Beiträge getaggt mit Wettskandal

TV-Tipp: „Europaweites Netzwerk“ bei „sport inside“

Unter großem öffentlichen Interesse hat in dieser Woche der erste Prozess im größten Wettskandal des europäischen Fußballs begonnen. Vier Angeklagte müssen sich vor dem Bochumer Landgericht dafür verantworten, 32 Fußballspiele in Deutschland, Belgien, Slowenien, Ungarn, Kroatien und der Schweiz manipuliert zu haben. Sogar eine Partie der Europa League und ein EM-Qualifikationsspiel der U21 sind in den Fokus der Fahnder geraten. In Deutschland sollen 17 Spiele unter anderem des Fußball-Zweitligisten VfL Osnabrück und des Regionalligisten SC Verl betroffen sein.

Schiedsrichter und Spieler – so der Vorwurf – sind bestochen worden. Von Summen zwischen 50.000 und 60.000 pro Spiel ist die Rede. Die Gewinne der vermeintlichen Betrüger sollen sich auf mehrere hunderttausend Euro pro Partie belaufen haben. Den Angeklagten drohen empfindliche Strafen: Für Betrug in besonders schwerem Fall sieht das Gesetzbuch pro Fall bis zu zehn Jahre Haft vor. Doch auch der europäische Fußball wird von dem schwerwiegendsten Wettskandal seiner Geschichte massiv erschüttert.

(Autoren Benjamin Best und Fred Kowasch)

Außerdem in der Sendung: „Aspirin soll´s richten“

Wann: Montag, 11 Oktober 2010, 22.45 – 23.15 Uhr

Wo: „sport inside“ im WDR Fernsehen

Quelle und weitere Informationen zur Sendung: www.wdr.de

 

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DFB und Robert Hoyzer vergleichen sich

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und Robert Hoyzer haben sich außergerichtlich vergleicht und damit den Rechtsstreit beigelegt. Robert Hoyzer hat gegenüber dem DFB einen Schadenersatzebetrag in Höhe von 750.000 Euro anerkannt. Das zuständige Landgericht Berlin muß nun den Vergleich noch ausfertigen. Der Verkündigungstermin ist am 23. April.

Der ehemalige Referee muß davon insgesamt 126.000 Euro zahlen. Über einen Zeitraum von 15 Jahren wird Hoyzer spätestens ab dem Jahr 2010 monatlich 700 Euro an den DFB zahlen. Dieser hat angekündigt das Geld für soziale Zwecke zur Verfügung zu stellen. Außerdem verpflichtet sich Hoyzer gegenüber dem DFB erneut vollständig zum Wett- und Manipulationsskandal von 2004 Stellung zu nehmen und im Zuge dessen alle von ihm eingegangenen Verpflichtungen gegenüber den Medien oder anderen Vertragspartner offen zu legen.

Theo Zwanziger, DFB-Präsident, zum geschlossenen Vergleich:

„Ich bin zufrieden, dass das Verfahren so abgeschlossen werden kann. Dem DFB blieb als gemeinnütziger Verband keine andere Wahl, als seine berechtigten Schadensersatzforderungen zu stellen, weil Herr Hoyzer seinerzeit gezielt manipuliert hat und damit unserem Verband neben dem Imageschaden auch erheblichen wirtschaftlichen Schaden zugefügt hat“.

Robert Hoyzers Rechtsanwalt, Thomas Hermes erklärte in einer Pressemitteilung:

„Herr Hoyzer hat dem Ergebnis zugestimmt, um für die Zeit nach der Haftentlassung eine Lebensperspektive zu besitzen.“

Robert Hoyzer verbüßt derzeit eine Haftstrafe. Er war im Rahmen eines Strafverfahrens am 17. November 2005 zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt worden. (siehe Fußball-Wettskandal 2005)
Quellen:

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