und die World Anti-Doping Agency (WADA) Sanktionen aussprechen.

Bereits zwei Mal war „Operación Puerto“ ad acta gelegt worden. Der Fall nach eine überraschende Wende, als ein Gericht in Madrid (Audiencia Provincial de Madrid) am 12. Januar 2009 die Entscheidung des Untersuchungsrichters Antonio Serrano vom September 2008 (mehr hier) aufhob und die Ermittlungen neu aufnahm.

Quellen:

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Kohl-Anwalt: „Das System greift aber eben nicht!“

In einem ZDFonline-Interview spricht Rechtsanwalt Siegfried Fröhlich, der derzeit die rechtlichen Interessen des österreichischen Radrennprofis Bernhard Kohl wahrnimmt, über Doping im Radsport.

Der Jurist vergleicht den heutigen Profi-Radsport mir Kirmesboxen. Im Endeffekt käme nur soviel an die Öffentlichkeit, wie man für notwendig erachtet, ohne den Schaden zu groß werden zu lassen. Im Nachhinein könne man sich rechtfertigen „Einzelne schwarze Schafe haben wir erwischt, im Großen und Ganzen sind wir aber sauber“. Kommentare wie „das System greift“ stellt er die Aussage „das System greift aber eben nicht!“ entgegen.

Fröhlich: Soweit ich mich erinnere, hat Kohl keine Etappe der diesjährigen Tour gewonnen. Ich denke auch nicht, dass Bernhard talentfrei ist. Wenn andere, auf jeden einzelnen Tag gerechnet mehrere Dutzend, dann sauber schneller sind als Kohl, bringt Doping entweder nichts oder Kohl wäre zu blöd zum Dopen.

Fröhlich erklärt, warum sich aus seiner Sicht auch nach den angekündigten Tests auf Eingeblut-Doping durch die französiche Anti-Doping Agentur AFLD im Radsport nichts ändern wird, welche Gründe die Amaury Sport Organisation (ASO) als Tour Veranstalterin hat, Lance Amrstrong wieder mitfahren zu lassen und warum die ASO und die UCI wieder auf „Kuschelkurs“ gehen werden.

Fröhlich: Wie kann es denn sein, dass Anti-Doping-Kontrollen über die UCI laufen? Das ist so, als ob sich Strafgefangene im Gefängnis selbst bewachen – ein Witz!

Eine Lösungsmöglichkeit könnte in der zukünftigen Übernahme aller Kontrollen bei Profi-Sportevents durch die World Anti-Doping Agency (WADA) sein.

Auf die Frage hin, ob „wir Sport ohne Doping oder Sport ohne Skandale wollen„, antwortet der Jurist:

Fröhlich: Ich glaube schon, dass die Mehrheit einen Sport ohne Doping möchte. Aber die Konsequenzen mag niemand ziehen. Im Radsport würde das bedeuten: Die Köpfe aller „abschlagen“, die bisher im Profi-Radsport tätig waren. (…)

Quelle: sport.zdf.de

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TAS/CAS: Iban Mayo zwei Jahre gesperrt

Der Court of Arbitration for Sport (CAS) hat in der Sache Union Cycliste Internationale (UCI) gegen den spanischen Radsportverband Real Federación Española de Ciclismo (RFEC) und den Profi-Radfahrer Iban Mayo auf das Rechtsmittel der UCI hin, die Entscheidungen der Kommission der RFEC vom 19. Oktober 2007 und 27. Dezember 2007 aufgehoben. Demzufolge hat der CAS Iban Mayo Díez von der Tour de France 2007 disqualifiziert und rückwirkend ab dem 31.07.2007 für zwei Jahre gesperrt. Der 31. Juli 2007 war der Tag an dem er von seinem Team Saunier Duval suspendiert wurde.

Mayo wurde am 24. Juli 2007 positiv auf Erythropoietin (EPO) getestet. Dies ergab die Analyse der A-Probe, die im Anti-Doping Labor Châtenay-Malabry vorgenommen wurde. Eine weitere Analyse der B-Probe im belgischen Labor in Ghent konnte dies jedoch nicht eindeutig bestätigen. Die UCI bestand daher auf eine erneuten Auswertung der B-Probe durch das Labor Châtenay-Malabry, die das Ergebnis der A-Probe bestätigte. Der spanische Verband sprach Iban Mayo jedoch von den Doping-Vorwürfen frei.

Der CAS ist der Ansicht, daß die erneute Auswertung rechtmäßig war.

Quellen:

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CAS setzt Verfahren gegen Valverde vorübergehend aus

In einer Pressemitteilung gab der Court of Arbitration for Sport (CAS) Ende letzter Woche bekannt, das Schiedsverfahren der World-Anti-Doping Agency (WADA) und der International Cycling Union (UCI) gegen den spanischen Rad-Profi Alejandro Valverde für einen Zeitraum von maximal sechs Monaten ausgesetzt zu haben.

Valverde steht unter Verdacht, in den spanischen Dopingskandal um den Mediziner Eufemiano Fuentes verwickelt zu sein. Der spanische Radsport-Verband Real Federación Española de Ciclismo (RFEC) hatte damals trotz Hinweise auf Dopingpraktiken kein Disziplinar-Verfahren gegen den Athleten eingeleitet. Dagegen legten die WADA und die UCI Einspruch beim CAS ein.

Durch die vorübergehende Aussetzung des Verfahrens soll den spanischen Behörden die Möglichkeit gegeben werden, über die Untersuchung eines Beweisstückes (Blutbeutel Nr. 18), das sich weiterhin in deren Besitz befindet, zu entscheiden.

Pressemitteilung vom 11. Juli 2008 im Wortlaut:

In a decision issued on 10 July 2008, the Court of Arbitration for Sport (CAS) affirmed its jurisdiction to decide the appeals filed by the World Anti-Doping Agency (WADA) and the International Cycling Union (UCI) against a decision taken by the Spanish Cycling Federation not to open disciplinary proceedings against the Spanish rider, Alejandro Valverde.

The CAS has, however, suspended the arbitration procedure for a maximum duration of six months in order to allow the Spanish legal authorities to issue a decision on a request for production of evidence (blood bag “no.18”) which is currently in its possession.

Quellen:

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„Wino“ aus Siegerliste der UCI gestrichen

Wie die Internetseite „Radsport News“ berichtet, ist der wegen Blutdopings überführte Alexander Winokurow offiziell aus den Siegerlisten der Union Cycliste Internationale (UCI) gestrichen worden. Der offzielle Gewinner der 15. Etappe der Tour de France 2007 heißt Kim Kirchen aus dem High Road Rennstall.

<Kim Kirchen (High Road) und nicht Alexander Winokurow heißt nun auch offiziell der Gewinner der 15. Etappe der Tour de France 2007. UCI-Chef Pat McQuaid informierte in einem persönlichen Schreiben, das Radsport news vorliegt, den 29-jährigen Luxemburger darüber, dass der Weltverband den wegen Blutdopings überführten Kasachen nun auch offiziell nicht mehr in seinen Siegerlisten führt. Winokurow hatte 2007 die 15. Etappe von Loudenvielle nach Le Louron vor Kirchen gewonnen. Zuvor hatte er bereits das Zeitfahren von Albi für sich entschieden. Unklar ist, ob der damalige zweitplatzierte Cadel Evans (Silence-Lotto) ebenfalls zum Sieger erklärt worden ist.>

Quelle: Radsport-News

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WADA zieht sich aus Pilotprojekt „Athletenpass“ zurück

<Die Welt Anti-Doping Agentur (WADA) wird sich nach einer Klage des Radsport-Weltverbandes UCI gegen ihren ehemaligen Präsidenten Richard Pound aus dem gemeinsamen Pilotprojekt eines Athletenpasses zurückziehen. Diese Entscheidung gab die WADA in einer Presseerklärung bekannt. In der vergangenen Woche hatten die UCI und ihr früherer Präsident Hein Verbruggen Pound wegen „beleidigender und tendenziöser“ Aussagen vor einem Schweizer Gericht verklagt. “ Seit Oktober 2007 hat die WADA für den Radsport finanzielle und personelle Mittel zur Verfügung gestellt, um die UCI in diesem Pilotprojekt zu unterstützen und den Sport sauberer zu gestalten“, sagte WADA-Chef John Fahey: „Im Licht der Attacke der UCI gegen die WADA sind wir der Auffassung, dass eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr möglich ist.>

Quelle: Spiegel-Online

Lesen Sie auch Presseerklärung der WADA vom 27.03.2008

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